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Tim Cook will US-Regierung in Einwanderungspolitik stärker unter Druck setzen

Apple Chip-Produktion USA

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Apple-Chef Tim Cook hat in einer internen Mitarbeitendenversammlung angekündigt, die US-Regierung beim Thema Einwanderung stärker zu adressieren. Anlass sind jüngste Entwicklungen in der US-Einwanderungspolitik.

Klare Kritik an aktueller Einwanderungspolitik

Nach Angaben des Bloomberg-Journalisten Mark Gurman zeigte sich Cook in dem Treffen mit allen Mitarbeiter:innen deutlich besorgt über den derzeitigen Kurs der US-Regierung in der Einwanderungspolitik. Er sei „tief bestürzt“ über den aktuellen Ansatz und kündigte an, seine Stimme in dieser Frage deutlich hörbar zu machen. Apple profitiere seit langem davon, Fachkräfte aus aller Welt anzuziehen, betonte Cook laut Bericht.

Er erklärte, Apple sei „seit jeher ein klügeres, weiseres und innovativeres Unternehmen“, weil es gelungen sei, „die Besten und Klügsten aus allen Teilen der Welt“ zu gewinnen. Diese internationale Vielfalt sei ein zentraler Bestandteil des Unternehmenserfolgs. Deshalb wolle er das Thema gegenüber der Politik weiterhin aktiv voranbringen.

Apple setzt auf internationale Teams

Cook machte in der Versammlung deutlich, dass Einwanderung für Apple von besonderer Bedeutung ist, weil das Unternehmen „Teammitglieder in den gesamten USA hat, die irgendeine Form von Visum besitzen“. Viele Beschäftigte seien also direkt von Änderungen in der Migrationspolitik betroffen. Vor diesem Hintergrund kündigte er an, weiter gezielt auf Gesetzgeber:innen einzuwirken. Er wolle „weiterhin Lobbyarbeit bei den Abgeordneten zu diesem Thema leisten“, wird Cook zitiert.

Darüber hinaus bekräftigte Cook seine Unterstützung für die Regelung zur Aufschiebung von Abschiebungen für im Kindesalter eingewanderte Menschen (Deferred Action for Childhood Arrivals, DACA). Diese Politik gilt als besonders relevant für zahlreiche in den USA aufgewachsene Menschen ohne regulären Einwanderungsstatus, von denen auch einige bei Apple beschäftigt sind.

Reaktion auf tödlichen Einsatz in Minneapolis

Bereits im Vormonat hatte Cook intern Stellung zu einem konkreten Vorfall genommen. In einem Memo an die Belegschaft zeigte er sich „zutiefst betroffen“ über Ereignisse in Minneapolis im US-Bundesstaat Minnesota. Dort waren zwei Menschen durch Schüsse von US-Bundesbehörden für Einwanderung ums Leben gekommen, was landesweit Empörung ausgelöst hatte.

In dem Schreiben rief Cook zu Zurückhaltung auf. „Dies ist eine Zeit für Deeskalation“, erklärte er. Amerika sei am stärksten, „wenn wir unseren höchsten Idealen gerecht werden, wenn wir jede Person mit Würde und Respekt behandeln, unabhängig davon, wer sie ist oder woher sie kommt, und wenn wir unsere gemeinsame Menschlichkeit anerkennen“. Genau dafür habe Apple sich immer eingesetzt, betonte Cook in dem Memo.

Via: https://www.macrumors.com

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Tags: Minneapolis, DACA, Apple, Tim Cook, Visa, Einwanderung, Menschenrechte, US-Politik

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