• Wieder einmal haben uns unsere Apfeltalker tolle Fotos zur Abstimmung eingesandt. Welches ist Euer Favorit? Stimmt mit ab! Hier geht es zur Abstimmung --> Klick
  • Es ist bereits Apfeltalk-Tradition und wir möchten sie auch in diesem Jahr fortsetzen: Unser Apfeltalk-Weihnachtslogo-Wettbewerb hat begonnen! Gestaltet für uns das Weihnachtsbanner, das im Monat Dezember bis zum Weihnachtsfest unsere Webseite schmücken soll. Lasst Eurer Kreativität freien Lauf! Hier geht es zum Wettbewerb --> Klick

E-Commerce: Amazon sperrt Konten notorischer Rücksender

Das hat doch nichts mit Anspruchslosigkeit zu tun. Bei technischen Geräten, gerade bei teuren, informiert man sich vorher, dann ist die Quote die man zurückschicken muss auch recht klein.

Wenn du dich vernünftig informiert hast aber der neue TV dann trotzdem nicht dem entspricht was du erwartet hast, dann kannst du ihn natürlich zurückschicken. Genauso Kleidung die nicht passt. Aber eine große Anzahl teurer Geräte zu bestellen, nur um sie mal anschauen zu können ohne vorzuhaben das Zeug auch zu behalten ist imho dem Händler gegenüber nicht fair.
 
Zuletzt bearbeitet:
Soll ich mir nun 5 verschiedene 55 Zoll TVs bestellen um mit denen rumzuspielen, die Fernbedienung auf ihre Haptik, Gewicht und Batterielaufzeit zu testen?
Soll ich mir 5 Couchgarnituren bestellen um da erstmal ein ausgiebiges Probesitzen zu veranstalten. Kann ja sein dass man keinen gemeinsamen Termin mit der Freundin findet fürs Möbelhaus. Dann ist man ja quasi GEZWUNGEN online zu bestellen. Will man ja alles nicht, aber man hat ja keine Wahl!
Evtl bestell ich mir noch mehrere Waschmaschinen dazu. Dann behalte ich einfach die, die am besten wäscht und am leisesten ist.

Ist doch mein Recht, oder?
Genau das trifft den Punkt. Nicht alles, was geht muss man auch machen. Und wer keine Ansprüche an sich hat versteht auch nicht, dass man mit diesem Verhalten Schaden verursacht, den die Gesamtheit zu tragen hat. Dass man in D ein Fernabsatzgesetz hat, hat Amazon bestimmt nicht propagiert. Die fügen sich dem Gesetz.

Ich wiederhole mich: 2 Jeans in unterschiedlicher Größe/Farbe verursacht kaum Schaden; weil die weiterverkauft werden können. Ein ausgepackter TV schon, weil den (zu Recht) niemand mehr zum regulären Preis haben will.
 
So darauf habe ich Dich hingewiesen. Deine Reaktion war wohl mal den Entwurf der Gesetzesvorlage zu googeln und durch jede Menge geschwollenes Blah Blah auf super wissend zu machen und vom Thema abzulenken und dann auch noch eine 180 Grad Wende hinzulegen.

/

Hat nichts mit Wende zu tun.

Vielleicht gibt es neben der Welt in einem Internetforum indes auch Leute, die zum Thema weder "googlen", noch sich sonst auf suboptimale Diktion ("blah blah") beschränken müssen, vielmehr sogar an der Gesetzgebung wie auch immer partizipiert haben.

Daran ist nichts geschwollen, es ist vielleicht für Dich nicht begreiflich. Macht nichts.
 
Wenn ein Kindle nicht mehr mit einem Amazon-Konto verbunden ist, werden imho die geladenen Bücher nicht entfernt.
Man kann dann einfach keine neuen mehr mit diesem Konto kaufen.
Was imho schon eine erhebliche Nutzungseinschränkung darstellt, weil...

Der/die/das Kindle ist nach wie vor ein eBook-Reader der aus anderen Quellen befüllt werden kann.
... dieser Weg ziemlich steinig ist, weil von Amazon nicht wirklich vorgesehen.

