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US-Wahlen – Donald Trump

Welche Wirkung das Handeln der USA auf die Welt haben kann sollte jedem bewusst sein
Was USAID in den letzten Jahrzehnten geleistet hat, ist leider viel zu wenig bekannt. Das geht zu oft unter.

Vermutlich sind auch die USNS Mercy und Comfort (teilweise) betroffen. die 2 US Lazarettschiffe(1000betten, davon fast 100 intensiv, 12 OP Säle,... pro Schiff) , die zb beim Seebeben 2004 (wo es rund 200.000 Tote gab), nach Hurrican Katarina, zur unterstützung der US Krankenhäuser während Covid,... eingesetzt wurden, und mehrmals im Jahr zu Humanitären Missionen unterwegs sind. Der großteil des Personals (1000 Pers. Medizinisches Personal) wurde auch aus dem Topf bezahlt bzw Unterstützt.

 
Dass darüber wenig bekannt ist, überrascht kaum, schließlich richtet sich die öffentliche Aufmerksamkeit meist auf Themen, die ins eigene Weltbild passen. Jahrzehntelang wurde die Rolle der USA als „Weltpolizei“ kritisiert, während andere Aspekte weitgehend unbeachtet blieben. Nun plötzlich rückt genau das in den Fokus, ein Wandel in der Wahrnehmung, wie er nicht selten zu beobachten ist.
 
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Man sollte auf die bekannte Art des Whataboutism nicht weiter bzw. nicht mehr eingehen.
Welche Wirkung das Handeln der USA auf die Welt haben kann sollte jedem bewusst sein.

DAS ist doch der eigentliche Zynismus daran: Wir zeigen mit dem Finger auf das Handeln von Amerika, um von unseren eigenen Verfehlungen abzulenken.

Nur wenn man weder faktisch, noch moralisch "besser" handelt - woraus leitet man dann dieses Recht zur Kritik ab?

Für mich gibt es an der Stelle ehrlich gesagt gar kein besser oder schlechter: An der Stelle kotzen mich die EU und EU-Länder ebenso an wie die USA. Nur: Den Hof vor der eigenen Türe könnte man zumindest selber kehren.

In diesem Thread gehts aber nicht um europäische Migrationspolitik sondern um die USA und Trump.

Dass es dort Zusammenhänge gibt, willst du aber nicht ausschließen, oder? Und daher kannst du es auch nicht aus einer Diskussion ausschließen. Es gibt keine globalen Probleme (z.B. Flüchtlingsströme), die einig in der Verantwortung einzelner Länder und/oder Regionen liegen.
 
DAS ist doch der eigentliche Zynismus daran: Wir zeigen mit dem Finger auf das Handeln von Amerika, um von unseren eigenen Verfehlungen abzulenken.

Nur wenn man weder faktisch, noch moralisch "besser" handelt - woraus leitet man dann dieses Recht zur Kritik ab?

Für mich gibt es an der Stelle ehrlich gesagt gar kein besser oder schlechter: An der Stelle kotzen mich die EU und EU-Länder ebenso an wie die USA. Nur: Den Hof vor der eigenen Türe könnte man zumindest selber kehren.



Dass es dort Zusammenhänge gibt, willst du aber nicht ausschließen, oder? Und daher kannst du es auch nicht aus einer Diskussion ausschließen. Es gibt keine globalen Probleme (z.B. Flüchtlingsströme), die einig in der Verantwortung einzelner Länder und/oder Regionen liegen.
Es geht hier um die USA und deren Chef. Auf den Rest gehe ich nicht ein. Mach doch dafür einen EU Thread auf und erleuchte die Nutzer dort.
 
Ich finde, Politik sollte generell verboten werden. :innocent:
 
Vielleicht den Friedensnobelpreis für die nächsten Jahre aussetzen?
 
Digitalsteuer jetzt 🙂

Kanada ist bei dem Thema ja eingeknickt, zum Dank erhöht Trump die Zölle auch für die 😂
 
Du hast Recht: Der Blick auf jene Maßnahmen ist eigentlich ein reiner Whatsaboutismus, (...)
Oder anders: Warum wird nicht zunächst mal über (...) gesprochen (...)
Merkst du was?

