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Valve verschiebt Steam Machine erneut: Hoffnung auf Start 2026 wackelt

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Valve kommt mit der zweiten Generation der Steam Machine und dem zugehörigen Zubehör nicht wie geplant voran. Grund sind massive Engpässe bei Speicher- und Flash-Chips durch den KI-Boom.

Verschobene Zeitpläne und widersprüchliche Aussagen

Valve hatte die neue Steam Machine Ende 2025 angekündigt und ursprünglich einen Marktstart Anfang 2026 in Aussicht gestellt. Auch AMD-Chefin Lisa Su bekräftigte in einem Earnings-Call für das vierte Quartal 2025, dass Valve „auf Kurs“ sei, die AMD-basierte Steam Machine früh im Jahr 2026 auszuliefern. Kurz darauf kassierte Valve diesen Zeitplan jedoch und nannte in einem Update die erste Jahreshälfte 2026 als neues Ziel. Gleichzeitig kündigte das Unternehmen an, die Preisgestaltung aufgrund der angespannten Marktlage neu zu bewerten.

In einem späteren Jahresrückblick zu Steam 2025 wurden die Formulierungen noch unkonkreter. Teilweise heißt es dort, man werde Steam Machine, Steam Frame und Steam Controller „in diesem Jahr“ verschicken, ohne eine konkrete Jahreszahl zu nennen. An anderer Stelle schreibt Valve: „Wir hoffen, 2026 auszuliefern“, verweist aber erneut auf die anhaltenden Engpässe bei Speicher und Massenspeicher. Diese Diskrepanz der Aussagen sorgt dafür, dass ein Start im Jahr 2026 nicht mehr sicher erscheint.

Speicherkrise treibt Preise und erschwert Planung

Die Verzögerungen hängen direkt mit der globalen Knappheit bei DRAM- und Flash-Speicher zusammen, die durch den massiven Aufbau von KI-Rechenzentren ausgelöst wurde. Nach Angaben der Berichte kaufen KI-Anbieter große Teile der verfügbaren Speicherchips auf, wodurch die Preise stark steigen. In einigen Fällen sind RAM-Preise um 500 Prozent gestiegen, bestimmte SSDs haben ihren Preis nahezu verdreifacht. Speicherhersteller wie Samsung und SK Hynix sollen Verträge verkürzt haben, da die Preismacht wieder stärker bei den Lieferanten liegt.

Der Mangel trifft nicht nur Valve, sondern auch andere Branchen wie die Autoindustrie. HP erklärte im Februar, dass RAM inzwischen ein Drittel der PC-Gesamtkosten ausmache. Analyst:innen rechnen damit, dass der Einstiegsmarkt für PCs bis 2028 unter dem Preisdruck stark leiden könnte. Auch die Handheld-Konsole Steam Deck ist von Lieferengpässen betroffen und schwer verfügbar, weil Valve Schwierigkeiten hat, ausreichend RAM und Speicher zu beschaffen.

Hohe Hardwarekosten ohne Subventionen

Für die Steam Machine verschärft sich die Situation zusätzlich, weil Valve die Hardware im Gegensatz zu Nintendo, Sony oder Microsoft nicht subventionieren will. Die Konsole soll preislich in etwa den Einzelkomponenten im PC-Markt entsprechen. Da die Kosten für Speicher und Massenspeicher zuletzt sprunghaft gestiegen sind, rechnen Beobachter:innen mit deutlichen Aufschlägen. Allein die aktuellen Speicherpreise könnten der 2-TB-Variante der Steam Machine zwischen 100 und 200 US-Dollar (rund 92 bis 184 Euro) Mehrkosten bescheren. Für ein 1-TB-Modell wurden bereits Schätzungen von über 1.000 US-Dollar (rund 920 Euro) gehandelt, wobei Valve bisher keinen offiziellen Verkaufspreis genannt hat.

Technisch positioniert sich die Steam Machine als modifizierbarer Mini-PC mit Gaming-Fokus für das Wohnzimmer. Sie basiert auf SteamOS 3 auf Arch-Linux-Basis mit KDE-Oberfläche und setzt auf eine semi-custom AMD-APU mit Zen-4-CPU (sechs Kerne, zwölf Threads, bis zu 4,8 GHz, 30 Watt TDP) und RDNA-3-GPU mit 28 Recheneinheiten (bis 2,45 GHz, 110 Watt TDP). Zur Ausstattung gehören 16 GB DDR5-Arbeitsspeicher plus 8 GB GDDR6-VRAM, NVMe-SSDs mit 512 GB oder 2 TB, ein schneller microSD-Slot sowie moderne Anschlüsse inklusive DisplayPort 1.4, HDMI 2.0, USB-A, USB-C, Gigabit-Ethernet, WLAN 6E und Bluetooth 5.3. Ein integrierter 2,4-GHz-Adapter bindet den neuen Steam Controller an.

Valve betont, dass man an der Vision eines „Gaming-zuerst“-Wohnzimmers und einer offenen Plattform festhält. Konkrete Preise und Termine will das Unternehmen erst nennen, wenn die Planung angesichts der volatilen Speicherpreise verlässlich ist.

Via: www.tomshardware.com · wccftech.com · www.engadget.com · www.theverge.com

Bild Steam

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Tags: Steam Machine, Steam Frame, SteamOS, RAM, SSD, AMD, Valve, Steam Controller, PC-Gaming, Speicherknappheit

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