Ubisoft stellt seine internen Strukturen umfassend um und räumt dabei im Projektportfolio auf. Einige Spiele werden eingestellt, andere deutlich nach hinten verschoben.
„Prince of Persia: Die Sand der Zeit“-Remake eingestellt
Am bekanntesten ist die Einstellung der Neuauflage von „Prince of Persia: Die Sand der Zeit“. Das geplante Remake hatte bereits eine schwierige Entwicklung hinter sich, inklusive Neustart des Projekts und einer verschobenen Veröffentlichung auf das Jahr 2026.
Wie IGN berichtet, hat Ubisoft im Zuge der Überprüfung insgesamt sechs Spiele gestrichen, darunter auch „Die Sand der Zeit“. Sieben weitere Titel wurden verschoben. Dem Bericht zufolge handelt es sich bei drei der eingestellten Spiele um komplett neue Marken, ein weiteres Spiel war für Mobilgeräte vorgesehen.
Zu den sieben verschobenen Spielen liegen derzeit kaum Details vor. Möglich ist laut Bericht, dass darunter auch das seit Langem kolportierte Remake von „Assassin’s Creed 4: Black Flag“ fällt, bestätigt ist das aber nicht.
Studioschließungen und neue Struktur in „Creative Houses“
Im Rahmen des Umbaus schließt Ubisoft auch zwei Standorte. Die Niederlassungen in Stockholm und Halifax werden aufgegeben. Das Studio in Stockholm hatte am Actionspiel „Avatar: Frontiers of Pandora“ mitgearbeitet, Halifax war auf Mobile-Games spezialisiert.
Gegenüber IGN erklärte Ubisoft-Finanzchef Frederick Duguet, man habe im Dezember und Januar alle Projekte gründlich überprüft und dabei die aktuelle Marktentwicklung berücksichtigt. Der Markt sei deutlich selektiver geworden, der Wettbewerb so hart wie nie zuvor.
Duguet betonte, dass Wettbewerb und strenge Auswahl bleiben werden. Spiele, die in ihrem Segment mit hoher Qualität auf Platz eins oder zwei landen, könnten mit starker Resonanz der Spielenden und guter finanzieller Performance rechnen. Diese Einschätzung habe die Überarbeitung der Projektpipeline bestimmt. Ubisoft habe jene Projekte ausgewählt, die die neuen „Creative Houses“ am besten für den Erfolg im aktuellen Markt positionieren.
Die Neustrukturierung teilt Ubisofts Entwicklungsbereiche in fünf sogenannte „Creative Houses“ auf. Das Vantage-Studio verantwortet künftig die umsatzstärksten Marken des Unternehmens, darunter „Assassin’s Creed“, „Far Cry“ und „Rainbow Six“.
„Creative House 2“ kümmert sich um Ubisofts verschiedene Shooter-Reihen wie „Ghost Recon“ und „The Division“. „Creative House 3“ übernimmt Live-Service-Spiele wie „For Honor“ und „The Crew“ und möglicherweise auch „Trackmania“.
Singleplayer-Spiele und Familien-Titel neu sortiert
Besonders im Fokus vieler von Euch dürfte „Creative House 4“ stehen. Dort entstehen künftig Ubisofts Einzelspieler-Spiele. Reihen wie „Rayman“ und „Prince of Persia“ sowie „Beyond Good & Evil 2“ werden hier verwaltet.
Den Abschluss bildet „Creative House 5“ als Bereich für Casual- und Familien-Spiele. Hier ordnet Ubisoft unter anderem „Just Dance“ sowie Umsetzungen von Karten- und Brettspielen ein.
Mit der Kombination aus Projektstreichungen, Verschiebungen, Studioschließungen und der neuen Struktur versucht Ubisoft, seine Ressourcen stärker auf ausgewählte Marken und Segmente zu konzentrieren.
Und der Mac?
Was das zum Beispiel für das Zocken am Mac bedeutet, ist zu diesem Zeitpunkt unklar. Ubisoft hatte sein lang erwartetes Spiel „Assassin’s Creed Shadows“ zeitgleich auch für den Mac veröffentlicht. Spiele wie Prince Of Persia landeten zuletzt auch auf dem Mac.
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Titelbild: Ubisoft
