Apple hat vor knapp einem Jahr eine Klage gegen den YouTuber Jon Prosser und Michael Ramacciotti wegen angeblichen Diebstahls von Geschäftsgeheimnissen eingereicht. Nun liegt Porssers formelle Antwort auf die Vorwürfe vor, die Einblicke in seine Sicht auf den Fall rund um vorab veröffentlichte Informationen zu „iOS 19“ gibt – dem Update, das später als iOS 26 vorgestellt wurde.
Apple wirft Prosser und Ramacciotti vor, sich Zugang zu vertraulichen Informationen über eine frühe Version von „iOS 19“ verschafft zu haben. Nach Angaben des Unternehmens soll das Duo gemeinsam in das Entwicklungs-iPhone des früheren Apple-Softwareingenieurs Ethan Lipnik eingebrochen sein, um Details zu dem damals noch nicht veröffentlichten System zu erlangen und daraus Profit zu schlagen.
Prosser betreibt den YouTube-Kanal Front Page Tech, Ramacciotti war laut Klageschrift ein Bekannter von ihm. Im vergangenen Jahr veröffentlichte Prosser dort Videos mit geleakten Informationen zu „iOS 19“, Monate bevor Apple das Update auf der WWDC 2025 offiziell angekündigt hat.
Später erhielt Apple eine anonyme E-Mail, in der behauptet wurde, die in den Videos gezeigten Informationen stammten von Lipniks Entwicklungs-iPhone. Daraufhin leitete Apple interne Untersuchungen ein, entließ Lipnik und reichte schließlich Klage gegen Prosser und Ramacciotti ein.
Laut einem von MacRumors eingesehenen Gerichtsdokument hat Prosser nun offiziell auf die Klage reagiert. Er räumt ein, an einem FaceTime-Videoanruf mit Ramacciotti teilgenommen zu haben. Während dieses Gesprächs seien ihm bestimmte Funktionen und Apps von „iOS 19“ auf dem Entwicklungs-iPhone gezeigt worden.
Prosser bestreitet jedoch, dass es sich bei den gezeigten Informationen um Geschäftsgeheimnisse gehandelt habe. Außerdem habe er nach eigener Darstellung nicht gewusst, dass das dabei verwendete Entwicklungsgerät Ethan Lipnik gehörte.
Er weist außerdem den Vorwurf einer geplanten oder koordinierten Verschwörung mit Ramacciotti zurück. Es habe keine Absprache mit dem Ziel gegeben, Apple zu schädigen oder systematisch vertrauliche Daten zu beschaffen, so seine Position.
In der Stellungnahme wird zudem die Rolle von Ramacciotti hervorgehoben. Prossers Anwalt argumentiert, dass Ramacciottis Entscheidung, die „iOS 19“-Funktionen im FaceTime-Anruf zu zeigen, nicht von Prosser veranlasst worden sei. Falls dabei tatsächlich Geschäftsgeheimnisse offengelegt worden seien, liege die Verantwortung dafür „vollständig“ bei Ramacciotti.
Nach Prossers Auffassung ist Ramacciotti auch für sämtliche Schäden verantwortlich, die ihm selbst im Zusammenhang mit diesem Fall entstanden sind. Darüber hinaus erklärt Prosser, dass er in dieser Sache keine weiteren vertraulichen Apple-Informationen besitze, die Apple nicht bereits bekannt seien.
Das Verfahren wird vor dem U.S. District Court for the Northern District of California geführt. Prosser hat, wo dies möglich ist, eine Jury-Verhandlung beantragt. Wie und wann das Gericht über die Vorwürfe und die gegenseitigen Schuldzuweisungen entscheidet, ist derzeit offen.
Hinweis: Dieser Beitrag ist eine automatisch erstellte Zusammenfassung mithilfe von Künstlicher Intelligenz. Eine redaktionelle Prüfung fand nicht statt.
Via: macrumors.com
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