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Sunday Reboot: AirPods könnten die besseren Smart Glasses werden

Eine neue Generation von AirPods Pro mit Kameras zeichnet sich ab – und könnte sich als die derzeit sinnvollste Alternative zu klassischen Smart Glasses von Apple erweisen. Die wachsenden Hinweise aus der Apple-Gerüchteküche und aus macOS werfen ein Licht auf ein Wearable, das vor allem für KI-Funktionen gedacht ist.

AirPods Pro mit Kameras: Leak deutet auf neue Sensoren hin

Seit einiger Zeit kursieren Gerüchte über neue AirPods Pro, die nicht nur Audio, sondern auch visuelle Informationen verarbeiten sollen. Konkret ist von AirPods Pro mit integrierten Kameras die Rede, die die Umgebung erfassen und diese Daten an die Visual Intelligence auf dem iPhone weitergeben, um Fragen zur unmittelbaren Umgebung beantworten zu können.

Ganz aus dem Nichts kommt das nicht: Bereits die AirPods Pro 3 sowie einige Beats-Modelle verfügen über Herzfrequenzmessung. Zusätzliche Sensoren in Ohrhörern sind also nichts Ungewöhnliches. Dass diese Sensoren allerdings so weit gehen könnten, die Außenwelt zu erfassen und strukturiert ans iPhone zu übertragen, wirkte zunächst ambitioniert.

Wie weit die Entwicklung offenbar fortgeschritten ist, zeigt nun ein Leak aus Apple selbst. In der Release Candidate von macOS Tahoe 26.7 tauchte ein Video auf, das demonstriert, wozu die künftigen AirPods fähig sein könnten. In dem Clip sieht man eine Person, die ein Buch betrachtet, Siri die Titelerkennung überlässt und den Titel dann für später speichert. Die dargestellten Ohrhörer sehen zwar wie normale AirPods Pro aus und könnten Platzhalter sein, doch der gezeigte Funktionsumfang legt nahe, dass ein Bildsensor an Bord ist – möglicherweise im Bereich der üblichen Mikrofon-Position an der Spitze.

Weitere Hinweise aus macOS deuten darauf hin, dass die AirPods Pro links und rechts jeweils Bilder aufnehmen und diese zu einem Paar kombinieren, das dann von Visual Intelligence ausgewertet wird. Durch diese stereoskopische Sicht könnte die KI Entfernungen und räumliche Zusammenhänge besser einschätzen. Die AirPods sollen Kopfbewegungen ausgleichen können und sowohl passive als auch aktive Modi unterstützen. Zudem ist die Rede davon, dass ein Teil der Verarbeitung direkt in den Ohrhörern erfolgen könnte, statt ausschließlich auf dem iPhone.

Privacy-Fragen und technische Grenzen

Wie bei nahezu allen smarten Brillen stellt sich auch hier die Frage nach dem Datenschutz. Versteckte oder kaum erkennbare Kameras wecken schnell Befürchtungen vor heimlichen Aufnahmen und Missbrauch. Entsprechend dürfte es auch bei AirPods Pro mit Kameras Kritik an möglichen Eingriffen in die Privatsphäre geben.

Einige technische Details relativieren jedoch die Spionage-Sorgen. Die gekoppelten Bilder sollen nur eine Auflösung von bis zu 1 Megapixel erreichen. Damit liegen sie weit unter den 12-Megapixel-Fotos und 3D-Videos, die beispielsweise Meta mit den Ray-Ban Meta Glasses ermöglicht. Angesichts der geringen Auflösung und fehlender Zoom-Funktionen wären die AirPods Pro für ausgeprägte Überwachungszwecke nur eingeschränkt geeignet.

Apple betont seit Jahren Datenschutz und Datensparsamkeit. Ein Produkt, das diesen Kurs sichtbar konterkariert, wäre für das Unternehmen problematisch. Realistisch betrachtet erscheint es daher unwahrscheinlich, dass die AirPods Pro mit Kamera in großem Stil für gravierende Privacy-Verstöße eingesetzt werden. Gleichzeitig zeichnen sich die künftigen AirPods als sehr leistungsfähige, KI-zentrierte Wearables im Apple-Portfolio ab.

Smart-Glasses-Funktionen ohne Brille

Aktuell wirkt Apples Wearable-Linie wenig futuristisch: Apple Watch im „Dick Tracy“-Stil, AirPods mit Siri-Unterstützung und das voluminöse Headset Apple Vision Pro. Für die Zukunft stehen unterschiedliche Formfaktoren im Raum – etwa ein Anhänger oder eine Brosche, das Projekt Apple Glass und nun eben AirPods Pro mit Kameras.

Apple Glass galt als mögliche Antwort auf Metas Smart Glasses und als Zugang in eine neue Ära persönlicher KI. Für Menschen mit Brille könnten die AirPods Pro mit Kameras jedoch die praktikablere Option sein. Konzeptionell ähneln sie den Ray-Ban Meta Glasses: je eine Kamera an jeder Seite, Mikrofon(e) und Lautsprecher – nur eben ohne Brillengestell.

Für Brillenträger:innen birgt das klare Vorteile: Ihr könnt Eure gewohnten, oft filigranen Gestelle behalten, statt auf dickere Fassungen zu wechseln, die die Elektronik verstecken müssen – wie bei vielen aktuellen Smart Glasses. Wer keine „smarten“ Funktionen möchte, nimmt die AirPods einfach aus den Ohren und verstaut sie im Ladecase. Bei smarten Brillen mit Korrektionsgläsern wäre das ungleich umständlicher: Entweder Ihr wechselt auf ein zweites, „dummes“ Brillenpaar oder verzichtet vorübergehend auf scharfe Sicht.

Auch das Mitführen mehrerer Brillenpaare ist unpraktisch, insbesondere wenn die smarten Modelle durch ihre Bauweise ohnehin auffallen. Für alle, die mit dem Gedanken an Smart Glasses spielen, aber auf ihre gewohnten Gläser und dünnen Rahmen nicht verzichten wollen, könnten AirPods Pro mit Kameras daher der naheliegendere Weg zu Smart-Features im Alltag sein – auch wenn sie technisch betrachtet keine Brille ersetzen.

In der vorherigen Ausgabe von „Sunday Reboot“ ging es um Apples Rechtsstreit mit Epic Games, Anträge auf Verzögerungen und die Kritik von Epic an EU-bezogenen Gebührenänderungen.

Hinweis: Dieser Beitrag ist eine automatisch erstellte Zusammenfassung mithilfe von Künstlicher Intelligenz. Eine redaktionelle Prüfung fand nicht statt.

Via: appleinsider.com

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Apfeltalk Redaktion

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