WhatsApp bringt eine neue Funktion: Ab sofort könnt ihr Kontakte aus anderen Messenger-Apps direkt über WhatsApp anschreiben. Unser Überblick zeigt, welche weiteren Updates Nutzer:innen in Europa betreffen.
WhatsApp öffnet sich für Drittanbieter-Chats
WhatsApp führt diese Woche die Integration von Drittanbieter-Chats in der europäischen Region ein. Ihr könnt jetzt direkt aus WhatsApp Nachrichten mit Nutzer:innen anderer Messenger-Apps austauschen, ohne mehrere Anwendungen öffnen zu müssen. Damit setzt WhatsApp Vorgaben der EU-Interoperabilitätsrichtlinien um und erleichtert den sicheren Austausch über Plattformgrenzen hinweg.
In den Einstellungen unter „Account“ findet ihr ab sofort die Option „Drittanbieter-Chats“. Die Nutzung ist freiwillig. Aktuell unterstützt WhatsApp für Android nur den Dienst BirdyChat, weitere Apps werden folgen, sobald sie die Sicherheits- und Verschlüsselungskriterien erfüllen. Chats bleiben weiterhin verschlüsselt. Ihr könnt sowohl Textnachrichten als auch Fotos, Videos, Dokumente und Sprachnachrichten verschicken. Sticker, Statusmeldungen und verschwindende Nachrichten stehen in diesen Chats jedoch nicht zur Verfügung.
Für mehr Übersicht bietet WhatsApp euch an, Nachrichten aus anderen Apps entweder im Haupt-Posteingang oder getrennt anzuzeigen. Eure Benachrichtigungseinstellungen für Drittanbieter-Chats lassen sich individuell anpassen. Beachtet, dass blockierte Kontakte über Drittanbieter-Apps je nach deren Regeln dennoch Nachrichten senden können. Die Integration entspricht der Datenschutz-Anforderung des Digital Markets Act und gibt euch mehr Wahlfreiheit bei der Kommunikation über verschiedene Apps.
Mehr Neuerungen: Usernamen und strikter Sicherheitsmodus
WhatsApp bestätigt: Ab 2026 führen sie Usernamen für Privatpersonen und Unternehmen ein. Ihr könnt dann chatten, ohne eure Telefonnummer preiszugeben. Auch eine neue „Business-Scoped User ID“ für Geschäftskonten ist geplant, die Unternehmen sicheren Kontakt ermöglicht, ohne auf Telefonnummern zuzugreifen. Wer die WhatsApp Business-API nutzt, muss das System bis Juni 2026 an die neue ID und Usernamen anpassen, damit die Kommunikation weiterläuft.
Außerdem entwickelt WhatsApp einen strikten Sicherheitsmodus, der alle wichtigen Datenschutz- und Sicherheitsoptionen in einem Schalter bündelt. Aktiviert ihr diesen Modus, blockiert WhatsApp Medien von unbekannten Nummern, entfernt Linkvorschauen und schaltet Anrufe von nicht gespeicherten Kontakten stumm. Nur gespeicherte Kontakte dürfen euch dann zu Gruppen hinzufügen. Benachrichtigungen bei Sicherheitscode-Änderungen, Zwei-Faktor-Authentifizierung und IP-Schutz bei Anrufen sind standardmäßig aktiviert. Euer „Zuletzt online“ und Profilfoto werden für Fremde unsichtbar. WhatsApp sperrt die wichtigsten Einstellungen während des Sicherheitsmodus, um ein versehentliches Deaktivieren zu verhindern. Die Nutzung bleibt freiwillig – besonders relevant ist diese Option für alle, die sich vor Cyberangriffen schützen wollen.
Weitere Verbesserungen auf allen Plattformen
Das Drittanbieter-Feature steht nun nicht nur für Android, sondern auch für iPhone-Nutzer:innen zur Verfügung. Nach dem Update erscheint ein Banner im Bereich „Account“, über das ihr die Funktion freischalten könnt. Gruppen-Chats über verschiedene Plattformen sollen später folgen.
Für Mac-Nutzer:innen gibt es nun die Möglichkeit, Chats individueller zu gestalten. Ihr könnt aus 22 voreingestellten und 38 weiteren Farbthemen wählen. Außerdem lassen sich die Themen pro Chat individuell festlegen, sodass ihr private Chats, Familie oder Arbeitsgruppen farblich unterscheiden könnt. Einstellungen gelten nur auf dem jeweiligen Gerät; Synchronisation mit iOS erfolgt nicht.
WhatsApp testet eine „Anfragen“-Inbox, in der Nachrichten unbekannter Kontakte landen. Stellt ihr in den Einstellungen um, seht ihr Nachrichten von fremden Nummern erst nach eurer Zustimmung – das bietet mehr Kontrolle und schützt vor Spam. Sobald Usernamen verfügbar sind, filtert der Anfragen-Ordner auch Nachrichten, die auf diesem Weg eingehen.
Noch im Test befindet sich die Option, Anrufe anhand von Usernamen zu tätigen. Damit vereinfacht sich das Hinzufügen neuer Kontakte, ohne die Telefonnummer weiterzugeben. Sicherheit bleibt erhalten – WhatsApp verschlüsselt auch diese Gespräche durchgehend. Eine neue Funktion soll zudem unerwünschte Anrufe verhindern, indem ihr über einen Schlüssel entscheidet, wer euch kontaktieren kann.
Bleibt dran: WhatsApp arbeitet weiter an neuen Funktionen, die euren Alltag sicherer und flexibler machen. Wir halten euch wöchentlich über alle relevanten Beta-Updates, Verbesserungen und Fehlerbehebungen auf dem Laufenden.