Dazu muss allerdings gesagt werden, dass der EPUB-Standard nicht unterstützt wird. eBooks aus verschiedenen Quellformaten können aber beispielsweise mit Calibre in das vom Kindle akzeptierte *.mobi-Format umgewandelt werden.
Das ist der Knackpunkt. Wenn man es so umständlich machen muss, dann kann man sich gleich einen anderen E-Reader besorgen. Die Stärke des Kindle ist ja, dass man ihn nicht mit einem PC verbinden muss, um ihn zu benutzen und Bücher draufzuladen (geht drahtlos per E-Mail). Wenn ich da ständig am PC mit Calibre herumhantieren müsste, ich glaube das würde mir sehr schnell auf den Senkel gehen.
 
Das hat doch nichts mit Anspruchslosigkeit zu tun.

Es hat insofern mit Anspruchslosigkeit zu tun, als dass man es viel einfacher hat beim Saturn irgendeine Fototasche zu kriegen.
Wenn man mit hohen Ansprüchen rangeht, kenne ich keine andere Möglichkeit als durch einen Vergleich durch Mehrfach-Onlinebestellung. Anhand von Testberichten kann ich auf jeden Fall nicht beurteilen ob eine Fototasche meiner Definition von "gut verarbeitet" entspricht (ist das Material hochwertig und langlebig, sind die Nähten sauber, ist ein hochwertiger Reissverschluss verbaut, ...) Das Problem hat man natürlich nicht, wenn man einfach nur seine Kamera in irgendwas rumtragen will, wenn man also in der Hinsicht anspruchslos ist.

Und zu dem Thema "dem Händler schaden": Amazon gibt ausdrücklich 30 Tage Rückgaberecht bei Nichtgefallen. Doppelt so viel wie die gesetzlich vorgegebene Zeit! Das machen die, weil es sich für sie unterm Strich lohnt.
 
Anhand von Testberichten kann ich auf jeden Fall nicht beurteilen ob eine Fototasche meiner Definition von "gut verarbeitet" entspricht (ist das Material hochwertig und langlebig, sind die Nähten sauber, ist ein hochwertiger Reissverschluss verbaut, ...)
Du kannst anhand von Testberichten einen ganz guten Eindruck bekommen wie die Verarbeitung ist. Dann suchst du dir eben die Tasche raus die von den Testberichten her am ehesten deinen Wünschen entspricht, und wenn du dann wirklich nicht das bekommst was du erwartet hattest, dann kannst du es natürlich guten Gewissens zurückschicken. Auf dem Wege kannst du auch hohe Ansprüche erfüllen ohne direkt 10 Taschen bestellen zu müssen.

Und dafür bekommst du auch kundenfreundliche 30Tage. Du kannst etwas das nicht dem entspricht was du kaufen wolltest zurückgeben. Das ist aber kein Freibrief einfach mal viel zu viel zu bestellen im festen Wissen 9 von 10 Taschen gar nicht behalten zu wollen.

Und auch hier kommt es einfach wieder auf die Verhältnismäßigkeiten an. Kannst du dich wirklich gar nicht zwischen zwei Taschen entscheiden, dann bestell halt beide und schick eine zurück, nicht die feine Art, aber von mir aus im Zweifel in Ordnung. Aber direkt 5 oder sogar 10 zu bestellen muss wirklich nicht sein...
 
Zuletzt bearbeitet:
Du kannst anhand von Testberichten einen ganz guten Eindruck bekommen wie die Verarbeitung ist. Dann suchst du dir eben die Tasche raus die von den Testberichten her am ehesten deinen Wünschen entspricht, und wenn du dann wirklich nicht das bekommst was du erwartet hattest, dann kannst du es natürlich guten Gewissens zurückschicken.

Wenn ich das anhand der Testberichte entscheiden kann – klar!
Aber wenn mir die Testberichte nicht den entscheidenenden Ausschlag in eine Richtung liefern und ich mir die Fototasche kaufe, die mich die nächsten 10, 15 Jahre begleiten soll, finde ich es vollkommen vertretbar mir zwei Modelle anzuschauen. (Wobei das Fototaschen-Beispiel in dem Fall vielleicht nicht so interessant gewählt ist, weil der Händler eine Fototasche wie eine Hose nach dem Anprobieren einfach ohne Verlust verkaufen kann...)

Solange "unterm Strich" alle profitieren kann ich einfach nichts verwerfliches daran erkennen.
 
Wie schon gesagt, ob du nun im Zweifel mal 2 bestellst weil du dir einfach nich sicher bist, oder ob du nun generell immer 10 bestellst, ist an der Stelle natürlich auch ein Unterschied.
 
Und dafür bekommst du auch kundenfreundliche 30Tage. Du kannst etwas das nicht dem entspricht was du kaufen wolltest zurückgeben. Das ist aber kein Freibrief einfach mal viel zu viel zu bestellen im festen Wissen 9 von 10 Taschen gar nicht behalten zu wollen.

