Wenn Ihr die Beta von macOS Golden Gate verlassen wollt, führt an einem Löschen des Startvolumes kein Weg vorbei. Entscheidend ist deshalb eine verifizierte Sicherung, bevor Ihr beginnt.
Das Deaktivieren von Beta-Updates reicht nicht, um macOS Golden Gate zu entfernen. Es verhindert nur zukünftige Beta-Versionen, das aktuell installierte System bleibt auf dem Mac.
Um zu macOS Tahoe zurückzukehren, müsst Ihr das Startvolume löschen, Tahoe neu installieren und anschließend Eure Daten wiederherstellen. Die eigentliche Installation ist meist unkompliziert, mehr Planungsaufwand erfordert der Schutz von Dateien, die in der Golden-Gate-Beta entstanden sind.
Apple empfiehlt, ein Time-Machine-Backup zurückzuspielen, das vor der Installation der Beta erstellt wurde. Neuere Sicherungen können App-Daten, Einstellungen und Datenbanken enthalten, die Golden Gate verändert hat und die Tahoe nicht vollständig versteht.
Der Migrationsassistent erkennt diese Backups zwar oft, Apple garantiert aber nicht, dass alle neueren Apps oder Bibliotheken unter der älteren Version von macOS korrekt funktionieren.
Bevor Ihr den Mac löscht, solltet Ihr aktuelle Dokumente, Projektordner, Downloads, lokale Fotomediatheken, virtuelle Maschinen und App-Exporte auf ein separates Speichermedium kopieren. Öffnet einige Dateien daraus testweise, um sicherzustellen, dass sie funktionieren.
Dateinamen auf einem externen Laufwerk sind keine Garantie dafür, dass sich die Dateien nach dem Löschen des Macs noch öffnen lassen.
Ein Downgrade ist vor allem sinnvoll, wenn Golden Gate unverzichtbare Software lahmlegt, dauerhafte Instabilität verursacht oder die Arbeit behindert. Wenn Golden Gate für Euch nutzbar bleibt, kann es einfacher sein, Beta-Updates zu deaktivieren und auf die finale Version zu warten, statt den Mac komplett zu löschen.
Öffnet das Apple-Menü, wählt „Über diesen Mac“ und prüft, ob Euer Gerät über einen Apple-M-Prozessor verfügt. Erst dann solltet Ihr die folgenden Punkte abarbeiten:
Apple rät außerdem, „Mein Mac suchen“ zu deaktivieren und Euch vor der Neuinstallation von Tahoe aus dem Apple-Account abzumelden.
In den Systemeinstellungen klickt Ihr auf Euren Namen, wählt iCloud, öffnet „Mein Mac suchen“ und schaltet die Funktion aus. Geht anschließend zurück in den Apple-Account-Bereich und meldet Euch ab, sobald iCloud die Synchronisation beendet hat.
Bei Arbeits- oder Schul-Macs können Aktivierungssperre, Wiederherstellungssperre oder Verwaltungsrichtlinien aktiv sein. In solchen Fällen solltet Ihr unbedingt die Administrator:innen der Organisation kontaktieren und das Gerät nicht ohne Freigabe löschen.
Das Ausschalten von Beta-Updates setzt den Mac nicht auf Tahoe zurück, verhindert aber, dass weitere Golden-Gate-Betas geladen werden:
Der Mac bleibt auf der installierten Golden-Gate-Version, bis Ihr ihn löscht oder später eine öffentliche macOS-Version installiert.
Für das eigentliche Downgrade ist die macOS-Wiederherstellung der beste Einstieg, da der Mac dort die Aktivierung erledigt und den passenden Installer direkt von Apple lädt. Dabei werden lokale Benutzerkonten, Apps, Einstellungen und alle Dateien auf dem Startvolume gelöscht.
„Alle Inhalte und Einstellungen löschen“ führt kein Downgrade durch, denn diese Funktion entfernt persönliche Daten, lässt das installierte Betriebssystem aber unangetastet. Golden Gate bliebe also weiterhin installiert.
Beim Löschen werden Bluetooth-Geräte getrennt. Nutzer:innen von Mac mini, Mac Studio, iMac und Mac Pro sollten daher eine kabelgebundene Tastatur und Maus bereithalten.
In der Wiederherstellung sollte nun „macOS Tahoe erneut installieren“ angeboten werden. Überprüft den Namen des Installers sorgfältig und brecht ab, wenn weiterhin Golden Gate angezeigt wird, da Ihr sonst die Beta wieder installiert.
