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Heute vor 15 Jahren: United Airlines stattet Pilot:innen mit iPads aus

Am 23. August 2011 kündigt United Airlines an, 11.000 iPads an seine Pilot:innen zu verteilen und damit das Cockpit weitgehend papierlos zu machen. Es ist zu diesem Zeitpunkt die größte bekannte Einführung von Apple-Tablets als Ersatz für die traditionellen, schweren Pilotenkoffer.

Vom Papierkoffer zum Tablet im Cockpit

Mit der Umstellung auf das iPad ersetzt United Airlines die üblichen Flugtaschen, in denen bislang umfangreiche Papierunterlagen mitgeführt wurden. Die Airline spricht von einem „paperless flight deck“, also einem weitgehend papierlosen Cockpit, in dem wichtige Daten digital bereitgestellt werden.

Der Effekt ist laut United Airlines deutlich messbar: Rund 16 Millionen Blatt Papier pro Jahr sollen durch den Verzicht auf gedruckte Unterlagen eingespart werden. Das entspricht nach Unternehmensangaben etwa 1.900 Bäumen, die nicht gefällt werden müssen.

Auch beim Gewicht zeigt sich ein Unterschied: Ein iPad wiegt etwa 1,5 Pfund (rund 0,7 Kilogramm), während eine klassische Flugtasche mit Unterlagen rund 40 Pfund (etwa 18 Kilogramm) auf die Waage bringt. Durch die Reduzierung dieses Zusatzgewichts kalkuliert United Airlines mit einer jährlichen Einsparung von rund 326.000 Gallonen Flugbenzin.

United Airlines als früher iPad-Einsatz im Linienverkehr

Die Einführung des iPad in der kommerziellen Luftfahrt erfolgt nur ein Jahr nach dem Marktstart des Tablets durch Apple im Jahr 2010. Damals wurde das Gerät von vielen Kritiker:innen als übergroßes iPhone gesehen, dem ein überzeugender Einsatzzweck fehle. United Airlines setzt dem bereits 2011 ein praktisches Beispiel entgegen, indem die Fluggesellschaft jedem ihrer Pilot:innen ein iPad zur Verfügung stellt.

United Airlines ist dabei nicht die erste Airline, die Apples Tablet erprobt. Delta Air Lines hatte bereits wenige Wochen zuvor mit Tests begonnen, allerdings nur mit 22 Geräten. United Airlines geht deutlich weiter und entscheidet sich für eine umfassende Einführung.

„Das papierlose Cockpit steht für die nächste Generation des Fliegens“, wird Capt. Fred Abbott, Senior Vice President Flight Operations bei United, in einer Pressemitteilung zitiert. Die Einführung der iPads solle sicherstellen, dass Pilot:innen während des gesamten Fluges jederzeit Zugriff auf essenzielle und aktuelle Informationen haben.

Die verteilten iPads sind mit der App Jeppesen Mobile FliteDeck ausgestattet. Diese Branchenlösung liefert interaktive, datenbasierte Navigationsinformationen und weltweite, geo-referenzierte Terminalkarten. Die App ersetzt Flughandbücher, die zuvor pro Pilot:in etwa 12.000 Seiten Papier umfassten.

iPad etabliert sich als Arbeitsgerät

Der Einsatz des iPad bei United Airlines und in anderen Bereichen der Wirtschaft gilt zu diesem Zeitpunkt als frühes Beispiel dafür, dass ein Touchscreen-Computer auch in streng regulierten Branchen eingesetzt werden kann. Während der Mac lange Mühe hatte, in solchen Umgebungen Fuß zu fassen, zeigt das iPad schnell konkrete Anwendungsszenarien über den klassischen Consumer-Markt hinaus.

Zum Start im Jahr 2010 war das iPad von Blogger:innen und anderen Kommentator:innen unter anderem wegen fehlender Multitasking-Funktionen und Kamera kritisiert und sein Name belächelt worden. Bereits ein Jahr später übertrifft der Tablet-Bereich jedoch Apples Mac-Sparte bei den Verkaufszahlen und etabliert das iPad als weiteres erfolgreiches Produkt im Portfolio.

Bis 2011 stehen im iOS App Store mehr als 100.000 iPad-exklusive Apps zur Verfügung. Vor diesem Hintergrund wird United Airlines’ Entscheidung als weiteres Indiz für die vielseitige Einsetzbarkeit des Tablets gewertet – ob zum Lesen, Spielen, Filmschauen oder eben als digitales Werkzeug im Cockpit.

Hinweis: Dieser Beitrag ist eine automatisch erstellte Zusammenfassung mithilfe von Künstlicher Intelligenz. Eine redaktionelle Prüfung fand nicht statt.

Via: cultofmac.com

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Apfeltalk Redaktion

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