SetShot ist eine neue, quelloffene macOS-App, mit der Ihr Änderungen an den Systemeinstellungen lückenlos nachverfolgen könnt. Die App erstellt Schnappschüsse, vergleicht sie und zeigt Euch jede einzelne Abweichung an.
macOS-Einstellungen im Blick behalten
SetShot 1.0 Beta nimmt einen umfassenden Schnappschuss der macOS-Einstellungen auf Eurem Mac auf. Anschließend könnt Ihr zwei Schnappschüsse vergleichen und seht exakt, welche Einstellungen sich geändert haben und was diese Änderungen bedeuten.
Die App richtet sich an alle, die wissen möchten, ob ein macOS-Update eigene Einstellungen verändert hat. Außerdem führt SetShot ein Protokoll aller Einstellungen, sodass Ihr nachvollziehen könnt, was sich wann verändert hat. Ihr könnt Eure aktuelle Konfiguration mit einer Ausgangsbasis vergleichen und eine Liste aller Anpassungen exportieren. So habt Ihr eine Referenz, falls Ihr einen Mac mit Euren bevorzugten Einstellungen neu einrichten wollt.
Die aktuelle Version benötigt mindestens macOS 13 Ventura und wurde mit macOS 15 Sequoia und macOS 26 Tahoe getestet. Bei anderen Versionen kann das Verhalten abweichen. SetShot verändert selbst keinerlei Einstellungen, sondern protokolliert nur. Unerwartete Änderungen gehen also auf macOS zurück. Die App erfasst ausschließlich Apple-Systemeinstellungen und keine Einstellungen von Apps anderer Anbieter:innen. Gespeichert werden nur Schnappschüsse, das Journal und eventuell von Euch exportierte Daten.
So funktionieren Schnappschüsse und Vergleiche
Vor Änderungen an macOS-Einstellungen klickt Ihr auf „Schnappschuss erstellen“. SetShot erfasst dann Hunderte Optionen aus den Systemeinstellungen, Bedienhilfen, Netzwerk-Konfiguration und weiteren Bereichen. Danach nehmt Ihr Eure Änderungen vor, etwa Updates, Software-Installationen oder Anpassungen in den Einstellungen. Anschließend erstellt Ihr einen zweiten Schnappschuss und wählt „Vergleichen“. SetShot zeigt Euch alle macOS-Einstellungen, die sich zwischen den beiden Ständen verändert haben.
Ihr könnt beliebig viele Schnappschüsse anlegen und jede beliebige Paarung vergleichen, auch gegen eine Basisinstallation von Sequoia oder Tahoe. So lasst Ihr Euch Eure aktuelle Sammlung an Einstellungen anzeigen und exportieren. Schnappschüsse könnt Ihr umbenennen oder löschen, falls sie überflüssig sind. Sie werden gzip-komprimiert gespeichert und belegen weniger als 1 MB pro Datei.
In den Ergebnissen unterscheidet SetShot zwischen erkannten und nicht erkannten Änderungen. Erkannte Änderungen stammen aus einer Wissensbasis und erhalten eine verständliche Beschreibung, den Pfad in den Systemeinstellungen und nach Möglichkeit eine Schaltfläche „In Einstellungen öffnen“, die direkt zum passenden Bereich führt. Werte werden lesbar dargestellt, etwa mit „Ein/Aus“, Prozentangaben oder Klartext-Optionen. Über „Feedback senden“ könnt Ihr für jede Zeile Probleme mit Beschreibung, Pfad, Symbol oder Wertedarstellung melden.
Nicht erkannte Änderungen sind Einstellungen, die noch nicht in der Wissensbasis hinterlegt sind. Ihr seht den technischen Namen sowie alte und neue Werte. Über eine Senden-Schaltfläche könnt Ihr solche Änderungen zur Prüfung übermitteln, damit sie künftig aufgenommen werden.
Journal, Automatik, Berechtigungen und Datenschutz
Die Journal-Ansicht führt eine laufende Historie aller erkannten Änderungen aus Euren Vergleichen. Ihr seht eine Zeitachse dessen, was sich auf Eurem Mac verändert hat. Einträge sind nach Vergleich gruppiert, durchsuchbar und können einzeln, pro Vergleich oder komplett per „Alle löschen“ entfernt werden.
SetShot kann außerdem automatische Schnappschüsse anlegen: in frei wählbaren Minuten- oder Stundenabständen sowie täglich, wöchentlich oder monatlich. Die Aufnahmen erfolgen unauffällig im Hintergrund, ohne Fenster. Entdeckt ein geplanter Schnappschuss erkannte Änderungen, erscheint eine Mitteilung, über die Ihr direkt in den Vergleich springt. Beim ersten Aktivieren der Automatik verlangt macOS eine Mitteilungsberechtigung, damit SetShot Euch auf Änderungen hinweisen kann.
Standardmäßig benötigt SetShot keine besonderen Berechtigungen. Zwei optionale Datenquellen lassen sich in „Einstellungen → Optionale Datenquellen“ zuschalten: Musik-App-Einstellungen (inklusive Privatfreigabe und verwandten Optionen) sowie App-Datenschutz-Berechtigungen, also Zugriffe von Apps auf Mikrofon, Kamera, Kontakte und ähnliche Bereiche. Für die Musik-Datenquelle fragt macOS einmalig nach der Berechtigung „Medien & Apple Music“. Die Datenschutz-Berechtigungen erfordern Vollzugriff auf die Festplatte, den Ihr entweder in SetShot oder in „Systemeinstellungen → Datenschutz & Sicherheit → Vollzugriff auf die Festplatte“ gewährt. Beide Datenquellen sind komplett optional; ohne sie erfasst SetShot einfach weniger Einstellungen.
Die App arbeitet ausschließlich mit systembezogenen Einstellungen wie Schaltern, Reglern und Vorlieben, nicht mit Passwörtern, Dokumenten, Fotos oder persönlichen Inhalten. Schnappschüsse, Vergleiche und Journaleinträge verbleiben nur auf Eurem Mac und werden nicht übertragen. Eine Ausnahme bilden optionale Einsendungen: Reicht Ihr unbekannte Änderungen oder Feedback zu erkannten Änderungen ein, werden die zugehörigen Einstellungsdaten verschlüsselt an den Entwickler gesendet und dort privat gespeichert. Dabei ist Eure IP-Adresse nur für den Übermittlungsdienst sichtbar, wird aber nicht im Datensatz vermerkt.
SetShot ist quelloffen, der vollständige Quellcode ist öffentlich einsehbar. Entwickelt wurde die App von Adam Engst, programmiert von Claude Code und veröffentlicht von TidBITS Publishing. Die Nutzung erfolgt auf eigene Verantwortung.
Via: https://github.com
