Perplexity stellt seine lokale KI-Orchestrierungssoftware breiter zur Verfügung und veröffentlicht eine neue macOS-App. Damit kommt die autonome Funktion „Persönlicher Computer“ nun auf alle Macs.
Neue macOS-App für autonome Arbeitsabläufe
Die Plattform ermöglicht es KI-Agenten, direkt mit lokalen Dateien, nativen Mac-Apps, dem Web und der eigenen sicheren Cloud-Infrastruktur von Perplexity zu interagieren. Durch die Verlagerung des agentenbasierten Systems auf Apple-Hardware soll die Software lang laufende, mehrstufige Aufgaben im Desktop-Workflow der Nutzer:innen übernehmen und bei Bedarf dennoch Freigaben einholen.
Das Werkzeug startete im April zunächst nur eingeschränkt und war auf Abonnent:innen des Max-Tarifs sowie auf eine Warteliste begrenzt. Ab sofort kann jede:r die neu gestaltete macOS-App herunterladen, um Alltagsanfragen, Diktate und Datei-Anhänge zu bearbeiten. Nutzer:innen mit Pro- oder Max-Abos können ihre Abonnementguthaben zusätzlich für weitergehende, autonome Arbeitsabläufe einsetzen.
Mac mini als bevorzugte Plattform für Hintergrundaufgaben
Perplexity stellt weiterhin den Mac mini als ideale Plattform für die Software heraus. Wenn der Desktop-Rechner dauerhaft läuft, können Nutzer:innen etwa eine Aufgabe vom iPhone aus starten und die Arbeit lokal auf dem Mac erledigen lassen, bis sie zurückkehren. Laut Unternehmen ermöglicht diese Konfiguration eine ruhigere, stärker asynchrone Nutzung des Computers, bei der Hintergrundaufgaben weiterlaufen, bis menschliche Eingaben erforderlich sind.
Die Software ist für Aufgaben ausgelegt, die mehrere Quellen gleichzeitig einbeziehen. So könnte ein:e Nutzer:in die KI etwa anweisen, eine Tabelle im Downloads-Ordner mit mehreren geöffneten Web-Tabs abzugleichen, lokal gespeicherte Dokumente zu vergleichen oder einen Bericht aus Notizen zusammenzustellen, die über verschiedene native Anwendungen verteilt sind.
Integration mit Comet-Browser und Verfügbarkeit
In Kombination mit dem firmeneigenen Comet-Browser kann das System zudem webbasierte Werkzeuge steuern, die keine direkten Programmierschnittstellen anbieten. Auf diese Weise lassen sich auch Online-Dienste einbinden, für die sonst keine technische Anbindung vorhanden ist.
Die neue Perplexity-macOS-App steht direkt auf der Website des Unternehmens zum Download bereit und ist derzeit nicht im App Store gelistet. Perplexity kündigt an, die bisherige Version der Mac-App in den kommenden Wochen außer Betrieb zu nehmen.