Suno verbindet seine Musik-KI jetzt mit Apples Nachrichten-App. Über iMessage könnt Ihr künftig direkt kurze Musikclips erzeugen und verschicken.
Suno integriert seine generative Musikfunktion in die Nachrichten-App von Apple. Wenn Ihr die aktuelle Version der Suno-App auf dem iPhone installiert habt, könnt Ihr direkt aus einem Chat heraus ein bis zu 30 Sekunden langes Musikstück erstellen lassen.
Der Zugriff erfolgt über das Plus-Symbol in einem Nachrichten-Thread. Tippt Ihr darauf, könnt Ihr Suno auswählen und anschließend eine Texteingabe oder eine Sprachansage als Prompt nutzen. Auf dieser Basis generiert die App dann einen kurzen Audioclip.
Laut Suno ist es auch möglich, eine bereits im Chat erhaltene Nachricht als Eingabe zu verwenden. Zusätzlich könnt Ihr ein Musikgenre auswählen, das für die Ausgabe verwendet werden soll. So entsteht ein kurzer, automatisch erzeugter Song, der zum Inhalt der Unterhaltung passen soll.
Damit die andere Seite den generierten Clip hören kann, muss auch dort die Suno-App installiert sein. Ohne die App ist eine Wiedergabe des erzeugten Audios nicht möglich. So bleibt die Funktion auf Chatpartner:innen beschränkt, die Suno ebenfalls nutzen.
Die neue iMessage-Integration sorgt nicht nur für Begeisterung. Im Mittelpunkt der Kritik steht die Frage, ob solche Funktionen den Spaß am Musikmachen im Alltag eher mindern als fördern.
Statt spontan selbst zu singen oder eine Sprachnachricht zu verschicken, könnten Nutzer:innen nun vermehrt auf automatisch erzeugte Clips zurückgreifen. Die Autorin bzw. der Autor des ursprünglichen Beitrags macht deutlich, dass sie oder er wenig Interesse daran hat, diese KI-Songs zu hören, und Menschen, die solche Inhalte verschicken, kritisch sieht. Ähnliche Vorbehalte gibt es bereits gegenüber KI-generierten Bildern, die ungefragt in Chats geteilt werden.
Hinzu kommt die Debatte um die Datenbasis, mit der Sunos Systeme trainiert wurden. Dem Unternehmen wird vorgeworfen, für das Training zig Millionen Titel aus dem Internet genutzt zu haben, darunter angeblich zahlreiche urheberrechtlich geschützte Werke. Diese Vorwürfe stehen im Raum und prägen die Diskussion um generative KI im Musikbereich.
Der Beitrag weist darauf hin, dass Ihr ohnehin einfache Alternativen habt: Statt einen KI-generierten Clip zum Beispiel zu einer Verabredung zum Abendessen zu verschicken, könnt Ihr einfach selbst ein Lied improvisieren und als Sprachnachricht senden. Eine selbst eingesungene Nachricht sei deutlich persönlicher und bedeutsamer als alles, was ein System wie das von Suno erzeugen kann.
So bleibt es letztlich Euch überlassen, ob Ihr Sunos neue iMessage-Funktion nutzen wollt oder doch lieber selbst zum Mikrofon greift.
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