Aufbau, Partnerbank und technische Eckdaten
Die Samsung Galaxy Card wird in den USA in Partnerschaft mit Barclays ausgegeben und läuft über das Visa-Netzwerk. Sie ist als „Wallet-native“ Karte konzipiert, eine separate Banking-App gibt es nicht, das Management erfolgt direkt in Samsung Wallet oder über ein Online-Portal von Barclays. Die Karte kommt ohne Jahresgebühr, die jährliche Verzinsung des Saldos variiert je nach Karteninhaber:in, Auslandsgebühren fallen nicht an.
Neben der virtuellen Karte, die unmittelbar nach der Genehmigung in Samsung Wallet bereitsteht, verschickt Samsung eine physische Galaxy Card aus schwarzem Metall, laut einem Bericht aus recyceltem Stahl. Optisch ist sie damit das Gegenstück zur weißen Titan-Apple-Card, technisch aber eine klassische Kreditkarte. Anwendungen für die Karte können ab dem 22. Juli online oder in Samsung-Läden gestellt werden, parallel zum Unpacked-Event, bei dem neue Foldables und Smartwatches erwartet werden.
Cashback-Struktur, Boni und Vorteile
Im Mittelpunkt der Galaxy Card steht ein gestaffeltes Cashback-Programm. Für Einkäufe direkt bei Samsung in den USA – online oder im Laden – gibt es 5 Prozent Rückvergütung. Ein Beispiel: Beim Kauf eines Galaxy Z Fold 7 für 1.500 US-Dollar (rund 1.385 Euro) würden 75 US-Dollar (rund 69 Euro) als Cashback anfallen. Einkäufe, die mit der Galaxy Card über Samsung Wallet getätigt werden, bringen 3 Prozent, Streaming-Abos wie Netflix, Disney+ oder Spotify 2 Prozent. Alle anderen Umsätze werden mit 1 Prozent belohnt.
Neue Nutzer:innen erhalten zusätzlich 200 US-Dollar (rund 185 Euro) Cashback, wenn sie in den ersten 90 Tagen nach Kontoeröffnung 2.000 US-Dollar (rund 1.846 Euro) umsetzen. Außerdem gibt es 20 Prozent Rabatt auf die VIP-Advantage-Mitgliedschaft von Samsung, die erweiterte Geräteschutzleistungen, speziellen Support und exklusive Angebote umfasst. Die Cashback-Guthaben können als Gutschrift auf die Kreditkartenabrechnung angewandt oder auf ein Giro- oder Sparkonto überwiesen werden.
Enge Wallet-Integration und Vergleich zur Apple Card
Wie die Apple Card an Apples Wallet-App ist die Galaxy Card an Samsung Wallet gekoppelt. Nutzer:innen verwalten dort Umsätze, Cashback und andere Funktionen; außerdem bündelt Samsung Wallet Tickets, Ausweise und digitale Schlüssel. Die App steht ausschließlich auf Samsung-Smartphones und -Uhren zur Verfügung, wodurch die Karte besonders für Nutzer:innen im Samsung-Ökosystem attraktiv ist. Wer später auf ein anderes Smartphone umsteigt, kann die physische Karte weiter verwenden, verliert aber zentrale Vorteile der Wallet-Integration; die Verwaltung läuft dann über das Barclays-Webportal. Ein ähnliches Modell gibt es bei der Apple Card, die nach einem iPhone-Wechsel ebenfalls über ein Webportal administriert werden kann.
Im direkten Vergleich bietet die Galaxy Card nominell höhere Cashback-Sätze als die Apple Card. Apple vergibt 3 Prozent Cashback auf Einkäufe bei Apple und ausgewählten Partnern, 2 Prozent bei Zahlungen mit Apple Pay und 1 Prozent auf alle übrigen Umsätze. Die Galaxy Card setzt dem 5 Prozent bei Samsung, 3 Prozent bei Nutzung von Samsung Wallet, 2 Prozent für Streaming und 1 Prozent auf alles andere entgegen. Analyst:innen sehen die Karte weniger als Branchenrevolution, sondern als Instrument zur Stärkung von Marke und Kundenbindung – insbesondere für Nutzer:innen, die ihre Ausgaben gezielt auf mehrere Karten verteilen, um möglichst viele Punkte und Cashback-Vorteile mitzunehmen.