Der Apple 1 war einer der Grundsteine für das Apple-Universum, wie wir es heute kennen. Und ja, ich weiß es gibt zahllose Emulatoren da draußen. Aber ich wollte unbedingt auch einen haben.
So entstand dieses kleine Projekt am Pfingstsonntag. Die App Apple1Mac läuft auf Apple Silicon Macs und braucht keine Installation. Einfach in den Applications Ordner kopieren und starten. Dank meines Developer-Accounts und der Notarisierung durch den Apple-Konzern kommt der auch am Gatekeeper vorbei und bringt nur den üblichen Hinweis auf den Internet-Download.
Langweilig
Dann startet der Apple 1 mit einem blinkenden „@“ als Cursor. Viel mehr ist nicht zu sehen. Und ja, der war halt so langweilig. Viel kann man „Out Of The Box“ damit gar nicht machen. Es läuft der so genannte „Woz-Mon“. Also eine Software von Steve Wozniak mit dem man den Speicherinhalt der Maschine auslesen oder manipulieren kann. Extrem rudimentär kann man damit aber Programmcode (für 6502 CPUs) erfassen und Programm laufen lassen. Steve Wozniak hat den Monitor auch nie weiter entwickelt.
Das kann man heutzutage leider niemanden mehr zumuten, auch wenn es gute Seiten für Apple-1-Programme gibt. Daher habe ich die Möglichkeit eingebaut, die Kommandos und Codezeilen auch per CMD-V in den Emulator zu bekommen. Damit spart man sich die Tipperei und kommt schnell zum Erlebnis. Im Netz gibt es tonnenweise Software für den Apple 1. Von Spielen über Spaß- und Utility-Anwendungen ist alles dabei. Ich habe mich für ein paar Screenshots hier bedient: https://apple1software.com/
Software
Hier kann man die Programme als Text kopieren und dann direkt in den Emulator posten. Das macht Spaß und man kann sehen, was zu der Zeit schon auf dem Gerät möglich war. Großartig ist eine Demo zum 30. Geburtstag von Apple. Hier sieht man als ASCII-Grafik die Bilder von Wozniak und Jobs. Wenn man die Augen genug zukneift oder 10 Meter weg vom Bildschirm geht. Denn die Textgrafik ist schon sehr grob.
Warum?
Die Frage ist wie immer sehr einfach zu beantworten: Weil es geht. Aber auch weil ich neugierig bin, was der Emu so alles kann. Und schon jetzt in dieser ersten Stufe zeigt sich, dass er den echten Rechner gut nachbildet. Wenn ihr euch fragt, wie ich auf einmal dazu komme Software zu entwickeln, dann kann ich sagen, dass der Emu in weiten Teilen per Vibe-Coding entstanden ist. Als KI habe ich Codex von OpenAI verwendet und weil gerade so alte Maschinen gut dokumentiert sind, können die Modelle ihre Funktion gut nachbilden.
Den Emulator könnt ihr von unserer Seite herunterladen. Er ist notarisiert und damit läuft er ohne Tricks direkt auf Apple Silicon Macs. Intel-Macs müssen leider darauf verzichten. Aber es gibt ja – wie oben geschrieben zahlreiche andere Emulatoren. Probiert dann doch mal Apple Basic auf dem Emu aus. Der Emulator bietet die Möglichkeit, den Status zu speichern und später wieder zu laden So müssen Programme nicht immer wieder eingetippt werden.
Weitere Infos
In Oldenburg im OCM gibt es derzeit eine sehr umfangreiche Ausstellung zum Thema 50 Jahre Apple. Außerdem hat Armin Hierstetter nicht nur eine detailgetreue Replikation der Original-Anleitung erstellt, sondern bietet in seinem Shop Platinen und Bauteile für einen Apple 1 an. Ich habe ihn vor einiger Zeit mal für unseren Kanal interviewt:
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