News

Perplexity Computer läuft lokal auf dem Mac – braucht aber viel Arbeitsspeicher

Perplexity Computer kann Aufgaben vollständig auf einem Apple-Silicon-Mac erledigen, ohne die KI-Verarbeitung an externe Server auszulagern. Der Haken: Perplexity empfiehlt dafür mindestens 36 GB gemeinsamen Arbeitsspeicher.

KI-Agent arbeitet mit Mac-Apps zusammen

Der lokale Modus ist seit dem 20. Oktober für Abonnent:innen von Perplexity Pro, Max und Enterprise verfügbar. Er baut auf Personal Computer und der im September eingeführten Hybridverarbeitung auf. Personal Computer brachte KI-Automatisierung in native Mac-Apps; die Hybridverarbeitung kombinierte lokale Berechnungen mit cloudbasierter Analyse.

Ihr könnt jetzt festlegen, ob Computer eine Aufgabe vollständig auf dem Mac ausführt oder bei Bedarf die Cloud nutzt. Lokal unterstützt die Anwendung die Modelle Qwen 3.6 und PPLX Pro. Letzteres ist eine von Perplexity trainierte Variante von Qwen. Beide Modelle verarbeiten Anfragen und koordinieren Aufgaben direkt auf dem Gerät.

Mit Eurer Zustimmung kann Computer unter anderem auf Notizen, Nachrichten, Mail und Numbers zugreifen. Der Agent erstellt nicht nur Texte, sondern kann Informationen sammeln, Dokumente bearbeiten und Aufgaben über mehrere Apps hinweg erledigen. Laut Perplexity kann er etwa Nachrichten und E-Mails nach offenen Fristen durchsuchen und daraus eine Aufgabenliste in Notizen anlegen.

Ein weiteres Beispiel des Unternehmens: Computer kann private Finanzdaten mit heruntergeladenen Marktdaten vergleichen, eine Excel-Arbeitsmappe aktualisieren und eine Keynote-Präsentation zur Prüfung vorbereiten. Code und Werkzeugfunktionen laufen laut Perplexity in abgeschotteten Umgebungen. Der Zugriff auf Dateien und unterstützte Apps soll dabei kontrolliert sein.

Wer zusätzliche Funktionen benötigt, kann den Zugriff auf Cloud-Dienste erlauben. Das ermöglicht aktuelle Informationen, die Nutzung eines Browsers und verbundener Apps sowie anspruchsvollere Schlussfolgerungen mit mehr als 15 führenden KI-Modellen. Vollständig lokale Verarbeitung bedeutet deshalb nicht, dass jeder Arbeitsablauf ohne Internet auskommt: E-Mails versenden oder Onlinedienste aufrufen erfordert weiterhin eine Netzwerkverbindung.

36 GB Arbeitsspeicher als Empfehlung

Perplexity empfiehlt mindestens 36 GB gemeinsamen Arbeitsspeicher für den lokalen Betrieb. Diese Vorgabe schließt einige aktuelle Macs aus. Der M6 Mac mini startet mit 16 GB und lässt sich laut Apple auf höchstens 32 GB konfigurieren.

Der M5 Pro Mac mini erfüllt die Empfehlung mit 48 oder 64 GB. Auch der M5 Max Mac Studio kommt bereits in seiner Basiskonfiguration auf 36 GB. Ältere Macs mit Apple-Chip können ebenfalls geeignet sein, sofern sie genug Speicher besitzen. Perplexity bezeichnet die 36 GB als Empfehlung, nicht als zwingende Mindestanforderung.

Das Unternehmen hat zuvor Messwerte zur Ausführung von Qwen 3.6 auf einem M5 Max MacBook Pro veröffentlicht. Vergleichbare Ergebnisse für vollständige Computer-Aufgaben auf unterschiedlichen Mac-Konfigurationen liegen bislang nicht vor.

Lokale Verarbeitung beseitigt Sicherheitsrisiken nicht

Perplexitys Ankündigung fällt in eine Zeit, in der Apple den Datenschutz für autonome KI-Agenten stärker absichern will. Apple kündigte an, die Kontrollen für den Festplattenvollzugriff zu verschärfen. Künftig sollen Nutzer:innen ausdrücklichere Schritte unternehmen müssen, bevor Apps diesen weitreichenden Zugriff erhalten. Wann die Änderungen erscheinen, ist noch offen.

Der Festplattenvollzugriff kann etwa Sicherungsprogrammen den Zugriff auf geschützte Dateien ermöglichen. Zugleich könnten dadurch E-Mails, Nachrichten oder der Browserverlauf offengelegt werden. Perplexity beschreibt zwar kontrollierte Berechtigungen und isolierte Ausführungsumgebungen, nennt aber nicht, ob Computer den Festplattenvollzugriff benötigt.

Lokale KI verringert die Notwendigkeit, private Daten an externe Server zu senden. Sicherheitsrisiken bleiben dennoch bestehen: Ein Agent kann sensible Dateien falsch behandeln oder schädlichen Anweisungen in Dokumenten folgen. Perplexity Computer ist damit eine weitere Alternative zu Apples Siri-KI. Beide Systeme können persönliche Zusammenhänge nutzen und Aktionen in Apps ausführen, unterscheiden sich jedoch in ihren Funktionen und ihrer technischen Grundlage.

Via: https://appleinsider.com

Den Beitrag in unserem Forum kommentieren

Michael Reimann

Neueste Artikel

Siri wird zur Entwicklerplattform – Apple Watch sorgt für Datenschutzfragen

Apple öffnet Siri AI für Entwickler:innen. Zugleich rücken neue KI-Funktionen für die Apple Watch in den Blick, weil sie auf…

4. November 2026

Apple Angebote des Tages – 04.11.2026

Die 10 stärksten Apple-Angebote am 04.11.2026 im Überblick — darunter 3 neue Bestpreise.

4. November 2026

WhatsApp schlägt auf Android und iOS aktuelle Medien vor

WhatsApp führt eine Funktion ein, die Euch beim Öffnen eines Chats aktuelle Fotos und Videos aus der Galerie vorschlägt. Der…

4. November 2026

Apple Fitness+ erweitert das Angebot um personalisierte Krafttrainingspläne fürs Fitnessstudio

Mit Gym Strength bringt Apple Fitness+ ein neues Krafttrainingserlebnis ins Fitnessstudio. Die Funktion ist derzeit als Beta verfügbar und erstellt…

4. November 2026

iOS 27.3 bringt das überarbeitete StandBy des iPhone Duo auf weitere iPhones

Mit der ersten Beta von iOS 27.3 erweitert Apple die überarbeitete StandBy-Ansicht des iPhone Duo auf weitere Modelle. Das Update…

4. November 2026

Apple Music ermöglicht mit Selfie Sing Karaoke-Videos

Mit iOS 27.3 ergänzt Apple Music die Karaoke-Funktion um Selfie Sing. Damit könnt Ihr Euch beim Singen filmen, den Liedtext…

4. November 2026

Diese Website benutzt Cookies um Ihr Nutzererlebnis zu verbessern. Wenn Sie diese Website weiter nutzen, gehen wir von Ihrem Einverständnis aus.

Mehr lesen