Das ist jetzt aber deine Interpretation. Vielleicht versteht Amazon seine Rückgabepolitik ja eher wie Zalado?
 
Vielleicht tuen sie das nicht und sperren daher Kundenkonten die zuviel zurückschicken? ;)

Abgesehen davon, haben wir ja schon festgestellt, dass es bei Kleidung und Schuhen nunmal nochmal ganz anders läuft...
 
Ist genauso schäbig, wer Beratung will soll gefälligst dort kaufen wo er beraten wird.

Jawohll, und die NSA soll das überwachen.

Vermutlich werden die Daten zum Kaufverhalten /inkl. Rückgabe privatwirtschaftlich ausgetauscht.
Recherchiert mal im www zu acxiom. Dort gibt's dann ein negatives Rating für solche Kunden (= "digitale Underdogs")
 
Habe jetzt nicht sämtliche Seiten durchgelesen, man möge also entschuldigen wenn ich irgendwelche wichtigen Aspekte außer acht lasse ;-)

Ich finde den Schritt von Amazon sehr richtig. Viele meinen "das ist ja ein großes Unternehmen, die juckt das garnicht" ohne zu realisieren, daß da die ganzen Vorgänge nur hochskaliert sind. Großes Unternehmen mit vielen Kunden ist (vielleicht etwas durchmischter und daher werden extreme Zurückschicker besser abgepuffert) direkt zu vergleichen mit einem kleinen selbst produzierenden Betrieb mit wenigen Kunden.

Und da kenne ich mehrere die den Onlinehandel wieder aufgeben mussten, oder die dadurch gar komplett ruiniert wurden (Reißleine zu spät gezogen). Und wie ist das geschehen? Am schlimmsten ist es wenn ein Geschäft auch noch Rabatt anbietet oder 0€ Versandkosten. Da gibt es dann Käufer die nicht mehr genau nachdenken ob sie es wollen, die sich nicht mehr im Internet informieren oder beim Verkäufer nachfragen, die kaufen einfach mal.
Dann kommts an, man stellt fest es gefällt doch nicht so sehr, oder man hat ja doch kein Taschengeld bekommen und kann es sich nicht leisten.
Dann wirds zurückgeschickt, keine Reue, entsteht ja kein Schaden.

Entsteht nicht? ..... gehen wir mal von einem handgemachten Einzelstück aus. Egal was es ist.

In unserem Beispiel kostet das Material 30€. Es wurden 6 Stunden in Überlegung, Ausarbeitung und Internetangebot schreiben versenkt. Das Produkt wird für 50€ Angeboten.
Regulär würden nun 4€ für versicherten Versand abgehen. Sind wir bei einem Gewinn von 16 Euro.

Jetzt will der Kunde zurückschicken:

Abgesehn von der Möglichkeit, daß es beschädigt wird, oder, daß ein Saison-Artikel zb im Weihnachtsgeschäft erst wieder in einem Jahr angeboten werden kann gibt es u.a. noch folgende Fälle:

Fall 1:
Er der Kunde ist wenigstens so geschickt sich zu melden und ein Rücksendeformular anzufordern. So kann der Verkäufer steuern wie verschickt wird, im Idealfall also wieder versichert für 4€. In einem späteren Verkauf kann der Gewinn aus diesem Produkt also nur noch maximal 12 € betragen.

Fall 2:
Der Kunde schickt es unfrei zurück das kostet 15€, der Verkäufer hat also keine Möglichkeit mehr in einem späteren Verkauf einen Gewinn mit dem Produkt von mehr als 1€ zu machen.

Fall 3: Der Kunde schickt es unversichert zurück und es geht verloren. In dem Falle sind 34€ sinnlos verbrannt, man muss hoffen sie durch weitere Verkäufe auszugleichen.


Und wenn irgendwelche Kombinationen davon mehrmals pro Woche passieren - Mahlzeit.



Die Vorstellung, daß Leute einfach weil sie es für Ihr Recht halten mehrere Produkte liefern lassen von denen sie planen 4/5 wieder zurückgehen zu lassen macht mich wütend und zeigt mir, daß ein Teil der heutigen Gesellschaft komplett verlernt hat zu sehen wie Produkte entstehen.
Wer näher in Entwicklung oder Produktion involviert ist wird sich wohl kaum so ein Verhalten angewöhnen.

