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MacBook Ultra: Diese 5 Funktionen könnten den Namen erklären

Apple arbeitet offenbar an einem neuen Spitzen-Notebook mit dem Namen „MacBook Ultra“. Das Gerät soll über dem MacBook Pro positioniert werden und die bestehende M5-Pro- und M5-Max-Reihe ergänzen.

Berichte gehen von einem deutlich höheren Preis aus und nennen einen möglichen Marktstart Ende dieses Jahres oder eher Anfang 2027, bedingt durch die anhaltende globale Speicherknappheit.

Neues Spitzenmodell über dem MacBook Pro

Statt eines weiteren MacBook-Pro-Updates könnte Apple ein völlig neues Modell einführen, das MacBook Ultra. Es würde als eigenständige Spitzenklasse oberhalb der bisherigen Pro-Modelle auftreten, die weiterhin verkauft werden sollen.

Der Ultra-Name reiht sich in Apples bestehende Produktpalette ein, zu der bereits die Apple Watch Ultra, CarPlay Ultra und die „Ultra“-Varianten der eigenen Chips zählen. Damit folgt Apple einer breiteren Strategie, mehr Geräte in mehr Preissegmenten anzubieten.

Dazu passt auch das neue MacBook Neo, das mit einem Einstiegspreis von 599 US-Dollar (rund 552 Euro) ein bislang ungewöhnlich niedriges Preisniveau markiert. Am anderen Ende dieser Skala soll nun das MacBook Ultra stehen.

OLED-Bildschirm und Touch-Eingabe

Für das MacBook Ultra ist ein OLED-Bildschirm vorgesehen. Sowohl Mark Gurman von Bloomberg als auch der Analyst Ming-Chi Kuo berichten, dass Apple entsprechend vorbereitet ist und ihre Angaben durch Branchenquellen untermauert werden.

Samsung Display soll die OLED-Panels liefern und hat in Südkorea erheblich in eine Produktionslinie der 8,6-Generation investiert, die kürzlich einen wichtigen Meilenstein für die Massenfertigung erreicht hat. Das MacBook Ultra soll dabei eine hybride OLED-Technik nutzen, ähnlich wie das aktuelle iPad Pro.

Diese Displays kombinieren ein Glassubstrat mit Dünnfilmverkapselung und bieten laut den Berichten höhere Helligkeit, besseren Kontrast und mehr Energieeffizienz als die bisherigen LCD-Panels mit Mini-LED-Hintergrundbeleuchtung in den aktuellen MacBook-Pro-Modellen.

Außerdem soll das neue MacBook Ultra das erste Mac-Modell mit direkter Touch-Eingabe auf dem Bildschirm werden. Das wäre ein deutlicher Kurswechsel gegenüber Apples bisheriger Haltung zu berührungsempfindlichen Mac-Displays.

Zuvor hatte Apple mit der OLED-Touch-Leiste in älteren MacBook-Pro-Generationen experimentiert, diese nach verhaltener Nachfrage jedoch wieder gestrichen. Künftig sollen Benutzer:innen nahtlos zwischen Touch-Bedienung und klassischem Trackpad oder Maus wechseln können.

Dafür ist eine Überarbeitung von macOS nötig, um die Oberfläche fingerfreundlicher zu machen. Elemente auf dem Bildschirm sollen sich je nach Eingabemethode anpassen, etwa durch größere Menüs, wenn Ihr sie per Tipp aufruft.

Dünneres Design, neue Display-Aussparung und M6-Chips

Parallel zur OLED-Umstellung arbeitet Apple laut Gurman daran, das MacBook Ultra deutlich dünner zu gestalten. Ziel ist ein umfassender Neustart des Designs, bei dem Displaytechnik und Gehäuse gemeinsam neu gedacht werden.

Interessant ist, dass das MacBook Pro beim Redesign 2021 zunächst dicker und schwerer geworden war, um mehrere Anschlüsse zurückzubringen, die zuvor zugunsten eines schlankeren Gehäuses weggefallen waren. Wie Apple nun ein dünneres Notebook realisieren will, ohne die wieder eingeführte Funktionalität erneut zu opfern, bleibt offen.

Ein weiterer möglicher Unterschied: Laut Bloomberg könnte Apple die bisherige Bildschirmkerbe („Notch“) durch eine dynamische Display-Aussparung ersetzen, ähnlich der Dynamic Island des iPhone. Diese soll interaktiv sein und sich je nach aktiver App oder Systemfunktion anpassen.

Damit würde Apple einen häufig geäußerten Kritikpunkt adressieren, denn die aktuelle Notch ragt sichtbar in die Menüleiste von macOS hinein. Die Dynamische Insel könnte Informationen anzeigen und sich kontextabhängig vergrößern, ohne die Menüstruktur auf die gleiche Weise zu unterbrechen.

Im Inneren werden M6-Pro- und M6-Max-Chips erwartet, die auf dem 2-Nanometer-Verfahren von TSMC basieren sollen. Dieses neue Chip-Paket erlaubt eine engere Integration von CPU, Grafikeinheit, Arbeitsspeicher und Neural Engine.

Bezeichnungen wie 3 Nanometer oder 2 Nanometer stehen für Chipgenerationen mit jeweils neuen Designregeln. Mit kleineren Strukturen lassen sich mehr Transistoren auf einer Fläche unterbringen, was typischerweise Rechenleistung und Energieeffizienz verbessert.

Angesichts der Entwicklung in der Branche dürfte Apple die M6-Architektur besonders im Hinblick auf optimierte KI-Arbeitsabläufe hervorheben, wenn das MacBook Ultra schließlich vorgestellt wird.

Via: https://www.macrumors.com
Titelbild KI (Zur Illustration)

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Michael Reimann

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