Pfizer setzt auf Apple Vision Pro, um Krebspatient:innen und deren Angehörigen die eigene Krebsforschung näherzubringen – die Umsetzung erinnert jedoch eher an ein Infomercial. Entwickelt wurde die immersive Anwendung von der Agentur Groove Jones.
Virtuelle Krebsgeschichten mit KI-generierten Bildern
Apple Vision Pro wird im medizinischen Umfeld bereits unter anderem zur Unterstützung bei der Krebsdiagnostik eingesetzt. Pfizer nutzt das Headset nun als Bildungs- und Unterstützungswerkzeug, um die eigene „Story of resilience and groundbreaking cancer treatments“ zu vermitteln, wie Groove Jones das Projekt beschreibt.
Zu Beginn der Experience sehen Nutzer:innen eine Reihe von Filmen mit Krebsgeschichten – von Patient:innen, ihren Familien und Pfizer-Wissenschaftler:innen. Laut Groove Jones handelt es sich dabei um reale Geschichten, jedoch nicht um reale Personen vor der Kamera.
Stattdessen kommen KI-gestützte Techniken zum Einsatz: Groove Jones spricht von „ultra-high-resolution stereoscopic images representing real patient stories, preserving identities while authentically capturing emotion“. Zusätzliche „custom depth maps“ sollen die emotionale Wirkung durch besonders lebensechte 3D-Bilder verstärken.
Die Entwickler:innen betonen, dieser Storytelling-Ansatz sorge dafür, dass die Experience „tief mit dem Publikum resoniert und es bewegt“. Adressiert werden vor allem Krebspatient:innen und ihre Familien, also Menschen, die mit dem Thema bereits direkt konfrontiert sind.
3D-Labor mit eingefrorenen Wissenschaftler:innen
Nach den Krebsgeschichten wechseln Nutzer:innen in ein virtuelles 3D-Labor. Auch hier setzt Groove Jones auf eigens entwickelte 3D-Modellierungstechniken, anstatt einfach reale Umgebungen zu filmen. Das gleiche KI-System mit den erwähnten Depth Maps wurde eingesetzt, um echte Pfizer-Wissenschaftler:innen aufzunehmen und sie in dieses Labor einzubetten.
In den von Groove Jones gezeigten Videos wirken diese Wissenschaftler:innen allerdings fotorealistisch, aber statisch. Trotzdem beschreibt das Unternehmen die Interaktion so, dass Headset-Tragende durch den Laborinhalt geführt werden. Sie sollen dort „Informationen abrufen, fortschrittliche Technologien erkunden und direkt mit wissenschaftlichen Innovationen interagieren“.
Krebsmedikament im Baukastenprinzip
Im Mittelpunkt der Experience steht der sogenannte ADC Builder. Hier können Nutzer:innen ihr eigenes „Antibody-Drug Conjugate“ (ADC) zusammenstellen – die Form der Krebstherapie, die Pfizer hervorhebt.
Das Ganze ist als eine Art umgekehrtes Jenga-Spiel inszeniert: Über die Hand-Interaktion der Apple Vision Pro ziehen Nutzer:innen virtuelle Blöcke zusammen, um ein Molekül-Modell zu bauen. Der Prozess ist in vier Schritte gegliedert, jeder Schritt wird mit einem erklärenden Text von rund 60 Wörtern begleitet.
Am Ende der Sequenz zeigt die Experience eine Animation, in der das so erstellte Medikament in den Blutkreislauf gelangt. Groove Jones weist gleichzeitig darauf hin, dass die Entwicklung eines echten ADC in der Realität „10 bis 15 Jahre rigoroser Forschung, Tests und klinischer Studien“ erfordert. Die Möglichkeit, ein solches Medikament in rund 30 Sekunden virtuell zu „bauen“, bildet diesen Aufwand also nur sehr vereinfacht ab.
Nach Angaben von Groove Jones sollen „spatial audio und Echtzeit-3D-Visualisierung komplexe wissenschaftliche Konzepte anschaulich und verständlich machen“. Gegenüber herkömmlichen Videos oder Screenshots ist die Teilnahme über Apple Vision Pro sicher eine andere, immersivere Form der Darstellung. Die Experience wirkt jedoch so konzipiert, dass sie vor allem im Rahmen von Pfizer-Veranstaltungen vollständig genutzt werden dürfte – und inhaltlich stark von den eingeblendeten Kurztexten getragen wird.
Hinweis: Dieser Beitrag ist eine automatisch erstellte Zusammenfassung mithilfe von Künstlicher Intelligenz. Eine redaktionelle Prüfung fand nicht statt.
Via: appleinsider.com

