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Ausprobiert: AirTags - taggen nicht tracken

Michael Reimann

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Michael Reimann
Die Airtags von Apple sind kleine runde Devices, die euch die Suche nach verlorenen Gegenständen erleichtern. Freundin, Freund oder Hund damit zu überwachen, ist keine Option.

Neu ist das "Wo ist" Netzwerk von Apple wahrlich nicht. Schon viele Jahre kann man dort seine Devices lokalisieren. Das war bisher auch kein Problem, denn die meisten der Geräte haben eine Sendefunktion und können ihre Postion entweder mittels GPS- oder WLAN-Ortung feststellen. Verliert man beispielsweise sein iPhone, kann man es mühelos in der Wo-ist-App oder auf der iCloud-Webseite wiederfinden.

Natürlich nur, wenn der Akku noch Ladung hat und ein Netzwerk in der Nähe ist. Aber immerhin lassen sich die Geräte in der Regel auf diese Weise orten.

Mit den AirTags kommt nun die Möglichkeit hinzu, beliebige Gegenstände bzw. deren Position in die App zu verfrachten. Auf kurze Distanz kann das iPhone (mit U1-Chip) die Postion des "getaggten" Gegenstandes direkt anzeigen. Wer also öfter mal das Schlüsselbund in der Wohnung "versaubeutelt", hat mittels AirTags eine nicht unerhebliche Chance, es wiederzufinden.
AirTags - taggen nicht tracken


Auch der Rucksack mit der Fotoausrüstung findet sich leicht wieder an, wenn er mal wieder "auf dem falschen Flieger" sein sollte (Anspielung auf eine Werbung aus den 1990er Jahren!) Denn mittels der aktivierbaren "Verloren" Option. Kann das AirTag aktiv gefunden werden. Dazu reicht es, wenn ein beliebiges iPhone in die Nähe des AirTags kommt. Dieses nimmt dann verschlüsselt und anonym Kontakt mit dem "Wo-Ist-Netzwerk" auf. Und gibt die Position an den Besitzer weiter.



Sollte der besagte Rucksack zum Beispiel von jemandem gefunden werden, der kein iPhone besitzt, kann das AirTag per NFC ausgelesen werden. Es verhält sich in diesem Fall wie ein URL-Push und leitet auf eine verschlüsselte Webseite weiter, die mögliche Kontaktinformationen des legitimen Besitzers anzeigt. So kann Kontakt aufgenommen werden.
Datenschutz gewährleistet


In diesem Fall verhält sich ein AirTag wie ein normaler Kofferanhänger auf dem ggf. auch eine Telefonnummer und/oder eine Adresse vermerkt ist. Ein aktives Tracking ist mit den AirTags also nicht möglich. Eine konstante Standortübermittlung per AirTag funktioniert nicht. Auch als Diebstahlschutz ist ein AirTag nur minder geeignet.

Dennoch haben die AirTags ihre Berechtigung. Gerade für kleine aber wichtige Gegenstände kann es hilfreich sein, diese in der näheren Umgebung zu lokalisieren. Auch für Dinge wie Koffer, Rucksäcke und Geldbörsen kann es hilfreich sein, diese zu taggen.
Nicht zur Überwachung geeignet


Wer Hund, Katze, Freund, Freundin, Ehemann oder Ehefrau überwachen will, wird keine Freude an den kleinen runden Geräten haben. Apple verhindert ungewolltes Verfolgen von Personen. Ein fremdes AirTag, das eine Zeitlang (ob bewusst oder unbewusst) mitgeführtwird, wird am iPhone oder iPad angezeigt und es kann ein Ton abgespielt werden, um es zu finden. Also keine Chance jemandem das AirTag einfach "unterzujubeln". Auch wenn die "getrackte" Person kein iDevice besitzt ist ein Tracking nur schwer möglich. Ein AirTag, das sich entfernt von seinem Besitzer befindet (außer Reichweite sozusagen) und sich bewegt wird ebenfalls einen Ton abspielen.

