News

Was steckt hinter der Silizium-Kohlenstoff-Batterie des iPhone 17 Air?

Das iPhone 17 Air könnte eine neue Batterietechnik nutzen, die bereits bei einigen anderen Geräten zum Einsatz kommt. Wir erklären, was Silizium-Kohlenstoff-Batterien leisten und welche Vorteile und Herausforderungen sie bringen.

Neuer Batterietyp für schlankere Smartphones

Im Smartphone-Markt steht 2025 das Thema Geräte-Dünne wieder stark im Fokus. Apple wird das iPhone 17 Air als das bisher dünnste iPhone vorstellen; das Gerät soll lediglich 5,5 mm dünn sein. Damit reiht sich Apple in eine Reihe von Herstellern ein, die superflache Smartphones als Trend verstehen: Das Samsung Galaxy S25 Edge misst 5,8 mm, das Huawei Mate XT Ultimate im offenen Zustand sogar nur 3,6 mm. Auch kleinere Marken wie Tecno stellen mit 5,93 mm extrem schlanke Modelle vor.

Bisher bedeutete ein dünneres Gehäuse oft eine verkleinerte Batterie und entsprechend eingeschränkte Laufzeiten. Hier kommt die Silizium-Kohlenstoff-Technik ins Spiel. Chinesische Marken wie Xiaomi, Honor sowie OnePlus (im OnePlus 13) und Nothing setzen sie bereits ein. Apple will mit der neuen Technologie gewährleisten, dass das iPhone 17 Air trotz seiner geringen Bauhöhe die Energieeffizienz heutiger Smartphones hält.

Wie funktioniert die Silizium-Kohlenstoff-Batterie?

Hinter dem Begriff steckt weiterhin eine Lithium-Ionen-Batterie, allerdings ersetzt die Silizium-Kohlenstoff-Variante die bisher übliche Graphit-Anode. Silizium kann nach Angaben von Fachleuten wie Rick Luebbe, CEO des auf Silizium-Anoden spezialisierten Unternehmens Group14, rund zehnmal so viele Lithium-Ionen aufnehmen wie Graphit. Somit wird der Platz im Akku besser genutzt und es lässt sich eine höhere Energiedichte erzielen.

Hersteller wie Group14 oder Sila fertigen das Anodenmaterial – ein feines schwarzes Pulver aus Silizium und Kohlenstoff – und liefern es an Akkufirmen wie ATL, die damit die eigentliche Batterie bauen. Hersteller können so bestehende Fertigungsprozesse nutzen und lediglich das Anodenmaterial ersetzen.

Smartphone-Hersteller verfolgen zwei Strategien: Sie packen in bestehende Gehäuse größere Akkus, was längere Laufzeiten erlaubt (wie beim OnePlus 13 mit 6.000 mAh), oder sie nutzen die Platzersparnis für dünnere Geräte bei ungefähr gleicher Laufzeit. Apple wählt beim iPhone 17 Air mit einem voraussichtlichen Akku von ca. 2.900 mAh die zweite Variante – ein Rückgang gegenüber früheren iPhones, gleicht jedoch durch effizientere Technik, wie das C1-Modem, den Energiebedarf aus.

Vor- und Nachteile der Technologie

Die Entwicklung von Silizium-Kohlenstoff-Anoden war aufwendig, da Silizium bei der Lithium-Aufnahme auf das Dreifache seines Volumens anschwillt. Die Lösung: ein poröses Kohlenstoffmaterial, dessen Hohlräume Silizium aufnehmen und die Ausdehnung abfedern. So bleibt die Akku-Stabilität erhalten, die Lebensdauer sinkt aber im Vergleich zu klassischen Graphit-Anoden teils deutlich. Statt bis zu 5.000 vollständigen Ladezyklen wie bei Graphit erreichen Silizium-Kohlenstoff-Akkus um 1.000 Zyklen, was etwa drei Jahren normaler Nutzung entspricht. Bereits heute erreichen iPhone-Akkus mit Graphit-Zellen im Alltag meist keine 5.000 Zyklen, da die Geräte auf hohe Energiedichte getrimmt sind, was die Batterien ebenfalls belastet.

Ein weiterer Nachteil ist der noch deutlich höhere Preis für Silizium-Anoden, die in der Herstellung bis zu zehnmal teurer als klassische Materialien sein können. Das könnte beim iPhone 17 Air, dessen Preis auf etwa 1.099 US-Dollar (rund 1.030 Euro) steigen soll, zu Buche schlagen. Hersteller machen oft höhere Reichweitenangaben; Fachleute rechnen bei unveränderten Akku-Designs eher mit einer rund zehnprozentigen Steigerung der Energiedichte, mehr wäre nur durch eine komplette Neuentwicklung des Akkus erreichbar.

Trotz Energiegewinn durch neue Akku-Technik steigt der Verbrauch durch komplexe Funktionen wie Künstliche Intelligenz. Das bedeutet, auch mit Silizium-Kohlenstoff-Anoden profitieren Nutzer:innen nicht zwangsläufig von längerer Laufzeit. Beim iPhone 17 Air setzt Apple vor allem auf das geringe Gewicht und den dünnen Formfaktor, die neue Technologie dient als Wegbereiter – etwa auch für zukünftige, faltbare Geräte.

Wie sich das iPhone 17 Air in der Praxis schlägt und ob die Laufzeit mit der Konkurrenz mithalten kann, bleibt abzuwarten.

Via: https://www.wired.com

Den Beitrag in unserem Forum kommentieren

Michael Reimann

Neueste Artikel

Fitness-KI erstellt Trainingspläne – was sie leisten kann und wo ihre Grenzen liegen

Apple Fitness+ soll mit Gym Strength individuelle Kraftpläne fürs Fitnessstudio anbieten. Zugleich zeigen Gesundheitsberichte, dass gezielte Gewichtsabnahme das Risiko für…

4. November 2026

Siri wird zur Entwicklerplattform – Apple Watch sorgt für Datenschutzfragen

Apple öffnet Siri AI für Entwickler:innen. Zugleich rücken neue KI-Funktionen für die Apple Watch in den Blick, weil sie auf…

4. November 2026

Apple Angebote des Tages – 04.11.2026

Die 10 stärksten Apple-Angebote am 04.11.2026 im Überblick — darunter 3 neue Bestpreise.

4. November 2026

WhatsApp schlägt auf Android und iOS aktuelle Medien vor

WhatsApp führt eine Funktion ein, die Euch beim Öffnen eines Chats aktuelle Fotos und Videos aus der Galerie vorschlägt. Der…

4. November 2026

Apple Fitness+ erweitert das Angebot um personalisierte Krafttrainingspläne fürs Fitnessstudio

Mit Gym Strength bringt Apple Fitness+ ein neues Krafttrainingserlebnis ins Fitnessstudio. Die Funktion ist derzeit als Beta verfügbar und erstellt…

4. November 2026

iOS 27.3 bringt das überarbeitete StandBy des iPhone Duo auf weitere iPhones

Mit der ersten Beta von iOS 27.3 erweitert Apple die überarbeitete StandBy-Ansicht des iPhone Duo auf weitere Modelle. Das Update…

4. November 2026

Diese Website benutzt Cookies um Ihr Nutzererlebnis zu verbessern. Wenn Sie diese Website weiter nutzen, gehen wir von Ihrem Einverständnis aus.

Mehr lesen