Wählt „macOS Tahoe erneut installieren“, klickt auf „Fortfahren“ und entscheidet Euch bei der Volumewahl für Macintosh HD, nicht für „Macintosh HD – Daten“.
Die Installation kann länger dauern, und der Fortschrittsbalken scheint mitunter für einige Minuten stillzustehen. Lasst den Mac unbedingt an Strom und Internet, bis der Systemassistent erscheint.
Erst das Löschen der Volumegruppe macht den Vorgang zu einem echten Downgrade, denn eine Neuinstallation ohne Löschen installiert normalerweise das zur Wiederherstellung gehörende System wieder.
Falls die Wiederherstellung weiterhin Golden Gate anbietet oder Tahoe nicht laden kann, empfiehlt Apple, auf einem anderen kompatiblen Mac einen startfähigen Tahoe-Installer zu erstellen. Ladet dafür den aktuellen Tahoe-Installer von Apple und nutzt dann gemäß Apples Anleitung den Befehl „createinstallmedia“ mit einem USB-Laufwerk mit mindestens 32 GB Speicher.
Beim Erstellen des Installers wird das USB-Laufwerk vollständig gelöscht. Nach dem Löschen des Macs verbindet Ihr das Laufwerk, haltet den Ein-/Ausschalter gedrückt, bis die Startoptionen erscheinen, wählt „macOS Tahoe installieren“ und folgt den Anweisungen.
Auch hier sollte der Mac während der Installation mit dem Internet verbunden bleiben, da der Installer Firmware- und modellspezifische Informationen nachladen muss.
Nach der erfolgreichen Installation von Tahoe könnt Ihr im Systemassistenten die Option wählen, Daten von einem Mac, einem Time-Machine-Backup oder einem Startvolume zu übertragen. Dort wählt Ihr den neuesten Schnappschuss, der vor der Installation von Golden Gate erstellt wurde.
Der Migrationsassistent kann Konten, Dokumente, Apps und Einstellungen zurückbringen, ohne Tahoe zu ersetzen. Einige Apps benötigen möglicherweise trotzdem ein Update oder eine Neuinstallation, bevor sie zuverlässig funktionieren.
Nach dem Wiederherstellen des Pre-Beta-Backups kopiert Ihr neuere Dokumente aus Eurem separaten Archiv zurück. Öffnet diese Dateien in Apps, die mit Tahoe kompatibel sind, bevor Ihr die Sicherung löscht.
Vermeidet es, den gesamten Benutzerordner „Library“ oder den Ordner „Programme“ aus der Golden-Gate-Installation zu ersetzen. Beide können Einstellungen, Datenbanken und App-Versionen enthalten, die für das neuere System gebaut wurden.
Für Fotomediatheken, virtuelle Maschinen, Musikprojekte und andere verwaltete Daten solltet Ihr möglichst die Export- und Importfunktionen der jeweiligen Apps verwenden. Hebt das ursprüngliche Archiv so lange auf, bis alle wichtigen Bibliotheken nach dem Downgrade korrekt geöffnet werden.
Eine saubere Neuinstallation entfernt außerdem Fingerabdrücke für Touch ID, hinterlegte Daten für Apple Pay, VPN-Profile, Drucker, Anmeldeobjekte, Bluetooth-Kopplungen und Anmeldungen in vielen Apps. Wenn Ihr die neue Tahoe-Installation verschlüsseln wollt, aktiviert FileVault nach dem Setup erneut.
Wenn sich Tahoe nicht installieren lässt, prüft zuerst, ob in der Wiederherstellung tatsächlich macOS Tahoe und nicht Golden Gate angeboten wird.
Kann der Installer Macintosh HD nicht finden, beendet Ihr den Installer und öffnet erneut das Festplattendienstprogramm. Löscht dort Macintosh HD mit APFS und wählt „Volumegruppe löschen“, falls verfügbar.
Wenn die Wiederherstellung weiterhin die falsche Version anbietet oder der Download scheitert, nutzt den startfähigen Installer. Sieht oder löscht das Festplattendienstprogramm den internen Speicher nicht, trennt zunächst alle nicht benötigten Geräte und startet die Wiederherstellung neu.
Ein Mac, der den internen Speicher weiterhin nicht erkennt oder löscht, benötigt möglicherweise Service. Eine Wiederherstellung der Firmware von einem anderen Mac sollte ein letzter Reparaturschritt bleiben und gehört nicht zu einem normalen Downgrade-Prozess.
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