Der vermeintlich Getrackte kann durch einfaches Entfernen der Batterie, das AirTag deaktivieren. Aus diesem Grund eignen sich die Geräte auch nicht als Diebstahlschutz.


Technische Details


Die AirTags wiegen 11 Gramm, haben einen Durchmesser von 31,9 mm und sind 8 mm dick. Die Oberseite kann bei der Bestellung kostenlos graviert werden. Als Stromversorgung dient eine CR2032 Knopfzelle, die vom Benutzer gewechselt werden kann. Die Batterie (deren Zustand in der Wo-ist-App angezeigt wird) soll laut Apple länger als ein Jahr halten. Auch vor Wind und Wetter müssen die AirTags bzw. deren Besitzer keine Sorge haben. Sie besitzen eine IP67 Zertifizierung. Also maximal 30 Minuten in 1m tiefem Wasser.





Die Ortung im Nahbereich funktioniert mit iPhones ab Generation 11 und es wird mindestens iOS 14.5 vorausgesetzt. Ältere Geräte, die den U1-Chip nicht beinhalten, aber dennoch iOS 14.5 bekommen, können die AirTags immerhin noch auf einer Karte anzeigen. Für verlorene Gegenstände also immer noch geeignet.
Fazit


Die AirTags sind genau das, was ihr Name sagt. Sie sind eine digitale Version eines Kofferlabels. Durch die nahtlose Integration ins "Wo ist" Netzwerk von Apple und die enorme Verbreitung von iPhones und iPads ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass man seine Gegenstände wiederfinden kann. Durch die Möglichkeit als digitale Namensschilder auch für nicht iPhones zu fungieren erhöht sich die Chance noch mehr, sein Eigentum wiederzuerlangen.



Außerdem ist der Ansatz von Apple lobenswert, auf Batterien zu setzen. Diese können bequem gewechselt werden. Außerdem ist die verwendete Batterie (CR2032) fast überall leicht zu bekommen. Durch die lange Laufzeit (wird mit über einem Jahr angegeben) erzeugt der Konzern keine riesigen Mengen Elektroschrott. AirTags können lange verwendet werden.

Wer Haustiere, Autos oder gar Familienmitglieder tracken will, ist bei den AirTags falsch.
Im vierer Pack günstiger - kostenlose Gravur


Kaufen kann man sie im 1er oder etwas günstiger im 4er Pack. Ein AirTag kostet in Deutschland 35 Euro und das Viererpack 119 Euro. Wer plant mehr als zwei der kleinen "Smarties" zu nutzen, spart im Viererpack pro AirTag ca. 5 Euro. Auf Wunsch kann man kostenlos bis zu vier Buchstaben oder zwei Emojis (aus einer Auswahl) auf die weiße Seite gravieren lassen. So werden die jeweiligen Tags etwas persönlicher.

Nachteile gibt es aber auch: Ohne einen Halter sind die AirTags nicht wirklich nützlich. Man kann sie aufgrund ihrer Bauform nicht ohne weiteres zum Beispiel am Schlüsselbund befestigen. Damit AirTags auf die AppleID registriert werden können muss das betreffende Gerät mindestens iOS 14.5 haben. Um im "Wo ist" Netzwerk gefunden zu werden brauchen die iDevices nicht unbedingt iOS 14.5. Für die Ortung im Nahbereich ist ein iPhone mit U1-Chip erforderlich. Das gilt für iPhones ab Generation 11.

Bei Apple: https://www.apple.com/de/airtag/

Bei Amazon: https://amzn.to/3sRXIEx

Unser kleines Ausprobiert-Video zu den AirTags:


Und unser AirTalk mit euren Fragen an uns:


Den Artikel im Magazin lesen.
 