Das sind auch meist die Leute die sofort aufbrausen wenn sie ihr eigenes Recht auch nur im Geringsten angekratzt sehen.
Und der Vergleich mit der Kleidung die ja auch schon von mehreren Leuten anprobiert wurde hinkt nach meiner Ansicht, denn Kleidung sollte man wenn sie neu ist sowieso im Idealfall mehrmals waschen um einen Großteil der ursprünglichen Chemikalien zu entfernen. Danach sollte sie auch wieder hygienisch rein sein.
Wenn ich mir aber eine Kamera kaufe (mir vor ein paar Jahren bei einem ca. 1400€ Modell passiert) die offenbar mal zurückgegeben wurde und auf der Objektivlinse mittig Fingerabdrücke hat, dann ist das kein annehmbarer Zustand. Wenn ich den entferne ist das neue Produkt so beansprucht worden wie es bei mir nach Monaten oder noch länger nicht würde (meine Objektive bekommen im Normalfall von Anfang an einen UV-Filter, alleine schon um eben geschützt zu sein)

So, genug des blablas ;-)
 
Habe jetzt nicht sämtliche Seiten durchgelesen, man möge also entschuldigen wenn ich irgendwelche wichtigen Aspekte außer acht lasse ;-)

Ich finde den Schritt von Amazon sehr richtig. Viele meinen "das ist ja ein großes Unternehmen, die juckt das garnicht" ohne zu realisieren, daß da die ganzen Vorgänge nur hochskaliert sind. Großes Unternehmen mit vielen Kunden ist (vielleicht etwas durchmischter und daher werden extreme Zurückschicker besser abgepuffert) direkt zu vergleichen mit einem kleinen selbst produzierenden Betrieb mit wenigen Kunden.

Und da kenne ich mehrere die den Onlinehandel wieder aufgeben mussten, oder die dadurch gar komplett ruiniert wurden (Reißleine zu spät gezogen). Und wie ist das geschehen? Am schlimmsten ist es wenn ein Geschäft auch noch Rabatt anbietet oder 0€ Versandkosten. Da gibt es dann Käufer die nicht mehr genau nachdenken ob sie es wollen, die sich nicht mehr im Internet informieren oder beim Verkäufer nachfragen, die kaufen einfach mal.
Dann kommts an, man stellt fest es gefällt doch nicht so sehr, oder man hat ja doch kein Taschengeld bekommen und kann es sich nicht leisten.
Dann wirds zurückgeschickt, keine Reue, entsteht ja kein Schaden.

Entsteht nicht? ..... gehen wir mal von einem handgemachten Einzelstück aus. Egal was es ist.

In unserem Beispiel kostet das Material 30€. Es wurden 6 Stunden in Überlegung, Ausarbeitung und Internetangebot schreiben versenkt. Das Produkt wird für 50€ Angeboten.
Regulär würden nun 4€ für versicherten Versand abgehen. Sind wir bei einem Gewinn von 16 Euro.

Jetzt will der Kunde zurückschicken:

Abgesehn von der Möglichkeit, daß es beschädigt wird, oder, daß ein Saison-Artikel zb im Weihnachtsgeschäft erst wieder in einem Jahr angeboten werden kann gibt es u.a. noch folgende Fälle:

Fall 1:
Er der Kunde ist wenigstens so geschickt sich zu melden und ein Rücksendeformular anzufordern. So kann der Verkäufer steuern wie verschickt wird, im Idealfall also wieder versichert für 4€. In einem späteren Verkauf kann der Gewinn aus diesem Produkt also nur noch maximal 12 € betragen.

Fall 2:
Der Kunde schickt es unfrei zurück das kostet 15€, der Verkäufer hat also keine Möglichkeit mehr in einem späteren Verkauf einen Gewinn mit dem Produkt von mehr als 1€ zu machen.

Fall 3: Der Kunde schickt es unversichert zurück und es geht verloren. In dem Falle sind 34€ sinnlos verbrannt, man muss hoffen sie durch weitere Verkäufe auszugleichen.


Und wenn irgendwelche Kombinationen davon mehrmals pro Woche passieren - Mahlzeit.



Die Vorstellung, daß Leute einfach weil sie es für Ihr Recht halten mehrere Produkte liefern lassen von denen sie planen 4/5 wieder zurückgehen zu lassen macht mich wütend und zeigt mir, daß ein Teil der heutigen Gesellschaft komplett verlernt hat zu sehen wie Produkte entstehen.
Wer näher in Entwicklung oder Produktion involviert ist wird sich wohl kaum so ein Verhalten angewöhnen.

