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Polizei rüstet Kennzeichenkameras zu Bluetooth-Trackern für iPhones und AirPods auf

Ein Überwachungsunternehmen mit engen Verbindungen zu Strafverfolgungsbehörden hat eine Technik entwickelt, mit der sich Bluetooth-Geräte wie iPhones drahtlos identifizieren und in einer Datenbank erfassen lassen. Damit sollen Verdächtige erkannt werden, die gemeinsam unterwegs sind – und möglicherweise auch Demonstrierende auf dem Weg zu Protestzügen.

Von Kennzeichenerkennung zu SignalTrace

Automatic License Plate Recognition (ALPR), also automatische Kennzeichenerkennung, ist weltweit verbreitet. In Australien verfügt die Polizei bereits über eine CarPlay-App, die umliegende Fahrzeuge identifiziert. Nun berichtet 404 Media, dass ein Unternehmen bestehende Kamerasysteme mit zusätzlichen Sensoren aufrüsten will – in einem Umfang, der Bürgerrechtsorganisationen stark beunruhigen dürfte.

Leonardo US Cyber and Security Solutions vermarktet eine Technologie namens SignalTrace. Laut Unternehmen soll sie dazu dienen, „Personen von Interesse anhand der Signale zu identifizieren, die von den elektronischen Geräten ausgehen, mit denen sie reisen, wie Fitness-Tracker, Smartwatches, RFID-Tags und lokale Signale ihrer Mobiltelefone“.

SignalTrace-Sensoren erfassen Daten aus Bluetooth- und WLAN-Signalen sowie von RFID-Tags. Diese Signale werden nach Gerätetyp kategorisiert und mit den von ALPR-Kameras aufgezeichneten Daten verknüpft. So entsteht ein erweitertes Überwachungssystem, das Kennzeichendaten mit drahtlosen Funksignalen kombiniert.

Digitale Fingerabdrücke und Bewegungsprofile

Das Konzept sieht vor, nicht nur große Datenmengen einzusammeln, sondern daraus auch einen digitalen Fingerabdruck von einzelnen Personen oder Gruppen zu erzeugen. Die gesammelten Informationen werden für Behörden gespeichert und außerdem genutzt, um Muster zu erkennen – etwa wenn zwei Smartphones regelmäßig gemeinsam registriert werden.

Laut der offiziellen Website von Leonardo „kann dies zur Entdeckung von Konvois und anderen Bewegungs- und Reiserouten führen“. Das Unternehmen betont gleichzeitig, man respektiere die Privatsphäre von Individuen und entschlüssele oder lese keine Inhalte der erfassten Geräte aus. Es gehe lediglich um die Identifikation der ausgesendeten Signale.

Leonardo hebt zudem hervor, dass diese Daten nur auf Anfrage von Strafverfolgungsbehörden genutzt würden. Ein Hinweis darauf, dass für den Zugriff richterliche Anordnungen oder Durchsuchungsbeschlüsse erforderlich wären, fehlt jedoch.

Rechtliche Grauzonen und Kritik von Bürgerrechtsgruppen

Befürwortende argumentieren, dass Autos auf öffentlichen Straßen fahren und Menschen sich auf Gehwegen im öffentlichen Raum bewegen, weshalb es keine berechtigte Erwartung auf Privatsphäre gebe. Ohne staatliche oder bundesstaatliche Aufsicht über das System bleibt jedoch die Frage, wie weitreichend ein privates Unternehmen persönliche Daten sammeln und speichern darf. Es ist absehbar, dass dies gerichtliche Klärungen nach sich ziehen wird.

SignalTrace wurde zuvor unter dem Namen Elsag EOC Plug vermarktet. Die nun vorgestellte Version mit Bluetooth-Erfassung scheint so neu zu sein, dass möglicherweise noch kein US-Bundesstaat das System erworben hat. Nach Angaben des Unternehmens kamen Vorgängersysteme jedoch bereits bei „nahezu 4.000 Kund:innen in über 25 Ländern“ zum Einsatz, darunter lokale, bundesstaatliche und föderale Strafverfolgungsbehörden.

Speziell zu SignalTrace haben sich Bürgerrechtsorganisationen bislang nicht geäußert. Die Electronic Frontier Foundation (EFF) berichtete jedoch im November 2025, dass mehr als 50 US-Bundesstaaten frühere Kennzeichensysteme genutzt hätten, um Protestaktivitäten zu verfolgen. Vor diesem Hintergrund dürfte auch die neue Kombination aus ALPR und Bluetooth-Tracking kritisch beobachtet werden.

Hinweis: Dieser Beitrag ist eine automatisch erstellte Zusammenfassung mithilfe von Künstlicher Intelligenz. Eine redaktionelle Prüfung fand nicht statt.

Via: appleinsider.com

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Apfeltalk Redaktion

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