Tesla will die beiden Oberklasse-Modelle Model S und Model X einstellen, um Platz für die Fertigung humanoider Roboter zu schaffen. Das hat Elon Musk in einer Telefonkonferenz mit Anleger:innen angekündigt.
Produktionsende im zweiten Quartal 2026
Laut Musk wird die Produktion von Model S und Model X im zweiten Quartal 2026 auslaufen. Die Entscheidung betrifft Teslas Werk im kalifornischen Fremont, das bisher beide Fahrzeuge fertigt.
Musk erklärte, dass die Fahrzeugprogramme eingestellt werden, um Platz in der Fabrik für die Produktion des humanoiden Roboters Optimus zu schaffen. Der Roboter gilt derzeit als eines der zentralen Zukunftsprojekte des Unternehmens.
Das Model S ist Teslas Oberklasse-Limousine, die 2012 auf den Markt kam. Das Model X mit seinen Flügeltüren wurde 2015 als SUV-Modell eingeführt. Beide Fahrzeuge waren wichtige Bausteine beim Aufbau der Marke und spielten lange eine zentrale Rolle im Portfolio.
Nachlassende Verkäufe der Oberklasse-Modelle
In den vergangenen Jahren haben sich die Schwerpunkte im Modellprogramm von Tesla deutlich verschoben. Während Model S und Model X früher als Aushängeschilder galten, konzentriert sich das Unternehmen inzwischen stärker auf die volumenstarken Modelle Model 3 und Model Y.
Diese strategische Neuausrichtung spiegelt sich auch in den Verkaufszahlen wider, denn im Jahr 2025 verkaufte Tesla 50.850 Fahrzeuge der Kategorie „andere Modelle“. In dieser Sammelgruppe führt das Unternehmen Model S, Model X und den Cybertruck.
Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Rückgang der Verkaufszahlen um 40,2 Prozent. Die sinkende Nachfrage nach den teureren Modellen dürfte die Entscheidung zur Einstellung zusätzlich begünstigt haben.
Umbau zum Robotik- und Softwareunternehmen
Musk verfolgt seit einiger Zeit das Ziel, Tesla breiter aufzustellen und weniger abhängig vom klassischen Autobau zu machen. Er möchte das Unternehmen stärker zu einem Anbieter von selbstfahrenden Fahrzeugen und humanoiden Robotern entwickeln.
Der Umbau verläuft jedoch nicht ohne Schwierigkeiten. Im vierten Quartal verzeichnete Tesla einen Rückgang des Gewinns um 61 Prozent. Das zeigt, dass die Transformation wirtschaftlich noch nicht stabil läuft und mit deutlichen Belastungen verbunden ist.
Mit der Verlagerung von Produktionskapazitäten in Fremont hin zur Optimus-Fertigung setzt Tesla diesen Kurs fort. Konkretere Details zu Zeitplan, Stückzahlen oder weiteren Auswirkungen der Entscheidung auf das übrige Modellportfolio stehen noch aus.
Die Entwicklung bleibt damit offen, weitere Informationen wurden in der Telefonkonferenz zunächst nicht genannt.
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