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dtp

Biesterfelder Renette
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Wer Hund, Katze, Freund, Freundin, Ehemann oder Ehefrau überwachen will, wird keine Freude an den kleinen runden Geräten haben. Apple verhindert ungewolltes Verfolgen von Personen. Ein fremdes AirTag, das eine Zeitlang (ob bewusst oder unbewusst) mitgeführtwird, wird am iPhone oder iPad angezeigt und es kann ein Ton abgespielt werden, um es zu finden. Also keine Chance jemandem das AirTag einfach "unterzujubeln". Auch wenn die "getrackte" Person kein iDevice besitzt ist ein Tracking nur schwer möglich. Ein AirTag, das sich entfernt von seinem Besitzer befindet (außer Reichweite sozusagen) und sich bewegt wird ebenfalls einen Ton abspielen.
Es ist ja nun schon häufig hier geschrieben worden, dass die AirTags

1. einen Ton erst dann abspielen, wenn sie über einen Zeitraum von mindesetns drei Tagen nicht mit dem verknüpften iPhone verbunden waren und danach bewegt werden,

2. erst dann eine Nachricht an ein fremdes iPhone absenden, wenn sie sich zusammen mit diesem bewegen und sich das fremde iPhone anschließend an einem im fremden iPhone hinterlegten Ort befindet.

Diese beiden Aspekte ermöglichen aus meiner Sicht durchaus ein Stalking, insbesondere wenn die beobachtete Person kein iPhone besitzt. Dann besteht zudem die Gefahr, dass man sehr einfach die Wohnung der beobachteten Person herausbekommen kann. Ich finde das schon ein Stück weit gefährlich. Natürlich muss der Stalker vor Ablauf der drei Tage wieder an sein AirTag kommen, um nicht aufzufliegen. Aber das kann dann in besonders ungünstigen Situationen auch schon mal zu spät sein.

Ich würde fast wetten, dass Apple dieses Zeitfenster noch deutlich verkürzen muss. Es sei denn, es gibt noch andere Sicherheitsmechanismen für Nicht-iPhone-Nutzer.

Sollte Apple das Zeitfenster verkürzen, z.B. auf sechs oder 12 Stunden, dann sollten sie auch überlegen, die Apple Watch als zusätzlich verknüpfbares Gerät vorzusehen. So gibt es sicherlich den einen oder anderen (mich eingeschlossen), der mal längere Zeit nur mit der Watch und einem AirTag unterwegs ist. Da wäre es dann sehr nervig, wenn das Ding nach Ablauf des Zeitfensters jedes Mal anfangen würde zu piepen.
 
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produzor

Wohlschmecker aus Vierlanden
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Zum Stalking/Tracking gibt es kleinere GPS-Sender, dafür einen AirTag kaufen ist doch eher unwahrscheinlich. Oder dämlich...
Ich seh tatsächlich den größten Nutzen als Koffer-Anhänger, das erhöht doch deutlich die Chancen, sein Lost Baggage wieder zu finden. Und für Leute, die andauernd ihren Schlüsselbund verlegen.
 

dtp

Biesterfelder Renette
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...ist doch eher unwahrscheinlich. Oder dämlich...
Das Probelm ist: Stalker sind dämlich. Und ihnen ist meistens auch vollkommen egal, ob sie auffliegen.

Vorteil des Drei-Tage-Fensters ist aber andererseits auch die Möglichkeit, eine entwendete Sache über diesen Zeitraum unentdeckt lokalisieren zu können. Also zumindest, wenn der Dieb kein iPhone besitzt. Ansonsten könnte das AirTag natürlich deutlich früher entdeckt werden (siehe mein obiger Punkt 2).

Ich bin auf jeden Fall schon sehr gespannt auf die Dinger und freue mich, sie am Freitag im Apple Store abholen zu dürfen.
 

Michael Reimann

Geschäftsführung
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Ja sicher, es wird immer irgendein Szenario geben, bei dem Tracking möglich ist. Woher Du die Infos mit den drei Tagen hast, würde mich am interessieren? In den offiziellen Dokumenten steht immer nur sehr vage "Over time". Das kann alles bedeuten. Auf einem Screenshot steht "AirTag detected near you - first Seen with you at 8:50 am" - Das iPhone zeigt als Zeit 9:41 Uhr. Das klingt nicht nach drei Tagen.

