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Teurer Speicher, teurere Apple-Geräte: So reagiert ihr jetzt klug

Apple erhöht wegen einer weltweiten Speicherknappheit die Preise. Für Euch als Nutzer:innen stellt sich die Frage: kaufen, abwarten oder die eigene Geräte-Strategie anpassen?

Warum Apple-Preise plötzlich steigen

Der weltweite Wettlauf um künstliche Intelligenz lässt die Nachfrage nach Speicherchips explodieren. Unternehmen wie Apple und Microsoft benötigen für KI-Rechenzentren große Mengen an Arbeitsspeicher und Flash-Speicher. Laut mehreren Berichten führt das zu einer massiven Verknappung von Speicherchips und treibt die Kosten deutlich nach oben.

Apple hat deshalb in einem historischen Schritt die Preise für eine ganze Reihe von Produkten angehoben. Betroffen sind ausgewählte iPads und MacBooks sowie HomePod-Lautsprecher und Apple-TV-Modelle. Die neuen, höheren Preise sind bereits in den offiziellen Apple-Online-Stores sichtbar und liegen über den zum Marktstart kommunizierten Beträgen.

Auch andere Hersteller reagieren: Microsoft hat etwa die Preise seiner Xbox-Konsolen um 90 Euro angezogen. Analyst:innen sprechen gegenüber US-Medien von einer „existenzielle Krise“ für kleinere Anbieter, die sich die gestiegenen Speicherpreise kaum leisten können. Die Verknappung trifft also nicht nur High-End-KI-Server, sondern zunehmend auch klassische Consumer-Hardware.

Apple zwischen Politik und Chipmangel

Um die Versorgung mit Speicherchips zu sichern, versucht Apple laut Berichten, in Washington politischen Druck aufzubauen. Demnach will der Konzern Zugang zu chinesischen Speicherchips erhalten, konkret von einem bereits sanktionierten Hersteller. Die US-Regierung hatte diesen Anbieter zuvor auf eine schwarze Liste gesetzt.

Dass Apple überhaupt zu solchen Schritten greift, zeigt, wie ernst die Lage ist. Bisher konnte der Konzern Preissprünge bei Komponenten oft intern auffangen, ohne die Kund:innen direkt zu belasten. Nun heißt es, man könne die eigenen Käufer:innen nicht länger vollständig vor den stark gestiegenen Speicher- und Flash-Kosten schützen.

Für Euch bedeutet das: Speicher ist aktuell der zentrale Kostentreiber. Konfigurationen mit mehr RAM oder größerem Flash-Speicher können überproportional teurer werden. Diese Dynamik dürfte anhalten, solange KI-Rechenzentren große Teile der verfügbaren Produktion binden.

Was ihr beim Kauf von Apple-Geräten jetzt beachten solltet

Für alle, die ein neues Apple-Gerät planen, stellen sich mehrere Fragen: sofort zuschlagen, abwarten oder auf alternative Wege ausweichen? Zunächst lohnt ein Blick auf laufende Angebote. Bei Amazon sind nach dem Prime Day weiterhin rabattierte Preise für Macs, iPads, AirPods und weitere Apple-Produkte verfügbar. Händler:innen bewerben Einsparungen von bis zu 650 US-Dollar (rund 605 Euro) auf bestimmte Konfigurationen.

Diese Rabatte können die jüngsten Preiserhöhungen teilweise kompensieren. Ähnliches gilt für reduzierte Apple-Watch-Modelle, bei denen die Preisaktionen über das eigentliche Prime-Fenster hinaus verlängert wurden. Wer ohnehin kurzfristig ein Gerät braucht, kann mit solchen Angeboten einen Teil des Speicheraufschlags abfedern.

Langfristig solltet ihr Eure Geräte-Strategie anpassen. Weil Speicher knapp und teuer ist, kann es sinnvoll sein, die Nutzungsdauer bestehender Geräte zu verlängern, statt frühzeitig zu wechseln. Gleichzeitig lohnt es sich, beim Neukauf genau zu überlegen, wie viel RAM und Flash ihr wirklich braucht, da höhere Ausstattungen besonders stark betroffen sind.

Alternativen wie generalüberholte Geräte von Apple selbst oder seriöse Refurbished-Anbieter:innen können preislich attraktiver sein als Neugeräte mit aktuellen Speichertarifen. Auch der klassische Gebrauchtmarkt gewinnt dadurch an Bedeutung. In einer Phase strukturell knapper Speicherchips wird es für viele Nutzer:innen darauf ankommen, den richtigen Zeitpunkt zu erwischen – und genauer hinzuschauen, welche Ausstattung wirklich notwendig ist.

Via: www.ad-hoc-news.de · www.foxnews.com · www.tomshardware.com · www.cnbc.com · appleinsider.com

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Andreas Vogel

Autor Apfeltalk

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