Das sind auch meist die Leute die sofort aufbrausen wenn sie ihr eigenes Recht auch nur im Geringsten angekratzt sehen.
Und der Vergleich mit der Kleidung die ja auch schon von mehreren Leuten anprobiert wurde hinkt nach meiner Ansicht, denn Kleidung sollte man wenn sie neu ist sowieso im Idealfall mehrmals waschen um einen Großteil der ursprünglichen Chemikalien zu entfernen. Danach sollte sie auch wieder hygienisch rein sein.
Wenn ich mir aber eine Kamera kaufe (mir vor ein paar Jahren bei einem ca. 1400€ Modell passiert) die offenbar mal zurückgegeben wurde und auf der Objektivlinse mittig Fingerabdrücke hat, dann ist das kein annehmbarer Zustand. Wenn ich den entferne ist das neue Produkt so beansprucht worden wie es bei mir nach Monaten oder noch länger nicht würde (meine Objektive bekommen im Normalfall von Anfang an einen UV-Filter, alleine schon um eben geschützt zu sein)

So, genug des blablas ;-)



Ein wirklich guter Beitrag! Sehr interessant und zeigt jetzt auch mal die Seiten, welche manche Menschen leider nicht befreien..
 
Ich halte es für wahrscheinlich, dass Amazon da erst einmal eine Reißleine gezogen hat, weil denen die Kosten aus dem Ruder laufen. An einer Beibehaltung der eingeführten Regel dürfte Amazon allerdings auch nicht dauerhaft interessiert sein, da neben der rechtlich heiklen Frage der Sperrung gekaufter Kindle ebooks jeder ausgeschlossene Kunde ja keine Möglichkeit mehr hat, von seinem (ich drücke es mal drastisch aus) asozialen Kauf- und Rücksendeverhalten Abstand zu nehmen und sich in die Menge der "normal" agierenden Kunden - und damit auch Umsatzbringer - einzugliedern.
Den Umsatz und den daraus erwachsenden Gewinn wird Amazon aber sicherlich wieder mitnehmen wollen. Ich rechne daher damit, dass Amazon die Retouren mit einer Gebühr belegen wird, die so angelegt ist, dass exzessives Rücksenden zu einer abschreckenden Belastung für den Kunden wird und nicht für Amazon. Das könnte eine Rücksende- oder Bearbeitungsgebühr sein, die pro retourniertem Artikel erhoben wird, was besonders bei denen greift, die z.B. mehrere ähnliche Artikel bestellen und 4/5 davon oder gar alle zurücksenden.
Was bleiben wird ist die Tatsache, dass dann auch die Menschen diese Gebühr bezahlen müssen, die aufgrund ihres Kaufverhaltens zu keiner Zeit Kandidat für eine Kontensperrung gewesen sind. Und das alles wieder nur, weil einige Leute völlig ohne Rücksicht, Maß und Anstand gegebene Zustände ausnutzen. Die Mehrheit wird - wie so oft - mit einigen wenigen Idioten in Sippenhaft genommen.
 
Klar ein Elektronisches Gerät sollte wirklich komplett Neu sein und nicht schon ein paar Stunden oder in Falle einer Kamera vielleicht schon hunderte bis tausende Auslösungen aufweisen. Da kann man ruhig Pingelig sein, jedoch ist genau hier der Hund begraben in der heutigen Zeit wo die Techblogs aus den Boden sprießen wie Unkraut und zwar auf der einen Seite für uns als Kunden gute Arbeit leisten und die Produkte vorher testen, mit Unpack Videos, Reviews etc etc. Genau die Blogs müssen klein Anfangen und nutzen dabei schamlos einen Service wie Amazon hin hat aus. Sie Bestellen 3-4 Smartphones, testen die auf Herz und Nieren, berichten für uns darüber und dann schicken sie es wieder zurück.

Bis Blogs eine solche Menge an Klicks generieren das die Hersteller selbst auf sie Aufmerksam werden dauert es lange und dann erhalten sie die Produkte auch direkt vom Hersteller so das sie darüber berichten können. Genau hier kommt nun die Kehrseite, denn bis das passiert schaden sie den Onlinehändlern und unter Umständen auch uns als Kunden. Da wir eben nicht mehr Neuware erhalten bzw. das wäre ja nicht so schlimm wenn diese so gekennzeichnet wäre und dann auch billiger ist.