Für mich gibt es an der Stelle ehrlich gesagt gar kein besser oder schlechter
Für mich schon. Wir haben
  • Keine vermummten und unidentifizierbaren Gesetzeshüter, die Festnahmen vornehmen
  • Keine Abschiebungen ohne Gerichtsverfahren
  • Keine Abschiebungen in Konzentrationslager in Drittländern
  • Keine Abschiebungen in Hochsicherheitsgefängnisse in Drittländern
  • Keine Verweigerung von Einreisen mit gültigem Visum
  • Keine monatelange Inhaftierung ohne Anklage oder Prozess bei verweigerter Einreise
  • Keine Gesinnungskontrolle an unseren Grenzen durch Überprüfung von Mobiltelefonen und Computern
  • ...
Es ist für mich nicht nachvollziehbar, wie man - durchaus diskussionswürdige - politische Entwicklungen in Deutschland/EU in einen Topf mit dem, was in der USA passiert werfen kann.
 
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Meinungen zum Deal zwischen Trumph und der EU?

Weiß nicht was ich davon halten soll.
 
Dieser Kommentar bei der tagesschau beleuchtet eigentlich beide Seiten ganz gut:

Ich persönlich finde mich eher auf der Pro-Seite, weil ich befürchte, dass eine monatelange Konfrontation mit Zöllen und Strafzöllen etc für deutlich mehr Chaos gesorgt hätte und das Ergebnis hinterher vermutlich auch nicht sonderlich anders gewesen wäre.
Der Kontra-Kommentar ist für mich an einer zentralen Stelle sachlich falsch, wenn er behauptet, dass "Mit Donald Trump hat sich am Schluss nicht der Stärkere durchgesetzt, sondern der Unverschämtere, der besser gepokert und glaubhafter gedroht hat."
Trump ist hier mit Abstand in der stärkeren Position. Wir sind viel mehr von Amerika abhängig als die USA von uns. Insbesondere nachdem die USA mit diversen anderen Ländern vergleichbare Deals geschlossen haben.
Man hätte Trump mit einer Koalition aller Länder denen er Strafzölle aufdrücken wollte unter Druck setzen können, wenn alle gesagt hätten, dass sie als Gegenreaktion dann untereinander die Zölle senken und dann eben den Handel außerhalb der USA stärken. Aber das ist natürlich ein unrealistisches Szenario.
Trump ist im Grunde hier der Schutzgelderpresser, der seine Position der Stärke ausnutzt um kurzfristig Geld zu erpressen.
Langfristig interessiert ihn das gar nicht, weil er dann kein Präsident mehr sein kann, bzw wird er es medial ausschlachten nach dem Motto "wenn ich noch Präsident wäre, wäre alles anders", aber natürlich werden Investoren zusehen sich weniger von den USA abhängig zu machen, die EU ebenso und langfristig wird das vermutlich nicht zum Vorteil der USA sein.

Aber aktuell sehe ich die 15% als Kompromiss. Und wie das mit Kompromissen so ist, ist niemand so richtig zufrieden.
Ich gehe aber auch davon aus, dass im Hinterkopf von Frau von der Leyen auch sowas war wie "lasst uns den kurzfristigen Schaden vermeiden und in 3,5 Jahren, wenn hoffentlich ein vernünftigerer Mensch Präsident ist, können wir da nochmal neu verhandeln und möglicherweise den alten Zustand wieder herstellen."

Meine Position ist allerdings auch diejenige eines Menschen, der höchstens latent indirekt betroffen ist und den das finanziell nicht in irgendwelche Bedrängnis stürzen wird.
Leute die in Berufen arbeiten, die direkt noch getroffen sind (Stahl, Aluminium-Branche), sehen das mit Sicherheit anders.
 
Bin auf die gekaufte Energie gespannt… Keine Ahnung, ob wir hier wirklich einen Wechsel weg von fossiler Energie wollen…

Und Trump wird das so verkaufen: Es wird alles 15% günstiger als ursprünglich geplant - das hab ich doch toll hinbekommen.
 
