Apple legt in China einen starken Start ins Jahr hin, obwohl der Smartphone-Gesamtmarkt schrumpft. Neue Daten von Counterpoint Research zeigen ein deutliches Wachstum der iPhone-Verkäufe.
Laut Counterpoint Research stiegen die iPhone-Verkäufe in China in den ersten neun Wochen des Jahres 2026 um 23 Prozent. Im gleichen Zeitraum gingen die gesamten Smartphone-Verkäufe im Land zurück. Im Januar und Februar sanken sie im Jahresvergleich um 4 Prozent.
Selbst die traditionell starke Einkaufssaison rund um das chinesische Neujahrsfest blieb hinter den Erwartungen zurück. Trotz staatlicher Subventionen, die zu Jahresbeginn eingeführt wurden, lagen die gesamten Verkäufe während der Feiertage 2 Prozent unter dem Vorjahreswert.
Apple konnte sich von dieser Entwicklung klar absetzen. Ein wesentlicher Treiber waren hohe Rabatte im Onlinehandel in Kombination mit den staatlichen Förderungen, die direkt für das Basismodell des iPhone 17 galten. Der gute Jahresauftakt knüpft an ein starkes Jahresende 2025 an, in dem die iPhone‑17‑Modellreihe Apple wieder an die Spitze des chinesischen Smartphone-Markts brachte.
Hinter den Kulissen sieht sich die gesamte Branche mit steigenden Hardwarekosten konfrontiert. Besonders die Preise für Speicherbausteine ziehen deutlich an und drücken die Margen vieler Hersteller. Vor allem Anbieter aus China reagieren bereits.
Hersteller wie Oppo und Vivo haben angekündigt, ab März die Preise für einige bestehende Modelle zu erhöhen. Diese Preisanpassungen dienen auch als Test, um zu beobachten, wie Käufer:innen auf höhere Preise reagieren, bevor die nächsten Produktgenerationen starten. Sollte die Nachfrage spürbar nachlassen, können die Unternehmen ihre Strategien schnell anpassen.
Apple wird nach aktueller Datenlage voraussichtlich nicht denselben Weg gehen. Statt höhere Komponentenpreise unmittelbar an Käufer:innen weiterzugeben, dürfte der Konzern die Zusatzkosten eher intern auffangen. Das passt zu früheren Berichten, wonach Apple die iPhone-Preise im Laufe des Jahres stabil halten will.
Bleiben die iPhone-Preise konstant, während Android-Smartphones teurer werden, eröffnet das Apple eine zusätzliche Chance, Marktanteile zu gewinnen. Käufer:innen, die bisher stark auf den Preis geachtet haben, könnten so eher zu einem iPhone greifen, wenn der Abstand zu Android-Modellen kleiner wird.
Huawei ist ebenfalls gut positioniert, um seine Marktanteile auszubauen. Das Unternehmen setzt stark auf inländische Speicherlieferanten, die günstiger anbieten als internationale Zulieferer. Dieser Kostenvorteil verschafft Huawei Spielraum, um insbesondere die unteren und mittleren Preissegmente aggressiv anzugreifen.
Für viele andere Anbieter zeichnen sich dagegen schwierigere Zeiten ab. Die hohen Speicherpreise dürften sich durch das gesamte Jahr 2026 ziehen. Marken, die stark auf sehr günstige Einstiegsgeräte setzen, werden es damit schwer haben, ihre geplanten Auslieferungsmengen zu erreichen.
Via: https://www.iClarified.com
Titelbild KI (Zur Illustration)
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