Bildschirmfoto 2021-04-28 um 18.07.49.png

Eine Gefahr sehe ich darin nicht.

Richtig geil sind diese Curve Dinger von Vodafone. Da kann man bis aufs Echtzeit-Tracking alles machen. Aber AirTags sind - glaube ich - nicht gut zum Tracken geeignet.
 

dtp

Biesterfelder Renette
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Vielleicht solltest du mal mehr hier im Forum lesen. ;)

Klick!

Die drei Tage beziehen sich auf den Zeitraum, nachdem das AirTag an zu piepen fängt, wenn es sich

1. bewegt und
2. über diesen Zeitraum nicht mehr mit dem verknüpfen iPhone verbunden war.

Es könnte auch sein, dass es nicht mehr piept, wenn es zuvor eine Meldung auf einem anderen iPhone erzeugt hat. Da bin ich mir nach wie vor nicht ganz sicher.
 
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McMartin_de

Martini
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Haben die AirTags eigentlich auch eine „Anti-Liegenlass-Funktion“? Also gibt es eine Möglichkei, einen Hinweis auf dem iPhone zu bekommen, wenn man sich aus der Bluetooth-Reichweite des getaggten Gegenstands bewegt, weil man gerade dabei ist, diesen irgendwo liegenzulassen?

So eine Funktion gibt es, soweit ich weiß, bei anderen Bluetooth-Tags.
 

Joh1

Pfirsichroter Sommerapfel
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Gut John Gruber weiß wie immer mehr.
Komisch nur, dass Apple nun gar nicht mehr auf die Zeit referenziert. Bleibt abzuwarten, wie es wirklich ist. Ich werde das Tag mal Kerstin in die Tasche stecken. ;)
Das musst du dann aber machen wenn du im Urlaub bist.
wenn ich das richtig verstehe kann man ja eine Person mit der man zb zusammen wohnt ganz einfach so ein Airtag unterjubeln. Da dieser sich ja immer mal wieder mit meinem iPhone verbindet wenn beide Personen zuhause sind 🤔
 
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Wertungen: Michael Reimann

MFK

Antonowka
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Da gibt es hoffentlich einen Hack der den Lautsprecher und die Benachrichtigung auf dem fremden iPhone ausschaltet. Die Curve Dinger haben den Nachteil, dass der Akku nur maximal 7 Tage hält. Aber vielleicht kann man das so in das Auto einbauen, dass es geladen wird. Außerdem kann man GPS Tracker jammen was professionelle Autodiebe machen. Die Kosten der SIM Karte wären mir egal.
 

McMartin_de

Martini
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Ich versuche immer noch zu ergründen, wie die ganze Nummer mit dem Verloren-Modus und der Kommunikation zwischen den beteiligten Geräten abläuft. So stell ich mir das vor:

Normalzustand ist ja, dass sich ein AirTag in Reichweite des Besitzer-Phones befindet und in diesem Zustand auch nur mit diesem kommuniziert, also noch keine "öffentlichen" Rufe sendet.

Verliert man das Tag im Wald und ist außer Reichweite, müsste das Tag dies bemerken und erst dann anfangen, "öffentliche" Signale an alle potentiell erreichbaren iOS-Geräte zu senden, wie ein Leuchtfeuer. Das müsste sein, weil ja nicht jedes iOS-Gerät aktiv nach Tags sucht, sondern ja nur lauscht, ob eins sendet. Und es ist sinnvoll, dass es erst dann von allein "um Hilfe ruft", wenn es keinen Kontakt mehr zum Besitzer hat.

Der Besitzer stellt den Verlust fest und markiert das Tag in "wo ist" als verloren. Dies ist jedoch nur im Netzwerk bekannt, das Tag selbst kann diesen Zustand ja nicht übermittelt bekommen, liegt es doch allein im Wald.