Merz hat Flinten Uschi unter Druck gesetzt schnelle Ergebnisse zu liefern und sie ist vor Donald eingeknickt.
Nur zur Erinnerung, dieser "Deal" ist kein Vertrag, Donald kann jeder Zeit wieder wieder höhere Zölle auflegen.

Für die EU Bürger, ist es ein schlechter Deal.
Alleine 250 Milliarden jedes Jahr für Energie Lieferungen, da kann die EU doch überhaupt nichts zusagen, diese Energien müssen ja von den einzelnen Staaten gekauft werden.
Die Investitions Zusagen ähnlich, da sagt die EU im Namen der europäischen Firmen etwas zu, was sie als EU überhaupt nicht kann. Oder will die EU AUDI jetzt zwingen in den bekloppten USA ein Werk zu bauen?
Die Zukunft ist doch, sich von den USA unabhängiger zu machen, so faschistisch wie die sich entwikeln.
 
Bin auf die gekaufte Energie gespannt…
Halte ich einfach für großen Quatsch.
Das sind zum einen Forderungen die Trump gar nicht machen kann, weil er gar nicht für die produzierende Industrie spricht.
Zum anderen sind das Zugeständnisse, die die EU gar nicht machen kann, weil ja mit Sicherheit nicht die EU selbst die Energie kauft, sondern private Unternehmen investieren müssten.

Ich sehe das so wie die Versprechungen von Apple da hunderte Milliarden Dollar in den USA zu investieren.
Ein Großteil des Geldes war eh geplant und der Rest wird sich leider etwas verzögern, aber wir sind uns ganz sicher, dass wir das machen, ganz bestimmt. Dauert noch ein paar Monate aber wir sind dab.. oh Donald ist nicht mehr Präsident, hatten wir irgendwas versprochen?

Keiner hält das nach ob da wirklich Energie für soviel Geld geflossen ist (in einem Kommentar hab ich auch gelesen, dass die USA das möglicherweise gar nicht bereit stellen könnten). Es geht Trump nur darum zurückzukommen, mit dem Deal zu prahlen und irgendwas zu erzählen.
Er hat ja gedroht die Zölle wieder zu erhöhen, wenn das nicht erfüllt wird... die Drohung ist vollkommen egal, denn er kann auch morgen die Zölle wieder erhöhen, wenn ihm was anderes nicht gefällt, selbst wenn die EU das Zeug kauft.
Das ist das Ding, wo er sich selbst ins Bein schießt. Drohungen ziehen halt nur, wenn die Person zuverlässig auch das macht, wenn sie es zusagt.
Wenn du deinem Kind sagst "ich nehm dir das Handy weg, wenn du nicht um 10 im Bett liegst" und es liegt um 10 im Bett und du nimmst ihm trotzdem das Handy weg, weil es sich nicht die Zähne geputzt hat... wenn du dann das nächste mal drohst, hat das Kind die Haltung "ist ja egal ob ich um 10 im Bett liege oder nicht, mein Handy ist eh weg, dann kann ich auch auf bleiben".
Und so ist es mit Trump auch: Ob die EU jetzt diese Forderungen erfüllt oder nicht, hat keinerlei Einfluss darauf ob er die Zölle in 2 Jahren wieder erhöht oder nicht. Er macht das auch, wenn er morgens schlechte Laune hat. Insofern kann von der Leyen da ruhig irgendwas versprechen. Spielt überhaupt keine Rolle.
 
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Russland und China werden aufmerksam verfolgt haben, wie erpressbar die EU ist. Der Deal ist nur dann gut, wenn wir die richtigen Schlüsse daraus ziehen und massiv in unsere Eigenständigkeit investieren.
 
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Russland und China werden aufmerksam verfolgt haben, wie erpressbar die EU ist. Der Deal ist nur dann gut, wenn wird die richtigen Schlüsse daraus ziehen und massiv in unsere Eigenständigkeit zu investieren.
Genau. Es ist mal wieder sehr deutlich geworden sich unabhängiger zu machen. Und vielleicht mal sich anschauen was die Kanadier so machen. Könnte Ideen geben.
Oder will die EU AUDI jetzt zwingen in den bekloppten USA ein Werk zu bauen?
Das wollen die garnicht könnte aber schiefgehen. Denn mich stört bei diesem „Deal“ ein Aspekt, nämlich der das us-amerikanische Autobauer gar keine Zölle zahlen müssen. Das könnte vielleicht dazu führen das ein europäisches Unternehmen in die USA umzieht und dann zollfrei in die EU exportiert. Damit sichert man sich das USA-Geschäft. Ich kann nicht verstehen wie man so etwas zugelassen hat.
 
