Apple TV hat erstmals ein großes Live-Sportereignis mit iPhones produziert: Ein MLS-Spiel wurde ausschließlich mit iPhone 17 Pro und iPhone 17 Pro Max aufgezeichnet – zumindest offiziell. Hinter den Kulissen zeigt sich, was daran tatsächlich neu ist und wo klassische Broadcast-Technik weiterhin eine Rolle spielt.
Premiere für iPhone-Liveproduktion bei MLS-Spiel
Apple hatte die Aktion kurz vor dem Spiel angekündigt. Am Samstag, den 23. Mai, präsentierte Apple TV ein besonderes Major-League-Soccer-Spiel, das exklusiv mit iPhone 17 Pro aufgezeichnet wurde. Nach Angaben des Unternehmens ist es das erste Mal, dass ein großes professionelles Live-Sportereignis vollständig mit iPhones produziert und gesendet wurde.
Übertragen wurde die Partie LA Galaxy gegen Houston Dynamo FC, live auf Apple TV im Rahmen der Zusammenarbeit mit der MLS. Apple betonte im Vorfeld, dass die eingesetzten iPhones die von Fans erwartete Bildqualität liefern sollen. Gleichzeitig sollten die kleineren Geräte das Publikum näher ans Spielfeld bringen, weil sie sich an Stellen platzieren lassen, an denen herkömmliche, große Broadcast-Kameras nicht eingesetzt werden können.
15 iPhones im Einsatz – und mehr Perspektiven als üblich
CNET erhielt einen Blick hinter die Kulissen der Produktion. Demnach kamen insgesamt 15 iPhones zum Einsatz. Acht davon filmten ausschließlich mit den integrierten Objektiven – und genau diese Geräte brachten laut MLS den größten Mehrwert.
Seth Bacon, Executive Vice President of Media bei Major League Soccer, erklärte bei einer Vorab-Präsentation auf dem Spielfeld, dass für diese Übertragung zwei bis drei Kameras mehr als üblich verwendet wurden. Entscheidend sei aber vor allem, dass sich iPhones mit ihren Standardobjektiven an Orten platzieren lassen, an denen große Objektivkameras nicht passen – etwa direkt hinter den Toren oder entlang der Seitenlinie, mit Blick auf die Teams.
So seien beispielsweise die „Bench-Kameras“ in dieser Form mit klassischer Technik bisher nicht möglich gewesen. Normalerweise würde quer über das Spielfeld gefilmt, um Reaktionen einzufangen. Durch die Kompaktheit der iPhones könne die Produktion nun deutlich näher an Bänke und Spielfeldrand heranrücken, so Bacon. Für die Liga sei das ein großer Fortschritt.
Profi-Optik mit dickem Preisschild und offene Ton-Frage
Ganz ohne große Technik ging es dennoch nicht. Für sieben der 15 iPhones kamen spezielle, externe Objektive zum Einsatz, die nichts mit Zubehör zu tun haben, das Ihr einfach im Handel kaufen könnt. CNET berichtet, dass es sich offenbar um Fujinon Duvo 25-1000 Cinema Box Lenses handelt – mit einem Stückpreis von rund 265.000 US-Dollar. Zusammengerechnet waren damit Objektive im Wert von knapp zwei Millionen US-Dollar im Einsatz.
Dennoch zeigt der Versuch, dass kompaktere Kamera-Setups an bestimmten Positionen klare Vorteile bringen. Bei den Tonspuren hält sich die MLS bislang jedoch zurück: Die Mikrofone der nah an Spieler:innen und Trainer:innen positionierten iPhones werden noch nicht für die Live-Übertragung genutzt. Grund ist die Befürchtung, dass in hitzigen Spielsituationen allzu „bunte Sprache“ zu hören sein könnte.
Wer sich im Detail für den Ablauf einer solchen iPhone-Produktion interessiert, findet im vollständigen Bericht von CNET weitere Einblicke in Aufbau, Technik und Organisation hinter diesem Experiment.
Hinweis: Dieser Beitrag ist eine automatisch erstellte Zusammenfassung mithilfe von Künstlicher Intelligenz. Eine redaktionelle Prüfung fand nicht statt.
Via: 9to5mac.com