Ein vorbeikommendes, fremdes Gerät empfängt das Signal und prüft, ob das Gerät im Netz als verloren gemeldet ist. Wenn das der Fall ist, wird der Besitzer informiert bzw. der Standort ins "wo ist" übermittelt. Die Frage ist hier, was passiert mit den Hilferufen des Tag, wenn der Besitzer den Verlust noch nicht bemerkt und das Tag noch nicht als verloren gemeldet hat? Sinnvollerweise müsste das Netz trotzdem die Position festhalten, denn das Tag ist ja offenbar vom Besitzer getrennt, würde es doch sonst keine Signale senden.

Frage: was ist, wenn Besitzer-iPhone und Tag absichtlich getrennt werden? Nach obigem Verfahren würde der Tag auch dann anfangen, um Hilfe zu rufen und damit möglicherweise ständige, unnötige Abgleiche fremder iOS-Geräte forcieren, die prüfen, ob eine Verlustmeldung vorliegt.

Fragen über Fragen...
 

mainzer999

Pomme d'or
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Frage: was ist, wenn Besitzer-iPhone und Tag absichtlich getrennt werden? Nach obigem Verfahren würde der Tag auch dann anfangen, um Hilfe zu rufen und damit möglicherweise ständige, unnötige Abgleiche fremder iOS-Geräte forcieren, die prüfen, ob eine Verlustmeldung vorliegt.

Fragen über Fragen...
Wurde hier in anderen Threads schon zig mal beantwortet.

Wenn du eine AirTag z.B. zuhause liegen hast und in Urlaub fährst wird ja dein iPhone nicht mehr in der Nähe des Airtags sein. Und was passiert dann? Nichts. Erst wenn der AirTag bewegt wird meldet er sich.
 

El Cord

Martini
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Kann man eigentlich einstellen, dass man eine Mitteilung bekommt, wenn man sich zu weit entfernt?

Edit: Oh, wurde schon gefragt.

Fände ich sehr nützlich.
 
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McMartin_de

Martini
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Wenn du eine AirTag z.B. zuhause liegen hast und in Urlaub fährst wird ja dein iPhone nicht mehr in der Nähe des Airtags sein. Und was passiert dann? Nichts. Erst wenn der AirTag bewegt wird meldet er sich.
Wäre aber ungünstig, wenn sich ein verlorener AirTag erst meldet, wenn er bewegt wird.
Das nützt herzlich wenig, wenn er irgendwo im Gebüsch liegt.

Letztlich würde das bedeuten, dass man einen verlorenen Tag nur orten kann, wenn jemand anderes ihn findet und bewegt. Das wäre ziemlich unsinnig.

Allerdings wäre dann der Signalton hilfreich, der dann ertönt, wenn der AirTag 3 Tage lang unbewegt im Gebüsch liegt und gefunden werden will. Dann würde er aber auch piepen, wenn er drei Tage unbewegt allein zuhause liegt. Dazu habe ich schon gelesen, dass er erst piept, wenn er bewegt wird, aber das würde dann ja überhaupt keinen Sinn mehr ergeben, dann wäre das Piepen ja nur eine Stalkingwarnung.
Es ist ja nun schon häufig hier geschrieben worden, dass die AirTags

1. einen Ton erst dann abspielen, wenn sie über einen Zeitraum von mindesetns drei Tagen nicht mit dem verknüpften iPhone verbunden waren und danach bewegt werden,
Ich halte es für eine falsche Vermutung, dass die nach drei Tagen erst piepen, wenn sie bewegt werden, auch wenn dies hier inzwischen zum Konsens geworden zu sein scheint.

Der AirTag wurde primär entwickelt, um verlorene Gegenstände wiederzufinden. Dazu ist es sinnvoll, dass er zu piepen anfängt, wenn er z. B. drei Tage unentdeckt und unbewegt im Gebüsch liegt, damit Passanten auf ihn aufmerksam werden. Dass dabei auch Stalking aufgedeckt werden kann, ist ein willkommener Nebeneffekt. Würde er nur piepen, wenn er bewegt wird, wäre das ja quasi ausschließlich eine Stalkingwarnung..

