Die weltweite Knappheit bei DRAM-Speicherchips verteuert derzeit nahezu alle Geräteklassen. Auch Apple-Nutzer:innen bekommen die Folgen schon jetzt zu spüren – und sollten ihre Kaufplanung anpassen.
DRAM wird knapp – und Apple-Geräte seltener
Der Ausgangspunkt ist klar: DRAM-Speicher ist deutlich teurer und schwerer verfügbar geworden. Laut einem Bericht zu Speicherpreisen sind DRAM-Module im Schnitt um 89 Prozent teurer als zuvor. Das trifft die gesamte Elektronikbranche – von Windows-PCs bis hin zu Apple-Hardware.
Apple steht dabei gleich von mehreren Seiten unter Druck. Wie AppleInsider berichtet, ist inzwischen sogar die Verfügbarkeit des MacBook Air betroffen. Das MacBook Air gilt als meistverkauftes Apple-Notebook und war bislang in allen Speicher-Varianten relativ gut zu bekommen. Mittlerweile werden jedoch bestimmte Konfigurationen knapp, weil der benötigte Arbeitsspeicher teurer und schwerer zu beschaffen ist.
Gleichzeitig planen Hersteller wie Apple laut mehreren Berichten neue Produktkategorien mit hohem Speicherbedarf. Für den Herbst ist demnach ein faltbares iPhone Ultra vorgesehen, zusätzlich sind Ultra-Varianten von AirPods und MacBooks im Gespräch. Auch hier könnten Engpässe bei DRAM die Auslieferungen verzögern oder Konfigurationen einschränken.
Preissprünge und XXL-Bundles: Wie der Markt reagiert
Die Folgen der Speicherknappheit sind nicht auf Apple beschränkt, sondern zeigen sich im gesamten Marktbild. Ein Beispiel liefert die Grafikkartenbranche: In Asien wird die aktuelle High-End-Grafikkarte RTX 5090 laut einem Bericht nur noch in XXL-Bundles für rund 7.800 Euro angeboten. Händler schnüren dabei Pakete aus Grafikkarten und Mainboards, um die knappe Ware teurer zu vermarkten.
Parallel dazu heißt es, dass Hersteller wie Apple, Microsoft und Lenovo ihre Preise angesichts der globalen Speicherkrise teils deutlich anheben. Auch Microsoft reagiert auf die veränderte Lage: Neue Werkzeuge zur Systempflege werden vorgestellt, und die Hardware-Empfehlungen für Windows werden an die gestiegenen Speicherpreise angepasst. Das zeigt, wie zentral der Faktor RAM inzwischen für komplette Plattformen geworden ist.
Für Apple-Kund:innen bedeutet das eine Gemengelage aus teurerer Hardware, knapperen Konfigurationen und verschobenen Produktstarts. Besonders Geräte mit viel RAM und großer SSD dürften mit Aufschlägen oder eingeschränkter Verfügbarkeit belegt sein, weil sie mehr knappe Bauteile benötigen.
Kaufplanung 2026: Wann kaufen, worauf achten?
Für die nächsten 12 bis 18 Monate sollten sich Apple-Käufer:innen darauf einstellen, dass sich die Situation nicht kurzfristig entspannt. Wer ein MacBook Air oder andere Macs mit höherer RAM-Ausstattung kaufen möchte, muss mit längeren Lieferzeiten oder reduzierten Standardkonfigurationen rechnen. Auch beim erwarteten faltbaren iPhone Ultra ist offen, in welchen Speicher-Varianten es zum Start verfügbar sein wird, da die DRAM-Knappheit explizit als potenzieller Verzögerungsfaktor genannt wird.
Beim Neukauf kann es sinnvoll sein, rechtzeitig zuzuschlagen, sobald eine gewünschte Konfiguration lieferbar ist, statt auf kurzfristige Preisnachlässe zu hoffen. Gleichzeitig lohnt es sich, genau hinzuschauen, ob bestimmte Speicheroptionen gestrichen oder nur noch in teureren Ausstattungsvarianten angeboten werden.
Auf dem Gebrauchtmarkt ist Vorsicht vor überteuerten „XXL-Paketen“ geboten, wie sie im PC-Bereich bereits rund um High-End-Grafikkarten zu sehen sind. Übertragbar auf Apple-Geräte könnten etwa ungewöhnlich teure Bundles aus Mac und Zubehör oder iPhones mit überdimensionierten Speichergrößen sein, die mit dem Verweis auf die allgemeine Speicherknappheit verkauft werden. Hier solltet Ihr genau vergleichen, ob der Aufpreis im Verhältnis zur tatsächlichen RAM- oder SSD-Ausstattung steht und ob Ihr diese Kapazität wirklich benötigt.
Insgesamt gilt: Wer 2026 Apple-Hardware kauft, sollte Verfügbarkeit, konkrete Speicherbestückung und Gesamtpreis sorgfältiger prüfen als in den Vorjahren. Die DRAM-Krise macht die Wahl der Konfiguration zur entscheidenden Stellschraube.
Via: appleinsider.com · www.ad-hoc-news.de · www.ad-hoc-news.de · www.ad-hoc-news.de
