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OpenAI plant Desktop-Super-App mit ChatGPT, Browser und Codex

OpenAI arbeitet an einer neuen Desktop-Anwendung, die ChatGPT, den hauseigenen Browser und die Codex-Coding-App in einer einzigen „Super-App“ vereinen soll. Ziel ist es, die Produktpalette zu vereinfachen und die Nutzung für Euch zu vereinheitlichen.

ChatGPT, Codex und Atlas-Browser in einer App

Laut übereinstimmenden Berichten von Wall Street Journal, CNBC, The Verge und Engadget entwickelt OpenAI eine Desktop-App, die mehrere bislang separate Angebote zusammenführt. Konkret sollen die ChatGPT-App, die Codex-App für Programmierung sowie der KI-gestützte Atlas-Browser in einer gemeinsamen Anwendung aufgehen. Ein Unternehmen­s­sprecher bestätigte gegenüber CNBC, dass die neue App den bisherigen Webbrowser, die ChatGPT-App und die Codex-App zu einer Desktop-Super-App bündelt.

OpenAI sieht darin eine Möglichkeit, die bisherige Fragmentierung seiner Angebote zu reduzieren. In einem internen Memo schrieb Fidji Simo, Geschäftsführerin des Anwendungsbereichs bei OpenAI, dass die Verteilung der Ressourcen auf zu viele Apps das Unternehmen ausbremse und es erschwere, den eigenen Qualitätsansprüchen zu genügen. Die neue Strategie soll die zahlreichen Produktinitiativen bündeln und den Fokus stärker auf ausgewählte Anwendungen legen.

Strategiewechsel unter Leitung von Fidji Simo

Fidji Simo, zuvor Vorstandschefin von Instacart und seit Mai bei OpenAI für den Bereich Anwendungen zuständig, leitet die Neuausrichtung. Unterstützt wird sie dabei von OpenAI-Präsident Greg Brockman. Simo wird laut Engadget zudem das Marketingteam beim Start der neuen App unterstützen. Sie sprach intern von Phasen der Erkundung und Phasen der Neuausrichtung, die für Unternehmen gleichermaßen wichtig seien.

In einem Beitrag auf X betonte sie, dass neue Ansätze wie Codex inzwischen gut funktionieren und es daher wichtig sei, diese zu verstärken und Ablenkungen zu vermeiden. Gegenüber den Mitarbeitenden sagte sie in einer Betriebsversammlung, OpenAI orientiere sich „aggressiv“ in Richtung Produktivitätsanwendungen mit hoher Wertschöpfung. Was jetzt zähle, sei Fokus und eine sehr gute Umsetzung. Das Wall Street Journal berichtete zudem, dass die mobile Version von ChatGPT von den aktuellen Plänen nicht betroffen sein soll.

Der Schritt hin zu einer zentralen App folgt auf eine Phase zahlreicher Produkteinführungen. Nach dem Start von ChatGPT im Jahr 2022 sei OpenAI schnell gewachsen und habe in jüngster Zeit unter anderem die Codex-App und einen eigenen Browser vorgestellt, heißt es bei CNBC. Parallel dazu habe die Unternehmensführung begonnen, weniger wichtige Projekte zurückzustellen, um Ablenkungen durch „Nebenquests“ zu vermeiden.

Agentische KI und Produktivitätsfokus

Ein genauer Veröffentlichungstermin für die Desktop-Super-App ist bisher nicht bekannt. Laut Engadget arbeitet OpenAI aber daran, in der neuen Anwendung sogenannte agentische KI-Funktionen zu integrieren. Diese Agenten sollen Entscheidungen treffen und Werkzeuge nutzen können, um Aufgaben auf Computern mit wenig menschlicher Aufsicht zu erledigen, etwa Software schreiben oder Daten analysieren.

OpenAI äußerte sich gegenüber The Verge über Sprecher:innen nicht näher zu den Plänen und verwies auf die bisher unveröffentlichten Details. Klar ist nur, dass die Führungsebene die Chance sieht, erfolgreiche Angebote wie Codex auszubauen und die bisherige Produktlandschaft stärker zu fokussieren. Die Berichte verweisen außerdem darauf, dass Simo intern Disziplin und Produktfokus betont, während das Unternehmen sich zugleich auf einen möglichen Börsengang vorbereitet, der bereits in diesem Jahr erfolgen könnte.

Via: www.engadget.com · www.cnbc.com · www.theverge.com

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Andreas Vogel

Autor Apfeltalk

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