Auch eine Lösung: 160 Mac minis im Rack

Dieses Thema im Forum "Magazin" wurde erstellt von Michael Reimann, 10.12.12.

  1. Michael Reimann

    Michael Reimann Redakteur AT Administration

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    Nach dem Apple ja seine XServe-Serie eingestellt hat, wird es schwierig für Data-Center, weiterhin entsprechende Server-Racks zu betreiben. Noch problematischer wird die Skalierung (also Erweiterung) derselben. Denn wenn es keinen Nachschub an Geräten mehr gibt, ist jede weitere Investition sinnlos. Viele Systembetreiber haben lange nach einer Lösung dieses Dilemmas gesucht. Es scheint so, als gebe es nun eine, wie 9to5mac berichtet.

    mac-mini.jpg Das Blog verlinkt eine Webseite, auf der ein Cluster aus 160 Mac minis zu sehen ist. Die Geräte werden in einem Standard 19 Zoll-Schrank betrieben. Dabei galt es ein paar Probleme zu lösen, die auf den ersten Blick sehr simpel erscheinen. Wie kann man jeweils vier Mac minis in einer Rack-Schublade mit einer Höheneinheit (HE) verbauen, so dass sie einerseits mit Strom versorgt werden können, andererseits ihre Abwärme so abgeführt werden kann, dass sie nicht die anderen Geräte in der Nähe aufheizt?

    Beides wurde dadurch gelöst, dass man eine spezielle Schublade und ein 1 zu 4 Y-Kabel pro "Etage" hergestellt hat. So lassen sich die vier Macs mit Strom aus einer Steckdose versorgen und gleichzeitig sind sie durch die herausziehbare Schublade gut erreichbar. Die Abluft wird mit großen Ventilatoren an der Front abgeführt.

    Der Vorteil dieser Eigenbau-Variante liegt auf der Hand. Sie kann jederzeit um weitere Geräte ergänzt werden. Dennoch hat das Konzept auch ein paar Schwachstellen. Der Mac mini ist eigentlich nicht als Hochleistungsserver konzipiert. Es handelt sich bei dem Gerät um einen Desktop-PC. Auch wenn er als Stand-Alone-Server von Apple verkauft wird, sind in ihm keine Server-tauglichen Bauteile verwendet worden. Es kann also immer mal passieren, dass einer der Macs im Rack "die Grätsche" macht. Es ist auch nicht ausgeschlossen, dass Apple in Zukunft "mal wieder" die Form des kleinsten Macs ändert. Dann müsste man neue Rackschubladen einbauen.

    Es ist übrigens keine neue Idee, Supercomputer aus Konsumergeräten zu bauen. Einige Unis haben 2006 in Erwägung gezogen, einen Superrechner aus Playstation 3 Modellen zu konstruieren. Die ursprüngliche Konsole ließ die Installation eines Linux-Betriebssystems zu, so dass man damit vernetzt arbeiten konnte. Leider wurde dieses Unterfangen von Hersteller vereitelt, weil mit einem späteren Firmwareupdate die Linux-Fähigkeit der Konsole eingestellt wurde.
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 15.03.14
    #1
  2. Baya

    Baya Weigelts Zinszahler (Rotfranch)

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    Und jetzt meine Frage: Vorteil von Mac mini Server gegenüber Linux Server?
    Ich meine gibt es was, was man nur mit Mac's realisieren kann?
    Oder warum gehen dann nicht einfach normale Linux Server?
    #2
  3. wurst

    wurst Erdapfel

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    Aber ist es denn nicht viel teurer, als sich einzelne Prozessoren zu kaufen?
    #3
  4. svaeni

    svaeni Rhode Island Greening

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    Aber mit 160 Linux Servern bekommt man keinen Artikel bei Apfeltalk ;)
    #4
  5. mausbaer

    mausbaer Goldparmäne

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    Klar kannst Du natürlich 160 einzele Prozessoren kaufen, in ein Rack legen und betrachten. Nur passiert da nichts. :)
    #5
  6. winwin-win

    winwin-win Doppelter Prinzenapfel

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    Ist einfach schade, dass Apple sich dazu entschlossen hat XServe einzustellen...
    #6
  7. Mac 2.2

    Mac 2.2 Aargauer Weinapfel

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    Vorteil: Mehrere Rechner -> geringeres Risiko für einen Komplett-Ausfall.
    Nachteile: Unnötige Platzverschwendung + alle zu einem kleinen Cluster zusammenzuschließen kostet auch noch mal Geld (mehr Kabel, etc.) + OS X Server ist zumindest ab Lion eigentlich ein Witz, daher fährt man besser mit einem Linux-Server (kostenlose Software + System frisst weniger Ressourcen).

