Apple verbirgt viele spannende Funktionen in der Hardware seiner Geräte. Ein:e Entwickler:in hat nun eine dieser Funktionen für ein kreatives MacBook-Projekt entdeckt.
Ein:e Produktdesigner:in und Ingenieur:in namens Sam Gold hat eine Anwendung für das MacBook veröffentlicht, die den versteckten LidAngleSensor nutzt. Diese API misst den Winkel des MacBook-Displays und ist eigentlich nicht öffentlich zugänglich. Trotzdem hat Gold eine Möglichkeit gefunden, die Sensordaten auszulesen und sie direkt auf dem Bildschirm anzuzeigen. Die App bietet außerdem eine Besonderheit: Lasst ihr das Display langsam bewegen, ertönt ein Geräusch wie das Quietschen einer alten Holztür. Diese akustische Rückmeldung setzt die Sensordaten kreativ um.
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In einem auf Plattform X veröffentlichten Video demonstriert Gold die Funktion öffentlich. Dabei erklärt er, dass die API normalerweise nicht für Entwickler:innen zugänglich ist, es ihm aber trotzdem gelungen ist, die Daten auszulesen. Technische Details, unterstützte MacBook-Modelle und den Download sowie den Quellcode der App findet ihr auf Github. Mit Veröffentlichung hat Gold zahlreiche Anfragen und Rückmeldungen auf Social Media erhalten. Viele interessierten sich für den Grund der Entwicklung. Gold meinte dazu, dass er derzeit viel Freizeit habe, aber gerne eine neue Herausforderung – in New York oder remote – suche. Dieses ungewöhnliche Projekt könnte also neue Jobchancen eröffnen.
Gold bemüht sich, die App für verschiedene MacBook-Modelle kompatibel zu machen. Da er aber nicht auf jede Hardware zugreifen kann, sind Einschränkungen möglich. Den Quietschen-Sound hat Gold laut FAQ aus dem Spiel LEGO Batman 3: Beyond Gotham übernommen. Die App ruft unter Benutzer:innen diverse Ideen hervor. Vorschläge reichen von einem Protractor-Modus für Holzwerker:innen bis zu einem Pac-Man-Controller, bei dem das Öffnen und Schließen des Laptops die Spielfigur steuert. Gold ermutigt die Community, weitere Einsatzmöglichkeiten zu finden.
Durch einen eigenen Einfall motiviert, hat Gold einen Theremin-Modus integriert. Damit können Benutzer:innen mit dem MacBook wie mit diesem bekannten elektronischen Musikinstrument spielen. Auch andere Musik-Ideen wie ein MIDI-Controller oder Akkordeon sind denkbar, so Gold. Er selbst möchte diese Erweiterungen aber nicht selbst umsetzen. Für Entwickler:innen, die sich für den LidAngleSensor interessieren, bietet diese App eine spannende Basis für eigene Projekte. Die Arbeit mit der bislang unbekannten API könnte Datenschutz und Kreativität weiter voranbringen.
Sam Gold zeigt mit seiner App, wie viel Potenzial selbst in versteckten Hardware-Funktionen von Apple steckt. Welche kreativen Anwendungen ihr euch noch vorstellen könnt, bleibt offen – die Github-Seite bietet jedenfalls einen guten Einstiegspunkt.
Via: https://www.tomshardware.com
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