Das MacBook Neo von Apple trifft mit vergleichsweise günstiger Hardware einen Nerv – und ruft nun gezielt Konkurrenz auf den Plan. Auf der Computex in Taiwan zeigen mehrere Hersteller neue Windows-Laptops, die in direktem Wettbewerb zu Apples Einsteiger-Macbook stehen.
MacBook Neo: Günstiges Apple-Notebook als Auslöser
Das MacBook Neo hat sich laut Marktbeobachtungen zu einem überraschend gefragten Gerät entwickelt. Apple setzt dabei auf ein vergleichsweise schlankes Hardware-Paket: Acht Gigabyte Arbeitsspeicher und ein iPhone-Prozessor, der für Office-Anwendungen und das Surfen im Netz ausreichen soll. Der Preis liegt bei 699 Euro, teils ist das Modell im Handel sogar günstiger erhältlich.
Angesichts anhaltender Speicherknappheit, die etwa Konsolen wie die Playstation 5 oder Handhelds wie das Steam Deck verteuert, wirkt das Neo in seinem Segment auffällig positioniert. Microsoft etwa hat einen neuen Surface Laptop mit nur acht Gigabyte RAM ab 1.299 US-Dollar angekündigt. Dass ein deutlich günstigeres Apple-Notebook trotz der Nachfrage bislang nicht zu Lieferengpässen geführt hat und gleichzeitig gut verkauft wird – unter anderem dokumentiert vom Vergleichsportal Idealo – bleibt auch der Windows-Konkurrenz nicht verborgen.
Computex: Acer, Dell und Asus mit neuen Alternativen
Auf der Computex, die vom 2. bis 5. Juni in Taiwan stattfindet und als größte IT-Messe Asiens gilt, präsentieren zahlreiche Hersteller neue Notebooks. Neben Nvidia mit dem RTX-Spark-Chip, einer Alternative zu Intel- und AMD-Prozessoren, zeigen auch Acer, Dell und Asus Geräte, die preislich in der Nähe des MacBook Neo liegen und sich teils als direkter Gegenentwurf positionieren.
Acer bringt mit dem Swift 14 Air ein Modell, das sich optisch erkennbar an farbigen Apple-Geräten orientiert: Blau, Lila, Pink und Grün erinnern an die Neo-Farbpalette Gelb, Pink, Silber und Blau, wenn auch im Detail abweichend. Das Aluminiumgehäuse beherbergt einen USB-A- und zwei USB-C-Anschlüsse mit Thunderbolt-4-Unterstützung. Technisch bietet das Swift 14 Air in der Einstiegsversion einen Intel Core Series 3 (Wildcat Lake), acht Gigabyte RAM und eine 512-Gigabyte-SSD. Das 14-Zoll-Display löst mit 1.920 x 1.200 Pixeln geringer auf und ist mit 350 cd/m² nominell dunkler als das MacBook-Panel, dafür unterstützt es 120 Hertz Bildwiederholrate statt 60 Hertz. Acer nennt 699 US-Dollar als Einstiegspreis, laut Heise soll das Gerät in Deutschland 800 Euro kosten.
Allerdings ist Acer hierzulande durch einen Patentstreit eingeschränkt: Einige Laptops dürfen nicht verkauft werden, ein betroffener Videocodec wurde deaktiviert, um das Patent nicht zu verletzen. Das Swift 14 Air soll dennoch auch in Deutschland auf den Markt kommen.
Besonders offensiv tritt Dell mit dem neuen XPS 13 auf. Die Baureihe gilt seit Jahren als Windows-Pendant zum MacBook Air, diesmal zielt Dell jedoch explizit auf preisbewusste Käufer:innen. In einer Pressemitteilung verweist das Unternehmen auf ein entsprechendes Versprechen von der CES im Januar – und formuliert eine direkte Kampfansage an Apple. Das MacBook Neo wird darin als leistungsstarkes Gerät bezeichnet, das zeige, dass es ein echtes Interesse an „Premium-Qualität zu erschwinglichen Preisen“ gebe. Der Unterschied liege laut Dell in der eigenen Definition von „Premium“ in diesem Segment.
Die neue, günstigere XPS-13-Variante richtet sich vor allem an Studierende und Office-Nutzer:innen. Dell hebt ausdrücklich hervor, was dieses Modell dem Neo voraus haben soll: Wi-Fi 7, vier Lautsprecher, zwei USB-C-3.2-Ports und eine beleuchtete Tastatur – letzteres ist ein häufig genannter Kritikpunkt am MacBook Neo. Zudem wiegt das Gerät laut Hersteller ein Kilogramm, bietet ein 13,4‑Zoll-Display mit schmaleren Rändern und eine variable Bildrate zwischen 30 und 120 Hertz. Unter der Haube arbeitet ebenfalls ein Intel Core Series 3 mit acht Gigabyte RAM; die SSD fällt mit 256 Gigabyte kleiner aus. Der Preis liegt bei 699 US-Dollar, Schüler:innen und Student:innen sollen das XPS 13 für 599 US-Dollar erhalten – wie beim Neo.
Asus wiederum stellt mit dem Vivobook S14 einen weiteren Konkurrenten vor. Öffentlich bewirbt der Hersteller vor allem eine Copilot-Plus-PC-Variante mit Snapdragon-Prozessor von Qualcomm und OLED-Bildschirm. Laut Computerbase zeigt Asus vor Ort jedoch auch Modelle mit Intel-Wildcat-Lake-CPUs, acht Gigabyte RAM und 512-Gigabyte-SSD. Angegeben werden jeweils zwei USB-A- und zwei USB-C-Ports, ein HDMI-Ausgang und ein Kopfhöreranschluss. Angaben zur Displayauflösung und zum Preis fehlen bislang. Ob diese Vivobook-Varianten überhaupt nach Deutschland kommen, ist offen: Asus unterliegt hier wegen derselben Patentproblematik wie Acer einem Verkaufsverbot für bestimmte Geräte und bietet im eigenen Shop derzeit nur Monitore, Mainboards, Grafikkarten und Netzwerkprodukte an.
Zwischen Lifestyle, Windows 11 und Kaufentscheidung
In mehreren technischen Details können die neuen Windows-Notebooks dem MacBook Neo laut den vorliegenden Daten voraus sein. Gleichzeitig bringt Apple einen Faktor ein, den kein Wettbewerber kopieren kann: das eigene Logo auf dem Deckel. Dieser Lifestyle-Aspekt könnte in dieser Preisklasse zusätzliche Bedeutung gewinnen, weil es zuvor zwar zahlreiche günstige Alternativen zu MacBooks gab, aber kein günstiges MacBook selbst.
Dazu kommt die Frage nach dem Betriebssystem. Alle genannten Konkurrenzmodelle setzen auf Windows 11 – ein System, das durch fehlerhafte Updates und daraus resultierende Ausfälle oder Zugriffsprobleme immer wieder für Kritik sorgt. Hinzu kommen zahlreiche KI-Funktionen, die Microsoft in den vergangenen zwei Jahren integriert hat und teilweise nach Nutzer:innen-Beschwerden zurücknehmen musste. Beides könnte bei der Wahl zwischen MacBook Neo und den neuen Windows-Laptops eine Rolle spielen und die Kaufentscheidung beeinflussen.
Hinweis: Dieser Beitrag ist eine automatisch erstellte Zusammenfassung mithilfe von Künstlicher Intelligenz. Eine redaktionelle Prüfung fand nicht statt.
Via: t3n.de
