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US-Gericht kippt Trumps 10-Prozent-Zölle: Apple kann mit weiteren Rückerstattungen rechnen

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Die nahezu weltweit geltenden 10-Prozent-Zölle der Trump-Regierung sind für rechtswidrig erklärt worden. Apple kann damit auf zusätzliche Kostensenkungen in der Lieferkette und weitere Rückzahlungen hoffen.

Gericht erklärt globale Zölle für rechtswidrig

Der sogenannte „Befreiungstag“ am 2. April 2025 traf Apples Lieferkette überraschend hart. Ein Jahr später wurden diese „gegenseitigen“ Zölle für rechtswidrig erklärt und unmittelbar durch neue globale Zölle ersetzt.

Präsident Trump versuchte, eine bislang nie genutzte Klausel zu verwenden, um die 10-Prozent-Zölle ohne Zustimmung des Kongresses einzuführen. Diese Strategie ist nun gescheitert: Am Donnerstag stellte das Gericht für internationalen Handel fest, dass auch diese neuen globalen Zölle rechtswidrig waren.

Abschnitt 122 des Handelsgesetzes von 1974 erlaubt es einem amtierenden Präsidenten, für bis zu 150 Tage Zölle von maximal 15 Prozent zu verhängen. Laut „New York Times“ war diese Regelung eigentlich als Reaktion auf Probleme bei der Zahlungsbilanz gedacht.

Nach Inkrafttreten der Zölle folgten zahlreiche Klagen, und die Gerichte kamen relativ schnell zu dem Schluss, dass auch diese umfassenden Maßnahmen unzulässig waren. Das Urteil ist ein weiterer Rückschlag für die Regierung, nachdem der Oberste Gerichtshof bereits im Februar frühere Zölle kassiert hatte.

Trump hatte wiederholt behauptet, die unzulässigen Zölle dienten dazu, „unfaire“ Handelsdefizite mit anderen Ländern auszugleichen. Tatsächlich müssen die in Milliardenhöhe eingezogenen Gelder nun an die Unternehmen zurückgezahlt werden, die sie entrichtet haben.

Für Verbraucher:innen in den USA bedeutete das Ergebnis ein Jahr lang finanzielle Belastung.

Auswirkungen der Zölle auf Apple

Apple agiert weltweit und betreibt eine umfangreiche Lieferkette, die Produkte aus vielen Ländern zusammenführt. Allgemeine Zölle mindern entweder direkt Apples Gewinnmargen oder erzwingen Preisänderungen an anderer Stelle.

Bisher konnte Apple-Chef Tim Cook durch sein Vorgehen gegenüber Trump Ausnahmen für das Unternehmen erreichen. Apple hat die Preise nicht erhöht, um Zölle auszugleichen, und will die nun erstatteten Beträge in den Vereinigten Staaten investieren.

Wie es für die Trump-Regierung weitergeht, ist über eine Berufung hinaus unklar. Sollte das Urteil Bestand haben, könnte dies zu einer gewissen Beruhigung im globalen Handel führen.

Für Apple könnten die durchschnittlichen Zollbelastungen wieder auf etwa 2,7 Prozent sinken, wie sie unter der Biden-Regierung galten. Auch Verbraucher:innen könnten von sinkenden Preisen profitieren, wenn der Handelskonflikt endet.

Konkrete Auswirkungen auf Apple lassen sich derzeit nicht exakt vorhersagen. Wahrscheinlich sind jedoch wiedergewonnene Einnahmen und höhere Produktmargen.

Schwächere Verhandlungsposition für Trump

Für Trump kommt die Entscheidung zu einem ungünstigen Zeitpunkt, da er zu Handelsgesprächen mit Xi Jinping nach China reist. Der Wegfall der unzulässigen Zölle als Druckmittel könnte seine Verhandlungsposition schwächen.

Tim Cook wird gemeinsam mit anderen Spitzenmanager:innen vor Ort sein. Diese Präsenz kann als Machtdemonstration der US-Wirtschaft verstanden werden, während die Regierung ohne das Instrument der illegalen Zölle auskommen muss.

Via: https://appleinsider.com
Titelbild: KI (zur Illustration)

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Tags: Handelskrieg, Rückerstattungen, Apple, Tim Cook, USA, Gericht, Trump, Zölle, Lieferkette

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