Apple unterstützt in Harlem den Musikunterricht: An der Wadley Secondary School lernen Schüler:innen mit gespendeter Technik, Beats zu bauen und Songs zu produzieren. Tim Cook schaute vorbei und sprach über Bildung, KI, Datenschutz und Fertigung in den USA.
Good Morning America hat ihn begleitet und interviewt. Das Interview findet ihr im Video unten.
Musikförderung in Harlem
Im Klassenzimmer in Harlem entsteht Musik mit Apple-Geräten, die über die Partnerschaft des Unternehmens mit der Organisation Save the Music bereitgestellt wurden. Schüler:innen berichten, dass ihnen die Tools helfen, kreative Blockaden zu überwinden. Ziel ist, im kommenden Jahr 25.000 Kinder mit Musikbildung zu erreichen. Beim Besuch fiel auch der Blick zurück: Zum 50. Jubiläum nannte Cook prägende Produktmomente wie das Neu-Denken von Musik und Smartphone, kreative Werkzeuge für Grafik und Design sowie Funktionen der Apple Watch, die Leben retten können.
KI, Nutzung und Datenschutz
Cook sieht Künstliche Intelligenz als tiefgreifend und potenziell positiv. Technologie sei weder gut noch schlecht, sondern liege in den Händen der Benutzer:innen und Erfinder:innen. Gleichzeitig warnte er davor, Geräte zu viel zu nutzen. Niemand solle länger auf das Smartphone schauen als in die Augen eines Gegenübers. Endloses Scrollen sei kein guter Tagesplan, Zeit in der Natur dagegen schon. Beim Thema Datenschutz bekräftigte Cook: Privatsphäre ist ein Menschenrecht. Apple verarbeite so viel wie möglich direkt auf dem Gerät. Dort seien Daten verschlüsselt, selbst Apple habe keinen Zugriff. Können Anfragen nicht lokal beantwortet werden, greife Private Cloud Compute. Das sei sinnbildlich ein großes Gerät „in der Cloud“ mit ähnlicher Sicherheitsarchitektur wie ein iPhone.
Produktion und Politik in den USA
Cook stellte eine Investitionssumme von 600 Milliarden in den USA über die nächsten vier Jahre in Aussicht. Bis Ende dieses Jahres sollen Front- und Rückglas von iPhones aus Kentucky kommen. Das System auf einem Chip (Apple Silicon) will Apple in diesem Jahr über 100 Millionen Mal in Arizona fertigen. Zudem plant das Unternehmen, in den USA mehr als 20 Milliarden Halbleiter herzustellen. Diese Komponenten sind nicht nur für in den USA verkaufte iPhones bestimmt, sondern für Geräte weltweit. Auf den Vorwurf, Apple sei der aktuellen Regierung zu nah, entgegnete Cook, er suche den Austausch zu Sachfragen, nicht zur Parteipolitik. Er sei kein politischer Mensch, sondern fokussiere sich auf Politikgestaltung und schätze, dass Präsident und Administration dafür ansprechbar seien. Gerüchte über einen baldigen Rücktritt wies er zurück. Er liebe seine Arbeit, sei seit 28 Jahren bei Apple und könne sich ein Leben ohne das Unternehmen kaum vorstellen. Für Euch bleibt die Beobachtung: Cooks Besuch drehte sich um konkrete Bildungsarbeit im Klassenzimmer – und um klare Aussagen zu verantwortungsvoller Technologie, Datenschutz und Produktion.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenTitelbild: Screenshot
