Das hört sich ja schön und gut an. Nur: wer finanziert das? Um so eine Grundsicherung einzuführen, müßte sich die ganze Gesellschaft um 180° drehen. Das fängt einmal damit an, daß ein Anreiz da ist, über das Grundeinkommen hinaus zu arbeiten. Was wohl die wenigsten haben werden, wenn Vater Staat zwei Drittel gleich davon wieder abzieht.
Eine Familie mit zwei Kindern? Jeder bekommt seine 1000 Euro, die Kinder vielleicht etwas weniger? Da würden wohl noch die wenigsten einer sozialversicherungspflichtigen Arbeit nachgehen.
Woher kommt also das Geld, wenn der Anzreiz fehlt zu arbeiten und die anderen mitzuversorgen? Sicher, ein Teil der Bevölkerung wird sich trotzdem nicht vom Arbeiten abhalten lassen, anders ginge es auch gar nicht. Erinnert mich aber ein bisserl an die APPD mit ihrer Sicheren Beschäftigungszone, der Asozialen Parasitenzone und den Gewalterlebnisparks.
Verstehe mich nicht falsch. Ich bin ebenso dafür, daß jeder sozial Bedürftiger, der entweder nicht in der Lage ist zu arbeiten (Invaldität, Alter, Pflegebedürftig, Alleinerziehende Mutter), oder keine Arbeit findet, das im Monat bekommt, um würdevoll sein Dasein zu fristen - um es mal so auszudrücken.
Das Verlangen einer solchen Rente auf Lebenszeit, wir man diese "Grundsicherung" auch nennen könnte, fußt auf unserem kaputten Sozialsystem - und das wiederum ist nur ein Symptom des Zinssystems, das uns in nicht all zu ferner Zukunft einholen wird. Und das ist keine Galskugelguckerei, sondern Mathematik.
ja diese fragen - vor allem nach der finanzierung - kommen in diesem zusammenhang natürlich immer auf.aber schauen wir doch mal auf die heutige situation :
jahr für jahr pumpen wird milliarden in ein völlig marodes und nicht mehr zeitgemäßes sozialsystem.schon im jahr eins nach hartz IV stand fest,dass dieses system weitaus teurer werden würde als zunächst angedacht.und trotzdem hält man immer noch daran fest.
und wir pumpen weiter in dieses system.
ich gebe dir recht wenn du sagst,die wenigsten würden dann noch arbeiten gehen.aus heutiger sicht.denn ist es nicht so,dass man heute nahezu bereit ist jeden job zu machen,nur um sich den lebenserhalt zu sichern? was ist aber,wenn dein leben im grunde abgesichert ist - und du nicht arbeiten gehst um geld u verdienen,sondern um zu arbeiten? die ist ein teil der vorstellung des "grundeinkommen". du hast die wahl.die wahl arbeiten zu gehen oder es nicht zu tuen.die hast du heute nicht.somit erlangst du ein wesentliches stück freiheit.
die freiheit,auch den job zu bestreiten,den du magst.den du immer machen wolltest.denn du musst nicht mehr diesen oder jenen job machen um geld zu verdienen.
okay ,die finanzierung stellt ein anderes problem dar.dies ginge natürlich nur mit einer kompletten umstruckturierung des kompletten systems.oder einer umverteilung.wenn du dir anschaust,wie die gelder im augenblick zum empfänger fließen,wirst du feststellen das es entscheidende stationen gibt,die schlicht überflüssig sind.
hinzu müsste man das steuersystem komplett umkrempeln.g.w.werner spricht in diesem zusammenhand von einer "verbrauchersteuer" - das was du verbrauchst wird versteuert.und mehr darüber hinaus nicht.wer weniger verbraucht,zahlt ergo weniger steuern.wer mehr verbraucht dementsprechend mehr.
diese idee mit den gedanken der APPD ("Wir wollen geheizte Bürgersteige,damit wir auch im winter draußen saufen können") zu vergleichen finde ich da schön ziemlich armseelig*g*.
hier geht es ja um ein konkretes sozialmodell,nicht ersponnen im suff,sondern durchaus erdacht und erarbeitet. g.w.werner hat seit den frühern achtziger jahren an diesem konzept gearbeitet,teilweise mit führenden wissenschaftlern und finanzies.
das problem ist ,dass wir un seine zunehmende armut in deutschland leisten.was wir uns jedoch nicht leisten können.den arbeit ist schon heute keine pflicht mehr - arbeit ist ein privilleg.
ein privilleg in dessen genuss nur noch die wenigsten kommen.
was ist aber wenn alle die gleichen grundvorausstezungen - die gleiche chance haben?
wie gesagt,ich finde zumindestens den ansatz den götz w.werner da ins spiel bringt nicht ganz verkehrt.und damit sollte man sich mal beschäftigen,nicht mit der finanzier-oder umsetzbarkeit.
wie sagte er so schön :"machen sie sich um die politker keine sorgen - die sind wie segelschiffe und richten sich immer nach der richtung aus,von der der wind bläst".
