Ein bislang unbekannter iPhone‑Prototyp zeigt eine frühe Fassung von iOS 19, die noch ohne das neue Design „Liquid Glass“ auskommt. Die Software enthält Hinweise auf Funktionen, die erst mit iOS 27 erwartet werden.
Frühes iOS 19 ohne Flüssiges Glas
Apple hatte auf der WWDC 2025 die neue Designsprache „Liquid Glass“ vorgestellt, die mit iOS 26 die bisherige flache Optik ablöste. Dabei übersprang der Konzern die Versionsnummer 19 und wechselte direkt von iOS 18 zu iOS 26. Nun ist über den Sammler Kyolet ein EVT‑Prototyp des iPhone 16 Pro aufgetaucht, auf dem eine frühe „InternalUI“-Testversion von iOS 19.0 läuft.
Diese Variante besitzt zwar bereits die Einstellung „Sensitive UI“ und einen aktiven Solarium‑Funktionsschalter in der internen App „Livability“, zeigt aber noch keine funktionierende Umsetzung des Flüssiges‑Glas‑Designs. Die Benutzeroberfläche entspricht praktisch vollständig iOS 18. Das spricht für einen frühen Entwicklungsstand des damals als iOS 19 geführten Systems.
Trotzdem gibt der Build einen Einblick, wie Apple künftige Versionen plant und testet. Wie bei anderen internen Versionen sind zahlreiche versteckte Schalter und Entwicklungsfunktionen integriert, die nie für die Öffentlichkeit gedacht waren.
Funktionsschalter bis WWDC 2027
Im Zentrum steht die Livability‑App, über die Apples Entwickler:innen Funktionsflags verwalten. Auf dem Prototyp listet sie Einträge für WWDC 2026 und sogar 2027. iOS 19 selbst wird nicht erscheinen, die enthaltenen Hinweise zeigen aber, welche Bereiche Apple für spätere Releases im Blick hatte.
Aus den Einträgen geht hervor, dass Apple Verbesserungen bei Bedienungshilfen, Nachrichten, Fotos und der Wallet‑App vorgesehen hat. Außerdem tauchen geplante Aktualisierungen für CoreMedia sowie Anpassungen an der Workout‑Buddy‑Funktion für die Apple Watch auf. Die Liste verdeutlicht, dass einzelne Funktionen über Jahre hinweg intern erprobt werden, bevor sie in einer finalen Version landen.
Der Build enthält zudem eine Einstellung für das damals geplante Flüssiges‑Glas‑Redesign, obwohl dieses in der gesehenen Version noch nicht aktiv ist. Damit ordnet sich der Prototyp klar in die Übergangsphase zwischen iOS 18 und iOS 26 ein.
Interne Tools, Codenamen und echte Hardware
Auf dem iPhone‑16‑Prototypen findet sich auch eine bislang unbekannte mobile Variante von PurpleRestore 4. Das Werkzeug dient dazu, produktions- und entwicklungsgefusete Apple‑Geräte sowie virtuelle Maschinen wiederherzustellen und war zuvor nur auf dem Mac verfügbar. Apples Ansatz erinnert an die mit iOS 18 eingeführte Möglichkeit, ein iPhone mithilfe eines anderen, nahen Geräts wiederherzustellen.
Weitere Test‑Apps im iOS‑19‑Build beziehen sich auf Apple Intelligence, Private Cloud Compute und Siri. Die Tools bieten unter anderem Einstellungen für HomePods und Lautsprecher, Sprachprofile sowie die Bewertung von KI‑Testergebnissen. Der Umfang entspricht internen Anwendungen, die bereits 2024 im Zusammenhang mit der Entwicklung von Apple Intelligence dokumentiert wurden.
Die Hardware selbst trägt eine spezielle Modellnummer, die mit „994“ beginnt, sowie einen Entwicklungskernel und eine Debug‑Basisband‑Firmware. Apple nutzt für Geräte in diesem Stadium Platzhalterlogos, Codenamen und abweichende Kennungen. So lief das iPhone 16 Pro intern unter der Bezeichnung „Diablo“ mit der Gerätekennung D93. Ähnliche Platzhalternamen waren bereits vor der Vorstellung der „26er“‑Betriebssysteme bekannt geworden.
Wie frühere Prototypen zeigt auch dieses Gerät Funktionen, die entweder erst Jahre später erscheinen oder nie veröffentlicht werden. Beispiele dafür sind die jahrelang vorbereitete E‑Mail‑Kategorisierung auf dem Gerät oder gescheiterte Projekte wie die haptischen „Bongo“-Tasten des iPhone 14 Pro. Die umfangreichen Fotos und Videos lassen in diesem Fall keinen Zweifel daran, dass es sich um einen echten Apple‑Prototypen handelt.
Via: https://appleinsider.com
Titelbild KI (Zur Illustration)

