Tim Cook wird Apple bald nicht mehr als CEO führen, sondern als Executive Chairman vor allem für den Austausch mit Regierungen zuständig sein. Schon jetzt übernimmt er diese Aufgabe sichtbar in einem Konflikt um Apple AI in der EU.
Apple AI bleibt in der EU vorerst außen vor
Auf der WWDC 2026 hat Apple Systemoptimierungen, neue Maßnahmen zum Schutz von Kindern und die neuen Apple Foundation Models vorgestellt. Nutzer:innen in der Europäischen Union waren von diesem letzten Teil der Präsentation allerdings komplett ausgeschlossen, da diese KI-Funktionen in ihrer aktuellen Form nicht in der Region starten können.
Hintergrund ist die rechtliche Lage in der EU, insbesondere der Digital Markets Act (DMA). Apple kann seine überarbeiteten KI-Werkzeuge derzeit nicht so einführen, wie sie in anderen Märkten geplant sind, ohne potenziell gegen diese Vorgaben zu verstoßen. Wie und wann die Funktionen in angepasster Form doch noch in der EU verfügbar werden könnten, ist offen.
Virtuelles Treffen mit der EU-Kommission
Wie die Financial Times laut einem Bericht, der zuerst von 9to5Mac aufgegriffen wurde, berichtet, hat Tim Cook ein virtuelles Gespräch mit Henna Virkkunen geführt. Virkkunen ist Executive Vice President der Europäischen Kommission. Das Gespräch sei demnach „konstruktiv“ verlaufen.
Laut mit dem Austausch vertrauten Personen drehte sich die Unterhaltung darum, wie Apple seine neuen KI-Werkzeuge in der EU starten könnte, ohne gegen den Digital Markets Act zu verstoßen. Es dürfte noch Monate oder sogar Jahre dauern, bis Apple und die EU in dieser Frage einen Kompromiss finden.
Unklar ist, welche Seite in den Verhandlungen zuerst nachgeben wird. Apple dürfte durch die verzögerte Einführung der KI-Funktionen materiell kaum unmittelbar betroffen sein, während die EU an ihren Anforderungen festhält. Leidtragende sind vor allem Apple-Kund:innen in der EU, die die neuen Funktionen zunächst nicht nutzen können.
Cook rückt in seine neue Rolle hinein
Bemerkenswert an dem aktuellen Vorgang ist weniger, dass es dieses Gespräch gibt, sondern wer auf Apple-Seite daran teilnimmt. Normalerweise hätten sich wohl Eddy Cue oder andere Senior-Executives gekümmert. Stattdessen spricht Cook selbst mit der EU-Spitze – und das bereits, bevor seine neue Rolle offiziell beginnt.
Tim Cook ist noch CEO, wird aber zum 1. September zurücktreten und dann als Executive Chairman agieren. John Ternus übernimmt den Posten als CEO. In seiner neuen Funktion soll Cook sich besonders um die Beziehungen zu Regierungen kümmern und als Schnittstelle zwischen Apple und politischen Entscheidungsträgern auftreten.
Cook hat in der Vergangenheit bereits mehrfach als Puffer zwischen der US-Regierung und Apple fungiert. Diese Rolle weitet sich nun aus: Das aktuelle Gespräch mit der Europäischen Kommission zeigt, dass er den Übergang zur Aufgabe als Regierungsbeauftragter bei Apple offenbar früher als geplant vollzieht.
Hinweis: Dieser Beitrag ist eine automatisch erstellte Zusammenfassung mithilfe von Künstlicher Intelligenz. Eine redaktionelle Prüfung fand nicht statt.
Via: appleinsider.com
