Moderne Lautsprecher in Silber und Schwarz.
Nothing startet mit den Headphone (1) Pro einen Frontalangriff auf etablierte Premium-Over-Ears von Bose, Sony und Apple. Versprochen wird Studio-Tauglichkeit, starke Technik und ein Fokus auf hochauflösenden Klang.
Tests zeichnen jedoch ein gemischtes Bild: Zwischen ambitionierter Hardware, auffälligem Design und praktischen Kompromissen im Alltag klafft eine sichtbare Lücke.
Nothing bewirbt die Headphone (1) Pro als bisher fortschrittlichstes und teuerstes Kopfhörer-Modell des Unternehmens. Der Preis liegt bei 399 US‑Dollar (rund 375 Euro), damit treten sie direkt gegen hochwertige Over-Ears von Bose und Sony an.
Technisch setzen die Headphone (1) Pro auf eine neu entwickelte Drei-Treiber-Architektur, während das Vorgängermodell mit einem einzelnen Treiber auskommen musste. Zehn Mikrofone sollen eine starke aktive Geräuschunterdrückung liefern. Zudem unterstützt Nothing hochauflösende Audioübertragung per Kabel und drahtlos, unter anderem über den Codec LDAC.
Mehrere Testberichte sehen in diesem Ansatz ein „seltsames“ Paket: Der Klang wird zwar grundsätzlich positiv bewertet, zugleich wird aber deutlich, dass Anspruch und Umsetzung nicht in allen Bereichen deckungsgleich sind. Das Design bleibt ein wichtiger Teil der Produktidentität, tritt aber in Konkurrenz zu praktischen Alltagsanforderungen.
Nothing richtet die Headphone (1) Pro klar an Nutzer:innen aus, die mehr als klassischen Consumer-Sound erwarten und mit Begriffen wie „Studio“ und „Pro“ etwas anfangen. In diesem Umfeld landen sie automatisch im Vergleich mit den AirPods Max und anderen Premium-Over-Ears.
Aus Sicht von Apple-Nutzer:innen zählen vor allem Alltagsszenarien: Wie verhalten sich die Kopfhörer an Mac und iPhone, wie zuverlässig funktioniert die drahtlose Verbindung und wie gut harmoniert das Setup mit Apple Music Lossless und Gaming? Die Tests zeigen, dass Nothing beim Klang und bei den technischen Daten durchaus mithalten will, das Studio-Versprechen aber kritisch betrachtet werden sollte.
Gerade im Zusammenspiel mit Apple-Geräten fällt ins Gewicht, dass Apple eigene Funktionen und Integrationen wie nahtloses Gerätewechseln oder spezielle Audioformate tief in das eigene Ökosystem einbettet. Drittanbieter-Kopfhörer können dort meist nur eingeschränkt anknüpfen und müssen sich auf Standard-Schnittstellen und Codecs verlassen.
Wer als Apple-User:in Kopfhörer wie die Nothing Headphone (1) Pro in Betracht zieht, sollte einige Punkte im Blick behalten. Zunächst relevant sind die unterstützten Codecs: Apple setzt im Alltag vor allem auf AAC, während Nothing zusätzlich auf LDAC für hochauflösendes Audio baut. Ob dieser Vorteil im Zusammenspiel mit iPhone, Mac und Apple Music Lossless voll zum Tragen kommt, hängt von den jeweiligen Geräten und Einstellungen ab.
Ebenfalls wichtig ist der Multi-Device-Einsatz. Während Apple-eigene Kopfhörer tief in iOS, iPadOS und macOS integriert sind und den Wechsel zwischen Geräten automatisieren, müssen Drittanbieter-Modelle diese Funktionalität über eigene Lösungen abbilden. Das kann im Alltag zu mehr manuellem Aufwand führen.
Hinzu kommen Eigenheiten der Apple-Betriebssysteme: Manche Funktionen, etwa systemnahe Audioeffekte oder spezielle Gaming-Szenarien, sind primär auf Apple-Hardware abgestimmt. Nutzer:innen sollten daher vor dem Kauf prüfen, ob die gewünschten Features – etwa stabile Latenzen beim Spielen oder ein verlässliches Verhalten zwischen Mac und iPhone – mit einem nicht von Apple stammenden „Pro“-Kopfhörer abgedeckt werden.
Via: www.techradar.com · www.techspot.com · www.wired.com
Den Beitrag in unserem Forum kommentieren
Apple und Microsoft müssen in Russland Kommunikationsdaten ihrer Nutzer:innen drei Jahre lang speichern. Russische Behörden können die Herausgabe von Nachrichten,…
Das neue iPad mini bringt ein OLED-Display, ein dünneres Gehäuse und den A20 Pro. Erste Testberichte loben die Verbesserungen, sehen…
Ein Flüssigkeitsschaden kann auch dann noch entstehen, wenn die Oberfläche längst trocken ist. Schaltet Euren Mac deshalb sofort aus und…
Apple hat mit dem Test von iOS 27.3 begonnen. Das Update ergänzt neue Funktionen für Safari, Siri und die Health-App…
Apple Fitness+ soll mit Gym Strength individuelle Kraftpläne fürs Fitnessstudio anbieten. Zugleich zeigen Gesundheitsberichte, dass gezielte Gewichtsabnahme das Risiko für…
Apple öffnet Siri AI für Entwickler:innen. Zugleich rücken neue KI-Funktionen für die Apple Watch in den Blick, weil sie auf…
Diese Website benutzt Cookies um Ihr Nutzererlebnis zu verbessern. Wenn Sie diese Website weiter nutzen, gehen wir von Ihrem Einverständnis aus.
Mehr lesen