Leider wird der Deal aber auch dazu führen, dass in Deutschland nicht mehr investiert wird. Wer in Amerika Dinge verkaufen will, wird ja nicht den Fehler machen in Deutschland eine Fabrik zu bauen oder zu modernisieren. Dann doch besser in den USA und man hat in beide Richtungen 0% Zoll.

Wir alle haben einen Hebel in der Hand. Man muss ja keine amerikanischen Produkte kaufen…Lasst uns von den Kanadiern lernen!
 
Leider wird der Deal aber auch dazu führen, dass in Deutschland nicht mehr investiert wird. Wer in Amerika Dinge verkaufen will, wird ja nicht den Fehler machen in Deutschland eine Fabrik zu bauen oder zu modernisieren. Dann doch besser in den USA und man hat in beide Richtungen 0% Zoll.

... und jetzt die ergänzenden Fragen:
  • Hast du auch ein stabiles, verlässliches poltisches Umfeld?
  • Hast du auch ausreichend qualifizierte Mitarbeiter verfügbar?
  • Gibt es andere Faktoren, die reine Steuervorteile negieren (z.B. höhere Logistikkosten)?
  • Wie viel kostet dich der Bau neuer Anlagen in den USA?
  • Entstehen durch eine Verlagerung eventuell Kosten, die das ganze auf lange Zeit unwirtschaftlich machen (z.B. wegen Abfindungen an Mitarbeitende, Abbau- und Rekultivierungsmaßnahmen, ...)?
Ich will nur mal den Denkanstoß geben, dass Investitionsentscheidungen von deutlich mehr Faktoren abhängig sind, als nur von Zöllen.

Man sieht es ja an den Berechnung zu Apple: Selbst mit kolportierten Zöllen wäre eine Produktion im Ausland immer noch günstiger, als die Verlegung der Produktion in die USA, weil u.a. der Faktor Arbeit deutlich mehr kosten würde, als der Effekt aus Zöllen.

Und oben sind noch nicht mal so Dinge wie mögliche Auswirkungen auf den Ruf des Unternehmens etc. genannt.

Ganz so einfach ("wird dazu führen, dass ...") ist es dann halt nicht. Und schon gar nicht so monokausal.
 
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Mich regt es wirklich auf, dass bei dieser ganzen Zoll-Diskussion eigentlich niemand (Politiker, Medien) darauf hinweist, dass die USA zwar ein Defizit beim Warenhandel mit der EU haben, aber im Gegenzug mit (IT-)Dienstleistungen nahezu genauso viel Plus machen.

Donald hat einfach die Abhängigkeit der EU von den USA (wirtschaftlich, IT/Cloud-mäßig, aber auch z.B. militärisch) ausgenutzt. Aber wahrscheinlich war dieser Deal das kleinste Übel aus Sicht der EU. Deutlich schlimmer wäre wohl ein langer Handelskrieg oder ein Austritt der USA aus der Nato oder ähnliches geworden.
 
Das Beispiel Apple ist ja absurd. Die lassen in Billiglohnländern produzieren. Kunststück, dass sich das auch noch bei hohen Zöllen rechnet.

Bei uns kann man aber nicht billig produzieren. Im Gegenteil. Und kommen dann noch Zölle hinzu, werden die Produkte unverkäuflich.

Man muss in den letzen Wochen ja unter einem Stein gelebt haben, um nicht mitzubekommen, welche Gewinnwarnungen unsere Autobauer rausgehauen haben. Alle in Zusammenhang mit der Zollbelastung.

Intel hat das auch schon erkannt und wird seine Fabrik in D NICHT bauen.

„Wer jetzt in Deutschland investiert, ist der Dumme“: