Die Einführung von Apple CarPlay in Teslas Fahrzeugen verzögert sich. Grund ist ein Kompatibilitätsproblem mit der Karten-App in iOS 26.
Karten-App behindert CarPlay-Start
Tesla hatte ursprünglich geplant, CarPlay-Unterstützung ab Ende 2025 zu ermöglichen. Bei Tests zeigte sich jedoch, dass die Wegführung aus Apples Karten-App nicht zuverlässig mit Teslas eigener Navigationslösung zusammenarbeitete. Teslas eigenes Navigationssystem ist eng mit Funktionen wie Autopilot und dem autonomen Fahrmodus verzahnt. Wenn beide Systeme parallel aktiv waren, entstanden widersprüchliche Anzeigen, die das Nutzererlebnis beeinträchtigten.
Apple liefert Fix erst mit späterem iOS-Update
Um das Problem zu beheben, forderte Tesla von Apple eine Anpassung der Karten-App. Apple reagierte und korrigierte das Verhalten in einer späteren Fehlerbehebung für iOS 26 und die aktuelle CarPlay-Version. Allerdings war diese Lösung beim Start von iOS 26.0 im September noch nicht enthalten.
Auch die Adoption von iOS 26 verläuft schleppender als bei früheren Versionen: Apple meldet, dass 74 Prozent aller iPhones der letzten vier Jahre aktuell unter iOS 26 laufen. Zum Vergleich: Bei iOS 18 waren es im gleichen Zeitraum 76 Prozent. Unklar bleibt, wie viele Geräte tatsächlich bereits das Update mit dem Karten-Fix verwenden. Das erschwert Teslas weitere Planung.
CarPlay bleibt Zusatzfenster im Tesla
Trotz der Verzögerung hält Tesla an der CarPlay-Integration fest. Geplant ist, CarPlay in einem eigenen Fenster innerhalb des bestehenden Infotainmentsystems anzuzeigen. Eine vollständige Übernahme der gesamten Benutzeroberfläche – wie bei Apples nächster CarPlay-Generation – ist bei Tesla weiterhin nicht vorgesehen. Für Tesla wäre die Integration dennoch ein Novum, da bisher keine Unterstützung für externe Smartphone-Anzeigesysteme geboten wurde, obwohl Nutzer:innen dies vielfach nachgefragt hatten.