Hier möchte ich mal eine Lanze für diese sogenannten Techblogs brechen. Ich schaue bei mehreren dieser Blogs nahezu täglich rein. Soweit mir bekannt werden diese Test-Produkte i.d.R. bereits gekauft bevor sie in Deutschland überhaupt auf den Markt kommen. Jeder möchte natürlich möglichst der Erste sein und so werden die Geräte meist in Ländern bestellt wo sie bereits früher verfügbar sind oder auf Elektronik-Messen getestet bzw. von diesen mitgebracht. Nicht selten werden die Geräte dann auch per Gewinnspiel veräußert, was eine Rücksendung ebenfalls ausschließt. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel. Dass die Betreiber dieser Blogs die Geräte von den Herstellern kostenlos bekommen, habe ich bisher selten gelesen.
 
Wenn ich das anhand der Testberichte entscheiden kann – klar!
Aber wenn mir die Testberichte nicht den entscheidenenden Ausschlag in eine Richtung liefern und ich mir die Fototasche kaufe, die mich die nächsten 10, 15 Jahre begleiten soll, finde ich es vollkommen vertretbar mir zwei Modelle anzuschauen. (Wobei das Fototaschen-Beispiel in dem Fall vielleicht nicht so interessant gewählt ist, weil der Händler eine Fototasche wie eine Hose nach dem Anprobieren einfach ohne Verlust verkaufen kann...)

Solange "unterm Strich" alle profitieren kann ich einfach nichts verwerfliches daran erkennen.

Wie hier schon mehrfach erwähnt ist das "ohne Verlust verkaufen" nur die eine Seite der Medaille. Die Kommissionierung, die Packerei, die Retourenbearbeitung, 2 x Versandkosten, 1 x Verpackungsmaterial..... all das muss bezahlt werden. Das alles dann ohne Verlust? Ich denke mal bei den meisten Artikeln unter 50,- € ist das bereits ein Minusgeschäft, auch wenn das Teil wieder für den vollen Preis verkauft wird.
 
In unserem Beispiel kostet das Material 30€. Es wurden 6 Stunden in Überlegung, Ausarbeitung und Internetangebot schreiben versenkt. Das Produkt wird für 50€ Angeboten.
Regulär würden nun 4€ für versicherten Versand abgehen. Sind wir bei einem Gewinn von 16 Euro.

Ich finde es bezeichnend, dass dein fiktiver Handwerker unter 3€ Stundenlohn kriegt. Wer so kalkuliert hat natürlich auch Schwierigkeiten profitablen Onlinehandel zu betreiben.
Amazon kriegt das besser hin. Denen ist klar, dass viele Kunden gerade wegen der kulanten Rückgabepolitik gerne dort bestellen. Deshalb bieten sie das Doppelte der gesetzlich vorgegebenen Rückgabefristen an (dass Amazon im letzten Quartal keine riesigen Gewinne eingefahren hat, liegt an großen Investitionen, nicht daran dass ihre Onlinehandel-Sparte nicht äußerst profitabel ist.)

Es ist also eine Mischkalkulation, die unterm Strich profitabel für Amazon ist. Die Kunden, die nicht mehr profitabel sind, werden jetzt einfach gesperrt. Ich bin nicht gesperrt, deshalb kann ich davon ausgehen, dass es für Amazon profitablel ist, wenn ich Bücher, DVDs, CDs, Ebooks und Geräte bei ihnen einkaufe, mir aber halt auch mal 3 Fototaschen zur Ansicht bestelle.
 
Wie hier schon mehrfach erwähnt ist das "ohne Verlust verkaufen" nur die eine Seite der Medaille. Die Kommissionierung, die Packerei, die Retourenbearbeitung, 2 x Versandkosten, 1 x Verpackungsmaterial..... all das muss bezahlt werden. Das alles dann ohne Verlust? Ich denke mal bei den meisten Artikeln unter 50,- € ist das bereits ein Minusgeschäft, auch wenn das Teil wieder für den vollen Preis verkauft wird.

Vielleicht, vielleicht auch nicht. Wir kennen die Verträge, die Amazon mit DHL hat, nicht.
Aber selbst wenn Amazon Verlust damit macht, werden sie mit den anderen Bestellungen, die der Kunde tätigt, dann an dem Kunden unter'm Strich doch wieder verdienen. Und die Kunden, die nicht mehr profitabel sind, werden jetzt einfach gesperrt.