• Das kreative Thema des Monats Oktober wird vor allem diejenigen unter Euch besonders ansprechen, denen Do-it-yourself quasi im Blut liegt. Zeigt uns Eure Improvisationskünste oder fotografiert, was andere Leute sich so im Alltag zusammengestrickt haben. --> Zum Mitmachen bitte hier klicken

Zum Zitat, bitte

Paul auf die Frage, ob die Beatles noch einmal zusammen auftreten würden:
"Nicht, solange John tot ist"
 
»Die Unsterblichkeit ist das einzige, was keinen Aufschub verträgt.«

Karl Kraus
 
"Der Tod ist ein Seitensprung, mehr nicht. Du schläfst ein und wachst auf, nur in einem anderen Bett".
Ludwig Hirsch
 
Zuletzt bearbeitet:
"Wenn man den Sex und die materiellen Schwierigkeiten hinter sich hat, beginnen die wahren Probleme." (Henry Miller)
 
Trotz

Ich geh zu deinem Grabe nicht
Ich steh an deinem Grabe nicht
Ich knie vor deinem Grabe nicht
Ich flieh von deinem Grabe nicht -

Du kommst ja auch nicht
zu meinem
Am Ende liegt jeder
in seinem.

Robert Gernhardt
 
Grabschrift

Eines alten bösen weibes.

EIn schädlich baslisck / in grimmig tieger-thier /
Ein weib / das wie ein hund zum beißen trug begier /
Und in dem leben hat gleich einer sau gerochen /
Die ist in dieses loch nur allzu spät gekrochen.

Aus Marian Szyrocki (Hg.): Lyrik des Barock. Hamburg 1971, S. 111
 
"Jedem in der Stadt ist klar,
dass er als Kind schon scheisse war.
Folgerichtig stehen wir hier,
und schneuzen uns in Klopapier.
Sein Tod, er hat uns kurz entsetzt,
nun fragen wir: Warum erst jetzt?"

Jürgen v.d. Lippe, 6 Zeilen für ein stadtbekanntes Arxxxloch
 
O.T. (Entschuldigung das muß jetzt sein!)
Ich finde dieses Zitat von RTL Star Herrn Lippe entsetzlich.
 
Ich bitte um Entschuldigung, falls das Zitat irgendwelche zarten Gefühle verletzt hat. Dieses stammt aus den 90er Jahren, Herrn v.d. Lippe kenne ich nun jetzt eigentlich aus dem Programm der öffentlich-rechtlichen Sender, über seinen Humor kann man nun geteilter Meinung sein, aber dass er größtenteils auf RTL zu sehen ist, ist mir neu. Das mag daran liegen dass ich seit ca. 10 Jahren kein Fernsehprogramm mehr sehe.

Also: mea culpa für diesen "schwarzen Humor" der offensichtlich schlecht ankommt. Ich rate dringend zu Sicherheitsabstand.

Nebenbei ist meiner persönlichen Meinung nach "entsetzlich" ziemlich viel auf der Welt. Wenig davon hat mit den geistigen Ergüssen eines Fernsehclowns zu tun.
 
Ich vestehe, was Du neinst. Ich habe auch seit 34 Jahren keinen TV mehr. Und deshalb musste ich nach dem Herrn im Google suchen. Dort sah ich was von "RTL".
Es ist schon klar, daß es nur ein Zitat ist, ich habe auch nichts dagegen alles was man will zu zitieren oder zu sagen. Ich wollte nur meine Abneigung gegen solche Aussagen zum Ausdruck bringen. Ich trau mich hier gar nicht niederzuschreiben, was ich an dieser Aussage absolut niederträchtig, verletzend und gefährlich, finde. So was ist ja auch recht schwer in einem Forum.
 
Bitte gerne per PN schreiben, das interessiert mich nämlich!

Besten Gruß!

Und jetzt weiter mit den Zitaten...
 
»...der Mensch entsteht aus Morast, und watet eine Weile im Morast, und macht Morast, und gährt wieder zusammen in Morast, bis er zuletzt an den Schuhsohlen seines Urenkels unfläthig anklebt. Das ist das Ende vom Lied - der morastige Zirkel der menschlichen Bestimmung...(...)«

Friedrich Schiller: Die Räuber. (Franz in Kap. 5, 4. Akt)
 
Und deshalb musste ich nach dem Herrn im Google suchen. Dort sah ich was von "RTL".
Ich frag mich halt - auch wenn ich damit noch mehr ins off topicke - warum man etwas über den Autor wissen muß, um das Zitat zu beurteilen.
Oder war da kein Zusammenhang und du wolltest einfach nur wissen, wer das ist, der sowas sagt?
Mit RTL bringe ich Jürgen von der lippe nun wirklich nicht in Verbindung, er ist ein ziemlich guter Unterhalter, Liedermacher, hat im öffentlich-rechtlichen Fernsehen auch eine wunderschöne Sendung, in der er Literatur vorstellt. Er mag nicht jedermanns Geschmack treffen, aber ich finde das Oben-Zitierte wunderschön. Ich hätte nichts dagegen, wenn das jemand auf meiner Beerdigung vorträgt.
Keine Ahnung, was daran "gefährlich" sein soll.
 
»Jedenfalls können wir beide deutsch: da ist doch die Grundlage für ein tiefes Mißverständnis schon mal gelegt.«

Fritz Eycken
 
so isses. das hat auch schon der österreichiche schriftsteller karl kraus erkannt (den du ja auch schon zitiert hast):

"Das Einzige, was uns unterscheidet, ist die gemeinsame Sprache"
 
»Wenn einer spricht, müssen die anderen zuhören. Das ist Deine Gelegenheit!
Mißbrauche sie.«

Kurt Tucholsky: »Ratschläge für einen guten Redner«, aus: Sprache ist eine Waffe, Hamburg 1990, S. 136.
 
"Das Labermaximum ist erreicht" - einer meiner Deutschlehrer
 
"Potium amicum, quam dictum perdendi." Quintilian

(Lieber einen Freund verlieren als eine Pointe auszusparen)
 
»Dionysos,
bis an die
Halskrause voll,
Spione Pardon
aufs Gewand
des Apoll.«

Heinrich von Gyldenfeldt: Verse von der Brechstange, Hamburg 2007, S. 109