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Wenn Updates Geräte lahmlegen: Was Ihr aus dem HP-BIOS-Debakel für Mac und iPhone lernen könnt

Firmware-Updates sollen Geräte sicherer machen – im schlimmsten Fall machen sie sie unbrauchbar. Der aktuelle HP-Fall zeigt eindrücklich, wie abhängig wir von automatisierten Updates geworden sind.

Gerade in Haushalten mit Mac, iPhone, iPad und Windows-PCs lohnt sich ein genauer Blick auf die eigene Update-Strategie, bevor der nächste Patch alles stilllegt.

Was beim HP-BIOS-Update schiefgelaufen ist

HP hat über die Update-Funktion von Windows ein als „kritisch“ eingestuftes BIOS-Update verteilt. Betroffen sind teure Notebooks der ZBook-Ultra- und EliteBook-X-Reihe. Nutzer:innen berichten, dass ihre Geräte nach der Installation nicht mehr starten.

Das Problem: Das fehlerhafte BIOS-Update legt die Geräte komplett lahm. Ein normales Zurücksetzen oder Neuinstallieren des Betriebssystems reicht nicht aus, weil der Fehler in der Firmware liegt. Um das Update zurückzunehmen, wird ein spezieller HP-USB‑C-Adapter benötigt, den viele Betroffene nicht besitzen.

Der Fall macht deutlich, wie groß das Risiko ist, wenn Firmware-Updates automatisch und ohne Zutun der Nutzer:innen eingespielt werden. Gleichzeitig gelten diese Aktualisierungen als sicherheitskritisch, weshalb viele sie nicht hinauszögern wollen.

Welche Update-Arten es bei Apple gibt – und wie Ihr sie steuert

Aus dem HP-Debakel lassen sich konkrete Lehren für Apple-Ökosysteme ziehen. Unter macOS, iOS und iPadOS gibt es unterschiedliche Ebenen von Aktualisierungen, die Ihr getrennt betrachten solltet. Dazu gehören Systemupdates, App-Updates und Firmware-Anteile, die etwa bei macOS- oder iOS-Versionen mitgeliefert werden.

Auf Mac, iPhone und iPad könnt Ihr in den Systemeinstellungen festlegen, ob Updates automatisch geladen und installiert werden oder ob Ihr vorab gefragt werden wollt. Diese Entscheidung bestimmt, wie schnell neue Versionen auf Euren Geräten landen – und wie viel Kontrolle Ihr über den Zeitpunkt der Installation behaltet.

Der HP-Fall zeigt, dass eine gewisse Zurückhaltung sinnvoll sein kann. Wer Updates nicht sofort, sondern mit etwas Verzögerung einspielt, profitiert davon, dass größere Probleme oft bereits bekannt sind, bevor sie das eigene System erreichen. Das gilt besonders für umfangreiche Systemaktualisierungen und Firmware-nahe Änderungen.

Update-Strategie für gemischte Haushalte und Verantwortung der Hersteller

In vielen Haushalten stehen heute sowohl Macs als auch Windows-Rechner. Für solche gemischten Umgebungen lohnt sich eine gemeinsame Update-Strategie. Dazu gehört eine klare Priorisierung: Sicherheitslücken sollen zügig geschlossen werden, gleichzeitig müssen Risiken durch fehlerhafte Updates begrenzt bleiben.

Hilfreich ist eine einfache Checkliste: Zuerst regelmäßige, verlässliche Backups aller wichtigen Geräte einrichten, damit Daten auch bei fehlgeschlagenen Updates erhalten bleiben. Dann prüfen, welche Rollback-Möglichkeiten bestehen – also wie sich ein Update im Notfall zurücknehmen lässt, und ob dazu spezielles Zubehör nötig ist.

Besonders sensibel sind Unternehmensgeräte. Hier solltet Ihr klären, wer Updates freigibt, wie neue Versionen getestet werden und welche Ansprechpartner:innen es im Störungsfall gibt. Die HP-BIOS-Panne zeigt, dass selbst als „kritisch“ markierte Updates vorab besser geprüft werden müssen.

Ein weiterer Punkt ist die Verantwortung der Hersteller. Wenn Firmware verändert wird, sollten diese Änderungen nachvollziehbar dokumentiert sein. Nutzer:innen und Administrator:innen brauchen klare Informationen, was ein Update genau tut, welche Systeme betroffen sind und wie sich Probleme beheben lassen. Nur so könnt Ihr fundiert entscheiden, wann ein Update installiert wird – und wann Ihr besser noch abwartet.

Via: thenextweb.com · techcrunch.com · thenextweb.com
Titelbild KI (Zur Illustration)

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Michael Reimann

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