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Vergleich: Siri AI auf iOS gegen Gemini auf Android

Ein TechRadar-Autor hat mehrere Wochen lang Siri AI mit Googles Gemini auf Android verglichen und zieht ein deutliches Fazit: Apple setzt bei seinem Assistenten konsequent auf Einfachheit und Integration ins System. Gerade dadurch nähert sich Siri aus Sicht des Autors stärker dem an, was die meisten Menschen sich von KI wünschen.

Vom alten Siri zur neuen Siri AI

Der Autor beschreibt eine lange, wechselhafte Beziehung zu Siri, die mit dem iPhone 4S im Jahr 2011 begann: Anfangs nutzte er den Assistenten intensiv für Faktenabfragen, Witze, Wetter oder Kurznachrichten, so sehr, dass Familie und Freundeskreis Siri scherzhaft als seine „Freundin“ bezeichneten. Mit der Zeit ließ die Faszination aber nach, Siri wurde für ihn zu einem Werkzeug, das er kaum noch brauchte. Auch neue Funktionen änderten daran nichts dauerhaft – Versuche, „die alte Flamme“ wieder aufleben zu lassen, verliefen im Sande.

Als Apple im Juni Siri AI vorstellte, war der Autor entsprechend skeptisch. Zwar kündigte Apple eine deutlich leistungsfähigere, funktionsreichere Version des Assistenten an, hatte im Jahr davor aber bereits eine stärkere Siri-Demo gezeigt, die nie ausgeliefert wurde. Trotzdem installierte er kurz nach der Ankündigung die Entwickler:innen-Betas auf einem MacBook Neo, einem iPad Pro und einem iPad mini – Geräte, mit denen er Siri normalerweise kaum per Sprache nutzt, sondern vor allem per Spotlight-Suche arbeitet.

Mit Siri AI ersetzt nun derselbe Tastaturbefehl Command+Leertaste auf dem Mac die bisherige Spotlight-Suche und öffnet ein Texteingabefeld für Chats mit Siri. Zusätzlich gibt es eine eigene Siri-Chatbot-App. Über beide Wege begann der Autor in den ersten sechs Wochen des Beta-Programms, Siri systematisch zu testen und die Antworten direkt mit denen von Gemini zu vergleichen.

Versteckte Modelle statt sichtbarer Auswahl

Gewöhnungsbedürftig war für ihn zunächst, dass es in der Siri-App keine Auswahl oder Ansicht der verwendeten KI-Modelle gibt. Von Diensten wie Gemini, bei denen er regelmäßig zwischen Flash-lite, Flash, Pro und Extended wechselt, oder Claude mit Varianten wie Fable, Opus, Sonnet und Haiku, war er es gewohnt, die Modellwahl bewusst zu steuern. Siri AI wirkt dagegen minimalistisch: App öffnen, tippen, fertig.

Die App zeigt eine Liste vergangener Unterhaltungen, ähnlich wie Nachrichten- oder Mail-Threads. Darin landen alle Interaktionen mit Siri, egal ob sie per Stimme oder per Eingabe erfolgt sind. Genau diese Schlichtheit irritierte den Autor anfangs: Er fragte sich, ob er wirklich „die bestmögliche“ Antwort bekommt, etwa bei komplexeren Aufgaben wie dem Programmieren einer Website, und wünschte sich die Möglichkeit, das Modell zu wechseln. Das fehlende Vertrauen in Siri AI hing für ihn direkt mit dieser Intransparenz zusammen.

Erst mit iOS 27 auf einem iPhone 17 Pro Max stellte sich ein Aha-Effekt ein. Dort nutzt er üblicherweise die Wischgeste nach unten, um eine Frage oder einen App-Namen einzugeben – bisher ein gedankenloser Griff zu Spotlight, den er dutzende Male am Tag wiederholt. Jetzt startet dieselbe Geste Siri. Je öfter er diesen Weg nutzte, desto mehr schätzte er, dass er sich keine Gedanken mehr über Modelle, Versionen oder Modi machen muss. Er formuliert seinen Wunsch so: etwas fragen, eine Antwort bekommen.

Im Hintergrund leitet Apple die Anfragen über verschiedene On-Device- und Cloud-Modelle wie AFM 3 Core oder AFM 3 Cloud Pro und setzt dabei auf Private Cloud Compute. Diese technischen Details bekommt Ihr aber nicht zu sehen, die Modellnamen bleiben verborgen. Apple versteckt damit bewusst die Komplexität der Plattform vor Nutzer:innen, die schlicht eine Antwort wollen – und aus Sicht des Autors ist das für die große Mehrheit der Menschen völlig ausreichend.

Gemini auf Android: mehr Funktionen, weniger Konsistenz

Den entscheidenden Vorteil von Siri AI gegenüber Gemini auf Android sieht der Autor in der tiefen Integration in iOS. Egal, auf welchem Weg Ihr Siri nutzt, Ihr erhaltet dieselbe Erfahrung, und alle Interaktionen tauchen gesammelt in der Siri-App auf.

Gemini bietet zwar ebenfalls eine eigene App mit mehr Werkzeugen, Funktionen und Einstellungen als Siri, ist auf Android aber weniger stringent eingebunden. Auf Pixel-Smartphones befindet sich etwa eine Google-Suchleiste auf dem Homescreen, über die Ihr klassische Google-Suche mit einem KI-Überblick anstoßt – das ist jedoch nicht identisch mit einem direkten Gespräch mit Gemini. Wer tatsächlich mit Gemini chatten möchte, muss es gezielt aufrufen.

Die Sprachsteuerung erfordert zusätzliche Schritte: Um Gemini statt Google Assistant per langen Druck auf die Power-Taste oder mit „Hey Google“ zu aktivieren, müssen Nutzer:innen erst die entsprechenden Optionen freischalten. In dem geschilderten Test auf einem Pixel 10 Pro XL tauchte trotz aktivierter Power-Taste immer wieder ein Hinweis auf, dass sich Gemini erst nach einem weiteren Tipp auf eine Schaltfläche per Mikrofon steuern lasse. Dieser Prozess wirkt für den Autor umständlich, auch wenn Google ihn per E-Mail informierte, dass Google Assistant inzwischen auf allen kompatiblen Geräten durch Gemini ersetzt wurde.

Auf dem iPhone ist dieser Zwischenschritt nicht nötig: Unabhängig vom Einstieg – Sprache, Tastenkürzel oder Geste – erhalten Nutzer:innen Siri, jetzt ergänzt um KI-Funktionen.

Der Autor wertet Apples Minimalismus bei der Siri-App als eigenständiges Feature. Für technisch versiertere Personen, die KI für anspruchsvollere Aufgaben wie Programmierung nutzen, hält er zwar weiterhin mehr Kontrolle über die Modelle für sinnvoll und notwendig. Für die breite Masse, von der viele KI eher skeptisch gegenüberstehen, genüge es jedoch, dass Siri „einfach schlauer“ wirkt und mehr kann – ohne dass klar sein muss, dass im Hintergrund eine vollwertige KI-Plattform arbeitet.

Hinweis: Dieser Beitrag ist eine automatisch erstellte Zusammenfassung mithilfe von Künstlicher Intelligenz. Eine redaktionelle Prüfung fand nicht statt.

Via: techradar.com

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Apfeltalk Redaktion

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