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WhatsApp im Auto: Wie Apple, Meta und Tesla um den Fahrzeuginnenraum ringen

Der Fahrzeuginnenraum wird zur digitalen Plattform. Neue Dienste wie WhatsApp für CarPlay und Teslas zugelassene Autopilot-Software verschieben die Machtverhältnisse im Auto deutlich.

Für Euch als Fahrer:innen stellt sich damit die Frage, wie Ihr sicher kommuniziert, Ablenkung reduziert und beim Autokauf die richtigen Entscheidungen trefft.

CarPlay, WhatsApp und Teslas Autopilot: Software übernimmt das Steuer

WhatsApp bietet seit Kurzem eine Version seiner App an, die speziell für Apple CarPlay optimiert ist. Laut wabetainfo.com steht die Anwendung im App Store bereit und soll die Nutzung von WhatsApp im Auto erleichtern. Die App nutzt eine eigene Oberfläche im CarPlay-System, damit Nachrichten während der Fahrt besser bedienbar sind und die Kommunikation im Auto strukturiert bleibt.

Parallel dazu rückt Tesla mit seinem Autopilot-Stack weiter in den europäischen Markt vor. Wie theverge.com berichtet, ist die Niederlande das erste europäische Land, das Teslas überwachte Version der sogenannten „Vollständigen Selbstfahrfunktion“ zulässt. Diese Lösung zielt darauf ab, einen großen Teil der Fahraufgaben softwarebasiert zu unterstützen, während die fahrende Person weiterhin die Kontrolle behalten und eingriffsbereit bleiben muss.

Beide Entwicklungen zeigen, wie stark sich das Machtzentrum im Auto hin zu Software-Plattformen verschiebt. Apple mit CarPlay und App-Ökosystem, Meta mit WhatsApp und Tesla mit seinem Autopilot-Stack konkurrieren darum, welche Oberfläche und welche Dienste Ihr während der Fahrt nutzt.

Kontrolle über Daten und Aufmerksamkeit: Risiken im vernetzten Cockpit

Wenn immer mehr Kommunikation über CarPlay, WhatsApp oder Teslas Systeme im Auto läuft, werden auch mehr Bewegungs- und Nutzungsdaten erzeugt. Diese Daten können Rückschlüsse auf Fahrverhalten, Kontakte und Kommunikationsmuster zulassen. Welche Daten wie verarbeitet werden, hängt von den jeweiligen Plattformen ab und ist an europäische Datenschutzregeln gebunden.

Gleichzeitig steigt das Risiko der Ablenkung. Nachrichten, Benachrichtigungen und App-Oberflächen konkurrieren im Cockpit um Eure Aufmerksamkeit. Für die Straßensicherheit ist entscheidend, dass Systeme so gestaltet sind, dass sie Spracheingabe, Vorlesen von Nachrichten und klare, reduzierte Anzeigen unterstützen. In Europa gelten hier rechtliche Vorgaben, die die Nutzung von Mobiltelefonen und Bildschirmen während der Fahrt einschränken und sicherstellen sollen, dass Fahrer:innen jederzeit die Kontrolle behalten.

Die Zulassung der überwachten Tesla-Funktion in den Niederlanden zeigt, dass Regulierungsbehörden versuchen, neue Fahrassistenzsysteme in bestehende Regeln zu integrieren. Der Mensch am Steuer bleibt rechtlich verantwortlich, auch wenn Software große Teile der Fahraufgabe unterstützt.

Praktische Tipps: So richtet Ihr sichere Messaging-Workflows im Auto ein

Wenn Ihr WhatsApp im Auto nutzen wollt, solltet Ihr zuerst CarPlay korrekt einrichten und das iPhone während der Fahrt nicht direkt bedienen. Aktiviert Sprachassistent:innen und nutzt das Vorlesen von Nachrichten statt längerer Textansichten. Deaktiviert nach Möglichkeit Vorschauen und Pop-up-Benachrichtigungen, die Euch visuell ablenken können.

Legt feste Regeln fest, etwa dass nur wichtige Kontakte Euch während der Fahrt erreichen dürfen oder dass Ihr auf längere Chats erst nach dem Anhalten antwortet. Nutzt Statusmeldungen oder automatische Antworten, um Kontakte darüber zu informieren, dass Ihr gerade im Auto seid.

Bei Neuanschaffungen solltet Ihr prüfen, wie gut Euer Wunschfahrzeug CarPlay unterstützt und welche Infotainment-Plattform verbaut ist. Achtet beim iPhone darauf, dass die aktuelle iOS-Version und CarPlay-Funktionen verfügbar sind, die zu Eurem Auto passen. Beim Infotainment-System lohnt sich ein Blick in die Einstellungen zu Datenschutz, App-Berechtigungen und Benachrichtigungen.

So könnt Ihr die Vorteile vernetzter Dienste nutzen, ohne Sicherheit und Datenschutz aus dem Blick zu verlieren.

Via: wabetainfo.com · www.theverge.com
Titelbild KI (Zur Illustration)

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Michael Reimann

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