    Ein "Prestige-Projekt" eben:) - mehr aber auch nicht…
    #7
  8. Loooki

    Loooki Friedberger Bohnapfel

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  9. Loooki

    Loooki Friedberger Bohnapfel

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    Un den Mac Mini als Server zu bezeichnen ist armselig genug, den dann aber ernsthaft in einem Rechenzentrum und in ein Rack zus tecken ist nicht nur Zeitverwendung sondern die steigerung von armselig.

    Und obendrein, da läuft kein Debian drauf also kann es gar keine Art Server sein.
    #9
  10. BastiHan

    BastiHan Becks Apfel (Emstaler Champagner)

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    Es gibt auch produktive hochverfügbare Server ohne Dein tolles Debian ...
    #10
  11. obermuh

    obermuh Welscher Taubenapfel

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    Die Idee ist nicht neu, wenn auch sauberer gelöst als hier:
    [​IMG]
    ;)
    #11
  12. forenwalter

    forenwalter Hildesheimer Goldrenette

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    Um das ganze zu Kühlen ist auch nicht unbedingt so einfach, bei einem richtigen Rack Einschub werden die Komponenten mit einer guten Durch- und quer Lüftung optimal gekühlt, aber wenn jetzt diese Teile innerhalb vom Rack noch mal in einem Gehäuse sind ist das nicht so optimal. ;)
    #12
  13. F0X1786

    F0X1786 Welscher Taubenapfel

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    Ich denke schon, dass die Minis Sinn machen, von Mac OS X Server mal abgesehen. Pro HE sind es 32 Logische Prozessorkerne bei den Mac minis. Allein zwei Server Prozessoren die auf die 32 Kerne pro HE kommen, würden bereits 2.600,- € kosten. Dazu kommt noch ein Mainboard und und und...

    Preis/Leistungsmäßig wird sich das nicht viel von einem normalen Serverrack unterscheiden.

    Insgesamt sind in dem Mac mini Rack 1280 Logische Prozessorkerne verbaut. Damit kann man schon etwas anstellen.
    #13
  14. bitbyte

    bitbyte Starking

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    Ein weiterer interessanter Ansatz ist auch die Software bei solchen Systemen. Je besser man mit solchen Clusterlösungen umgehen kann, je besser könnte man später auch einzelne Rechner nutzen die über das Internet angebunden werden. (abgesehen von evtl. Sicherheitsbedenken durch Manipulation)
    #14
  15. ottomane

    ottomane Hildesheimer Goldrenette

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    Ein konventionelles Serversystem mit VMs wäre erheblich intelligenter. Es ergibt keinen Sinn, jeden Prozessor auf ein eigenes Board, jedes Board mit eigener Platte und eigener Grafik, jede dieser überflüssigen Kombinationen in eigenem Gehäuse laufen zu lassen. VMs skalieren dazu deutlich besser.

    Im Hinblick auf Stromverbrauch, Kühleffizienz, Wartung und Performance dürfte diese Lösung allenfalls als Scherz durchgehen. Was bitte will man in einem HighPerformance-System mit 2,5"-Platten?

    Und wozu braucht man zig unkoordiniert laufende OS X-Instanzen?

    PS: Ich habe gerade mal die Originalsite gelesen. Der Mann braucht zum Testen von Software einzelne Rechner. Was er genau damit anstellt und für wen, will er nicht verraten. Nur, dass er jeden Mac zu 100% CPU-Last treibt. Vermutlich arbeitet er bei Adobe und testet Flash.
    #15
  16. bitbyte

    bitbyte Starking

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    Es ging nicht darum, was inwieweit Sinn macht, sondern dass es einfach keine passende Hardware gibt.

    Außerdem sind Vms nicht in jeglicher Hinsicht unproblematisch und der Weisheit letzter Schluss.
    #16
  17. RedCloud

    RedCloud Erdapfel

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    Erinnert mich an diese Dinger: Klick ;)
    #17
  18. Tissi

    Tissi Goldparmäne

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  19. Ronald011

    Ronald011 Goldparmäne

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    Lieber ein Herforder;)
    #19

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