Einige ältere Macbooks und das neue Macbook Neo unterstützen nur ein externes Display. Mit Displaylink-Adaptern soll sich diese Einschränkung im Homeoffice umgehen lassen – mit bestimmten Stärken und Schwächen.
Apple-Limit: Nur ein externer Monitor bei vielen Modellen
Während sich an neueren Macbooks mindestens zwei externe Monitore direkt anschließen lassen, sind das Macbook Neo und alle Geräte mit M1- und M2-Chip ab Werk auf maximal ein zusätzliches Display begrenzt. Zwar könnt ihr das integrierte Notebook-Display weiter nutzen, für umfangreiche Tabellen, Bildbearbeitung oder Videoschnitt ist ein zweiter externer Monitor aber oft praktischer.
Anstatt zu einem teureren oder neueren Modell zu wechseln, lässt sich diese Beschränkung mit Displaylink-Adaptern umgehen. Sie versprechen, mehrere externe Bildschirme auch an Macbooks zu betreiben, die offiziell nur einen Monitor unterstützen.
Was Displaylink am Macbook macht
Displaylink kombiniert spezielle Adapter mit einer eigenen Software. Die Adapter bringen in der Regel zwei HDMI-Anschlüsse mit und unterstützen pro Ausgang eine maximale Auflösung von 4K bei 60 Bildern pro Sekunde. Ohne installierte Displaylink-Software bleiben angeschlossene Bildschirme jedoch dunkel: Erst die Software übernimmt die Darstellung und ermöglicht so mehrere Anzeigen unter macOS.
Technisch funktioniert das, indem die Software dem Betriebssystem ein zusätzliches Display vorgaukelt. Die Limitierung der integrierten GPU der Macbooks für die Anzahl der Displays wird damit umgangen. Die Bilddaten werden über USB übertragen, zuvor von einer Compression-Engine komprimiert und im Adapter wieder dekodiert, um anschließend per HDMI an die Monitore ausgegeben zu werden.
Praxisversuch mit Wavelink-Dongle
In einem kurzen Test kam ein Displaylink-Dongle von Wavelink zum Einsatz. Das Gerät bietet einen USB-3.1-Anschluss, der auf zwei HDMI-Ports führt. Darüber sollen sich Bildschirme sowohl spiegeln als auch erweitern lassen, um mehr Arbeitsfläche zu erhalten.
Als Monitore dienten ein 38-Zoll-Ultrawide-Display mit 3.840 x 1.600 Pixeln und ein 27-Zoll-Acer-Monitor mit Full-HD. Mit einem einfachen HDMI-Adapter an einem älteren Macbook Air mit M2-Chip ließ sich nur der Ultrawide-Monitor mit maximal 75 Hertz ansteuern.
Nach dem Einstecken des Displaylink-Adapters, dem Anschluss des Full-HD-Displays und der Installation der Software zeigte sich der erweiterte macOS-Schreibtisch sofort auf dem zweiten Monitor. Der Hauptbildschirm behielt seine maximale Auflösung, lief aber mit 60 Hertz. Das Acer-Display erhielt ein Full-HD-Signal mit 60 Hertz.
In den Anzeigeeinstellungen von macOS werden die Bildschirme behandelt, als wären sie nativ angeschlossen: Farbprofile, Bildwiederholraten und Anordnung lassen sich frei anpassen. Der Adapter kann außerdem an einen weiteren USB-Adapter mit eigenem HDMI- und Ethernet-Port angeschlossen werden. So bleiben diese Anschlüsse erhalten. Der Hauptbildschirm kann – je nach Qualität des HDMI-Ports – mit mehr als 60 Hertz betrieben werden, während der Zweitmonitor über Displaylink versorgt wird.
Leistungseinbußen und Einsatzszenarien
Die Arbeitsweise von Displaylink hat Folgen für die Systemleistung. Statt die GPU zu nutzen, belastet die Software die CPU. Je nach parallelen Aufgaben auf dem Macbook kann die Prozessorlast spürbar ansteigen. Im Test zeigte sich das etwa in Meetings: Beim Öffnen von Links aus dem Chat fror die Displaylink-Anzeige kurz ein, das gesamte System wirkte für einen Moment ausgebremst. Nach dem Laden der Seite lief alles wieder normal.
Neben solchen kurzfristigen Rucklern gibt es generell eine leichte Verzögerung auf dem Displaylink-Monitor. Im direkten Vergleich mit einem per HDMI angeschlossenen Hauptbildschirm ist der Unterschied bei jedem Wechsel des Cursors oder von Fenstern zwischen den Displays spürbar.
Displaylink eignet sich daher vor allem für weitgehend statische Inhalte. Als zusätzlicher Bildschirm für Messenger, E-Mails oder Kalender schafft die Technik mehr Platz auf dem Hauptmonitor.
Neben dem getesteten, eher günstigen Adapter existieren zahlreiche weitere Modelle. Ein Displaylink-Dock von Ugreen bietet zusätzlich Displayport-Anschlüsse und mehrere USB-Ports. Eine andere Dockingstation von Wavelink unterstützt bis zu drei externe Monitore, lädt das Notebook und bringt einen Kartenleser für SD- und MicroSD-Karten mit.
Hinweis: Dieser Beitrag ist eine automatisch erstellte Zusammenfassung mithilfe von Künstlicher Intelligenz. Eine redaktionelle Prüfung fand nicht statt.
Via: t3n.de