Die Überlegungen, dass die Dinger nicht piepen sollen, wenn sie im Urlaub allein zuhause liegen, ist irreführend, weil Apple dieses Szenario gar nicht berücksichtigt. Die Funktionsweise ist auf die Benutzung der Dinger ausgelegt, nicht auf die NICHTbenutzung. Wer sie länger als drei Tage nicht benutzen will, muss sie halt aus „wo ist“ abmelden, dann bleiben sie ruhig und lassen sich auch nicht orten.

Für die kurzzeitige Nichtbenuzung hat Apple als Puffer die zunächst mal drei Tage Verzögerung eingebaut, damit man z. B. mal ohne iPhone aber mit Schlüssel joggen gehen oder einen Tag am Strand verbringen kann.

Ich vermute allerdings, dass das Tag in dieser Zeit bereits Hilferufe per Funk sendet, die dann allerdings von zufällig empfangenden, fremden iPhones verworfen werden, weil im Netz keine Verlustmeldung hinterlegt ist.

Ziemlich fragwürdig im Sinne der eigentlichen Primärfunktion wäre es jedenfalls, wenn ein verlorenes Tag grundsätzlich erst um Hilfe ruft, wenn es jemand findet und bewegt - egal ob akustisch oder per Funk.
 
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Tokyo Rose
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Hi,
kann man den Tag auch mit mehreren Gräten finden?
Also kann meine Frau und ich den Tag sehen in der "Wo ist?.app?
 

Michael Reimann

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Hi,
kann man den Tag auch mit mehreren Gräten finden?
Also kann meine Frau und ich den Tag sehen in der "Wo ist?.app?
Der AirTag ist an die AppleID gebunden also kann auf allen Geräten angezeigt werden, die mit dieser ID verbunden sind. Allerdings weiß ich nicht wie es sich mit der Familienfreigabe verhält.
 

Mitglied 105235

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Ich halte es für eine falsche Vermutung, dass die nach drei Tagen erst piepen, wenn sie bewegt werden, auch wenn dies hier inzwischen zum Konsens geworden zu sein scheint.
Die 3 Tage sind nur eine Vermutung von diversen Portalen. Das er erst piept wenn er keine Verbindung zu seinen Besitzer mehr hat und bewegt wird kommt von Apple.

Apple schrieb:
AirTag ist, erstmals in der Branche, zusätzlich mit einer Reihe von proaktiven Funktionen ausgestattet, die unerwünschtes Tracking verhindern. Die vom AirTag gesendeten Bluetoothsignalkennungen wechseln häufig, um eine unerwünschte Standortverfolgung zu verhindern. iOS Geräte können auch einen AirTag erkennen, die nicht in der Nähe des:r Besitzers:in ist und diejenige Person benachrichtigen, der ein unbekannter AirTag über einen längeren Zeitraum folgt. Selbst wenn Nutzer:innen kein iOS Gerät besitzen, wird ein AirTag, der für längere Zeit von seinem:r Besitzer:in getrennt ist, bei Bewegung einen Ton abspielen, um kenntlich gemacht zu werden. Entdeckt man einen unbekannten AirTag, kann man ihn mit dem iPhone oder NFC-fähigen Gerät berühren und erhält Anweisungen, wie man den unbekannten AirTag deaktivieren kann.
Quelle


Die Überlegungen, dass die Dinger nicht piepen sollen, wenn sie im Urlaub allein zuhause liegen, ist irreführend, weil Apple dieses Szenario gar nicht berücksichtigt. Die Funktionsweise ist auf die Benutzung der Dinger ausgelegt, nicht auf die NICHTbenutzung.
Heißt Apple geht davon aus dass die AirTag Nutzer ihr Fahrrad immer in den Urlaub mitnehmen… und auch das ein Gepäckstück immer in Alltag der Nutzer mit sich führt…

Wer sie länger als drei Tage nicht benutzen will, muss sie halt aus „wo ist“ abmelden, dann bleiben sie ruhig und lassen sich auch nicht orten.
Wer alles andere als Apple Like und mein 4er Pack würde sofort wieder an Apple zurückgehen und ich hoffe das es Millionen von anderen Käufer mur dann gleich tun würden. So einen Mist können Sie nämlich behalten.
 

