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OpenAI verwirft „io“-Marke für eigene KI‑Hardware

OpenAI KI-Gerät Foxconn

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OpenAI wird seine geplanten KI‑Hardwaregeräte nicht unter dem Namen „io“ auf den Markt bringen. Das geht aus einem aktuellen Schriftsatz in einem laufenden Markenrechtsstreit hervor.

Markenstreit mit iyO zwingt zum Kurswechsel

Auslöser ist eine im vergangenen Jahr eingereichte Klage des Audiogeräte-Start-ups iyO wegen Markenrechtsverletzung. IyO hatte OpenAI verklagt, nachdem OpenAI das von dem früheren Apple-Designer Jony Ive gegründete Start-up io übernommen hatte. Laut dem vorliegenden Gerichtsdokument hat OpenAI seine Strategie für Produktnamen überprüft und sich entschieden, den Namen „io“ nicht mehr zu verwenden.

Peter Welinder, Vizepräsident und General Manager bei OpenAI, erklärte in der Eingabe, das Unternehmen werde weder „io“ noch „IYO“ oder andere Schreibweisen dieser Bezeichnungen für die Benennung, Bewerbung, Vermarktung oder den Verkauf von KI‑fähigen Hardwareprodukten nutzen. Damit rückt OpenAI von der bisherigen Markenführung rund um die Ive-Firma ab, die ursprünglich als gemeinsame Basis für eine Produktfamilie gedacht war.

Zeitplan für OpenAI‑Hardware rückt nach hinten

Im gleichen Dokument legt OpenAI auch eine aktualisierte Zeitplanung für seine erste Hardware offen. Demnach wird das erste Gerät nicht vor Ende Februar 2027 an Kund:innen ausgeliefert. Damit verschiebt sich der Marktstart gegenüber früheren Aussagen deutlich nach hinten.

Zuvor hatte OpenAI angegeben, das KI‑Gerät in der zweiten Jahreshälfte 2026 vorstellen zu wollen. Laut früheren Berichten handelt es sich beim ersten Prototyp um ein bildschirmloses Gerät, das auf dem Schreibtisch der Nutzer:innen stehen und als Ergänzung zu Smartphone und Laptop dienen soll. Welinder erklärte außerdem, OpenAI habe bislang weder Verpackungen noch Marketingmaterialien für das erste Hardwareprodukt erstellt.

Gerüchte, Super-Bowl-Spot und milliardenschwere Übernahme

Die Neuigkeiten treffen auf eine ohnehin aufgeheizte Gerüchtelage rund um OpenAIs Hardwarepläne. Am Wochenende verbreitete sich ein inzwischen widerlegter Reddit-Beitrag viral, der behauptete, OpenAI habe einen Super-Bowl-Werbespot für sein kommendes Gerät kurzfristig zurückgezogen. In dem angeblichen Spot ist der Schauspieler Alexander Skarsgård zu sehen, der silberne Kopfhörer trägt und auf ein spiegelndes Gerät tippt.

Das Video wurde in sozialen Netzwerken vielfach geteilt, unter anderem vom Reddit-Mitgründer Alexis Ohanian. OpenAI-Sprecherin Lindsay McCallum stellte gegenüber Wired klar, dass der ChatGPT-Anbieter mit diesem Werbevideo nichts zu tun habe.

Bereits im Mai 2025 hatte OpenAI angekündigt, die geheim agierende Sparte für Verbraucherelektronik von Jony Ive für 6,5 Milliarden US‑Dollar (rund 6,0 Milliarden Euro) zu übernehmen. Es war die bisher größte Übernahme des Unternehmens. Damals wurde io als neues Unternehmen präsentiert, das mit OpenAI zu einer Produktfamilie von KI‑Geräten verschmelzen sollte.

Seitdem steckt OpenAI in einem komplizierten Markenrechtsstreit, der mehr über die Hardwarepläne preisgegeben hat, als dem Unternehmen lieb sein dürfte. IyO behauptet, Führungskräfte von OpenAI und io hätten sich mit der Unternehmensleitung von iyO getroffen und deren KI‑Audiotechnik getestet, bevor die Übernahme bekanntgegeben wurde.

In früheren Schriftsätzen im Rahmen dieses Verfahrens hatten OpenAI-Führungskräfte bereits offengelegt, dass der von CEO Sam Altman im io‑Launchvideo erwähnte Prototyp weder ein In‑Ear‑Gerät noch ein tragbares Gerät sei.

Via: https://www.wired.com
Titelbild KI (Zur Illustration)

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Tags: iyO, Alexander Skarsgård, Jony Ive, Super Bowl, chatGPT, OpenAI, KI-Hardware, Io, Markenstreit

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