X bringt mit X Money eine eigene Bezahlplattform in den USA an den Start. Zunächst erhalten nur zahlende Abonnent:innen Zugriff, die mindestens 18 Jahre alt sind.
X Money ist Teil von Elon Musks Plan, X zu einer „Alles-App“ auszubauen. Der Dienst bietet ein Einlagenkonto, eine digitale Geldbörse und Peer-to-Peer-Zahlungen, die ähnlich wie bei anderen Bezahl-Apps funktionieren. Überweisungen zwischen Nutzer:innen auf X sollen dabei ohne zusätzliche Gebühren erfolgen.
Innerhalb der App steht außerdem eine Debitkarte zur Verfügung, die über Visa läuft und in Apple Wallet integriert werden kann. Die Karte gibt es sowohl digital als auch als physische Metallkarte, die sich mit dem eigenen X-Benutzernamen personalisieren lässt. X Money verspricht darüber hinaus bis zu 6,00 Prozent Jahreszins (APY) sowie 3 Prozent Cashback-Bonus, keine Auslandseinsatzgebühren und frühzeitige Gutschrift von Gehaltseingängen.
Die konkrete Verzinsung hängt von mehreren Faktoren ab, etwa vom jeweiligen X-Abonnement oder von regelmäßigen Einzahlungen. Premium-Plus-Abonnent:innen haben dabei direkten Zugang zu der beworbenen Verzinsung, während Premium-Nutzer:innen bestimmte Einzahlungsbedingungen erfüllen müssen, um einen erhöhten Zinssatz zu erhalten. Wie bei ähnlichen Cashback-Programmen sind einige Dienstleistungen von den Bonuszahlungen ausgeschlossen.
Zum Start ist X Money ausschließlich für Premium- und Premium-Plus-Abonnent:innen in den USA verfügbar. Der Dienst folgt auf eine Einladungs-Beta, in der X Money zunächst nur ausgewählten Nutzer:innen offenstand. Musk hatte zuvor einen frühen öffentlichen Zugang für April angekündigt, der nun in eine breitere, aber weiterhin begrenzte Einführung übergeht.
Die Nutzung bleibt vorerst auf volljährige Personen beschränkt. X Money bewirbt sich damit klar an zahlende Kund:innen von X, die innerhalb des Netzwerks nicht nur kommunizieren, sondern auch Geld verwalten und senden möchten. Musk hatte bereits 2023 in einem internen Meeting betont, dass künftig alle Geldangelegenheiten auf der Plattform abgebildet werden sollen.
X Money wird von X Payments LLC betrieben, einem Unternehmen, das selbst keine durch die US-Einlagensicherung versicherte Bank ist. Die Kundeneinlagen werden jedoch bei der Cross River Bank verwahrt, die Mitglied der Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC) ist. Dadurch sind die Guthaben der Nutzer:innen im Rahmen der gesetzlichen US-Einlagensicherung geschützt.
Im Vorfeld des Starts hatte die US-Senatorin Elizabeth Warren Sicherheitsbedenken gegenüber X Money geäußert. Sie warnte, der Dienst könne Risiken für Verbraucher:innen, die nationale Sicherheit und die Stabilität des Finanzsystems mit sich bringen. Trotz dieser Kritik treibt X den Ausbau seiner Finanzdienste weiter voran, um die Plattform über ihre Rolle als soziales Netzwerk hinaus zu erweitern.
Via: www.theverge.com · www.engadget.com
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