McMartin_de

Martini
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Die 3 Tage sind nur eine Vermutung von diversen Portalen. Das er erst piept wenn er keine Verbindung zu seinen Besitzer mehr hat und bewegt wird kommt von Apple.
Ok, das sehe und verstehe ich. Allerdings geht es in dem zitierten Abschnitt ausschließlich um das Thema Stalkingvermeidung, wo dieses Verhalten dann natürlich sinnvoll ist.
Gibt es irgendwo auch Angaben von Apple, die das Verhalten erläutern, wenn das AirTag drei Tage unentdeckt und unbewegt im Gebüsch liegt? Sinnvoll wäre es allemal, wenn es auch dann piepen würde, um Passanten aufmerksam zu machen, denn dann haben ja drei Tage Funk-Hilferufe wohl nichts gebracht, also wird es akustisch.
Heißt Apple geht davon aus dass die AirTag Nutzer ihr Fahrrad immer in den Urlaub mitnehmen… und auch das ein Gepäckstück immer in Alltag der Nutzer mit sich führt…
Nein, das heißt, dass Apple davon ausgeht, dass man länger nicht verwendete AirTags abschaltet, auf welchem Weg auch immer, vermutlich durch Herausnahme aus „wo ist“. Ein AirTag, der außerhalb der Reichweite des, bzw. eines Eigentümergerätes ist, sendet sofort dauerhaft seinen „separated“-Status in die Welt, Wenn Dein Fahrrad also außerhalb der Bluethooth-Reichweite im Keller oder Garage steht, ruft es ständig per Funk um Hilfe und fremde, zufällig in Reichweite befindliche iPhones fragen den Status des rufenden Tags auf, verwerfen diesen jedoch, solange Du das Tag nicht im Netz als verloren markierst.

Wie bei so vielen elektronischen Geräten sollte man auch die Tags also bei längerer Nichtbenutzung deaktivieren, schon um die Batterie zu schonen, die dürfte nämlich im Separated-Modus deutlich schneller leer sein, als im Connected-Modus, wenn das Tag ausschließlich mit Deinem eigenen Device in Verbindung steht.

Macht es denn überhaupt Sinn, einen Koffer, den man drei bis vier mal im Jahr braucht, mit einem eigenen, ständig aktiven AirTag zu versehen und ihn die meiste Zeit des Jahres mit einem aktiven Tag einzulagern? Nimm denselben Tag fürs Rad und den Koffer, sparste Geld und Nerven ;)
 
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The_Unknown

Cox Orange
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Kann man eigentlich einstellen, dass man eine Mitteilung bekommt, wenn man sich zu weit entfernt?

Edit: Oh, wurde schon gefragt.

Fände ich sehr nützlich.
Die Frage hatte ich auch. da inzwischen keine Antworten kamen, kann man wohl davon ausgehen, dass es aktuell ein solches Feature nicht gibt. Sehr schade, gerade, wenn man sein Portmonee zu Hause vergisst, wäre es schön, gewarnt zu werden, wenn man sich gerade entfernt und nicht erst, wenn man schon am Ziel-Ort angekommen ist und dann dadurch wieder zurückfahren muss.

Weiß man eigentlich schon etwas über mögliche Firmware-Updates der AirTags? Ist so etwas angedacht? Wie ich Apple kenne, wird es sicherlich möglich sein, wenn sich ein Tag in der Nähe eines iPhones befindet. In so einem Fall könnte man die Funktion ja nachträglich hinzufügen. Eventuell ist dafür sogar nicht einmal eine Software-Änderung des Tags nötig, sondern man könnte es einfach in iOS erweitern, sodass man eine Push-Nachricht bekommt, wenn man den Bluetooth-Radius verlässt.