Laut Berichten der Financial Times will Spotify die Preise für Nutzer:innen in den USA im ersten Quartal 2026 anheben. Als Grund wird der Druck der Musikindustrie genannt.
Musiklabels fordern höhere Abogebühren
Die aktuellen Informationen stammen aus gut informierten Kreisen, die der Financial Times berichtet wurden. Große Musiklabels erhöhen demnach den Druck auf Spotify und Apple Musik, die Kosten für Musikstreaming-Abonnements zu steigern. Die Plattenfirmen argumentieren, dass die Preise mit der Inflation nicht Schritt gehalten haben und Musikabos im Vergleich zu Videodiensten wie Netflix immer noch günstig sind.
Wirtschaftlicher Druck und mögliche Auswirkungen
Auch Finanzanalyst:innen an der Wall Street sehen den Schritt als notwendig an. Sie betonen, dass eine Preiserhöhung entscheidend für die Entwicklung des Aktienkurses von Spotify sei. Das Unternehmen müht sich derzeit, seine Profitabilität zu steigern. Laut Analyst:innen der US-Bank JPMorgan würde ein Preisanstieg um einen Dollar (rund 0,93 Euro) im Monat die jährlichen Einnahmen von Spotify um etwa 500 Millionen US-Dollar (etwa 464 Millionen Euro) erhöhen.
Bisherige und geplante Preisanpassungen
Spotify hat die Abogebühren zuletzt in verschiedenen Märkten angehoben. Zu den betroffenen Regionen zählen Länder in Süd- und Südostasien, im Mittleren Osten, in Afrika, Europa, Lateinamerika und im asiatisch-pazifischen Raum. In den USA gab es die letzte Preiserhöhung im Juli 2024. Die offene Frage bleibt, ob und wann Spotify in Europa die nächste Preisschraube anzieht.
Derzeit kostet ein Spotify-Abo in den USA 11,99 US-Dollar (rund 11,13 Euro) pro Monat. Als das Angebot dort vor 14 Jahren startete, lag der Preis noch bei 9,99 US-Dollar (rund 9,27 Euro). Im Einzelabonnement ist Spotify damit einen Dollar teurer als Apple Musik.