Tim Cook tritt Anfang September als Apple-Chef ab und überlässt die Bewertung seiner Amtszeit anderen. Für ihn zählt vor allem, als „guter und anständiger Mensch“ in Erinnerung zu bleiben.
Führungswechsel bei Apple: Ternus übernimmt, Cook wird Vorsitzender
Zum 1. September gibt Tim Cook seinen Posten als Vorstandschef von Apple ab. Nachfolger wird John Ternus, der künftig als Vorstandschef an der Spitze des Unternehmens stehen wird. Cook wechselt in die Rolle des Vorstandsvorsitzenden und bleibt Apple damit weiterhin eng verbunden.
Die Frage nach Cooks Vermächtnis als Apple-Chef wird die Diskussionen in den kommenden Jahren und Jahrzehnten prägen. Seine Amtszeit fällt in eine Phase starken Wachstums und großer Umbrüche für den Konzern. Cook selbst will sich an dieser Debatte jedoch nicht aktiv beteiligen.
„Guter und anständiger Mann“: Cook über sein Vermächtnis
In einem Interview mit dem US-Sender CNBC erklärte Cook, dass er seine eigene Hinterlassenschaft nicht definieren möchte. Er betonte, andere Menschen würden sein Vermächtnis für ihn bestimmen. Für ihn persönlich sei jedoch wichtig, dass man ihn später als „guten und anständigen Mann“ sehe.
Das entsprechende Interviewsegment ist nur kurz, macht aber deutlich, wie Cook seine Rolle bewertet. Im Mittelpunkt steht für ihn weniger die wirtschaftliche Bilanz als die eigene Integrität. Eine detaillierte Einordnung seiner Amtszeit überlässt er bewusst der Öffentlichkeit und künftigen Beobachter:innen.
Cook bleibt als Verbindung zur Politik aktiv
Auch nach dem Rückzug aus dem Tagesgeschäft bleibt Cook in einer wichtigen Funktion für Apple tätig. Er soll weiterhin als besondere Verbindung zu Regierungen auftreten und sich um entsprechende Kontakte kümmern. Damit wird er vor allem hinter den Kulissen agieren und politische sowie regulatorische Themen für Apple begleiten.
Auf der großen Bühne wird Cook dagegen seltener zu sehen sein. Bei Produktschlüsselpräsentationen soll er nicht mehr auftreten, allerdings ist zu erwarten, dass er bei ausgewählten Presseveranstaltungen noch eine Zeit lang präsent sein wird. So bleibt er sichtbar, ohne die neue Führung in den Hintergrund zu drängen.
Über Cooks Jahre als Vorstandschef wird es wohl immer unterschiedliche Einschätzungen geben. Unabhängig davon ist die wirtschaftliche Entwicklung in seiner Amtszeit klar messbar. Beim letzten Quartalsbericht meldete Apple einen Umsatz von 109 Milliarden US-Dollar (rund 100 Milliarden Euro). Dieser Betrag übertrifft den gesamten Jahresumsatz aus Cooks erstem Jahr als Vorstandschef.
Damit endet eine prägende Phase an der Apple-Spitze. Wie Cooks Beitrag zum Unternehmen langfristig bewertet wird, entscheidet sich erst in der Rückschau – seine eigene Hoffnung ist klar formuliert.

