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OpenAI: Neues Hardware-Gerät soll noch dieses Jahr vorgestellt werden

OpenAI plant, sein erstes physisches Gerät noch vor Jahresende zu präsentieren. Details zum Produkt selbst bleiben weiterhin äußerst vage.

OpenAI bestätigt Zeitplan, schweigt aber zu Details

Am Montag erklärte Chris Lehane, globaler Leiter für Regierungs- und Außenbeziehungen bei OpenAI, das Unternehmen sei laut Axios „auf Kurs“, sein bislang geheimnisumwobenes Gerät bis Ende des Jahres öffentlich zu zeigen. Damit wirkt der zuvor kolportierte Zeitraum rund um September im Rückblick nicht unrealistisch.

Lehanes Aussage fiel bei einer Veranstaltung des Weltwirtschaftsforums in Davos in der Schweiz. Konkrete Informationen dazu, was das Produkt ist oder kann, nannte er nicht. Laut Axios betonte Lehane zudem, der genannte Zeitplan sei „am wahrscheinlichsten“, schränkte aber ein, dass man abwarten müsse, wie sich die Dinge entwickelten.

Gerüchte: Konkurrenz für AirPods und andere „Gumdrop“-Geräte

Wer mehr über das mögliche Gerät erfahren will, muss sich derzeit auf Gerüchte verlassen. Diese stammen vor allem vom chinesischen Leaks-Account „Smart Pikachu“, der vor einer Woche neue Details veröffentlichte. Demnach soll OpenAI eine Marktnische anvisieren, die aktuell von Apples AirPods dominiert wird.

Smart Pikachu beschreibt, dass der Fertigungskonzern Foxconn an einem Produkt mit dem Codenamen „Sweetpea“ arbeite, einem „speziellen Audioprodukt“ im Rahmen eines unternehmensinternen Projekts namens „Gumdrop“. Sweetpea bewege sich vage im Bereich Ohrstöpsel oder „offene Kopfhörer“. Geplant seien zwei Einheiten, eine pro Ohr, ergänzt um ein kleines, eiförmiges Ladeetui in etwa Zahnbürsten-Reiseetui-Größe.

Sweetpea soll laut diesen Angaben mit einem leistungsstarken 2-Nanometer-Chip im Smartphone-Stil ausgestattet sein. Zusätzlich sei bis 2028 die Veröffentlichung von bis zu vier weiteren „Gumdrop“-Geräten möglich, darunter ein „gerät für den Heimgebrauch“ und ein Stift. All diese Angaben sind unbestätigte Gerüchte und von OpenAI nicht kommentiert.

Vage Aussagen von Altman und Ive zu OpenAIs erster Hardware

Verlässliche Informationen zu OpenAIs erster Hardware stammen bislang im Wesentlichen aus zwei Quellen. Erstens veröffentlichte OpenAI im Frühjahr vergangenen Jahres einen ungewöhnlichen Werbefilm über das Konzept von Freundschaft. Darin treten OpenAI-Chef Sam Altman und der frühere iPhone-Designer Jony Ive auf, dessen Produktdesignfirma kurz zuvor mit OpenAI fusioniert hatte.

Zweitens gaben Ive und Altman im November ein längeres Interview, das jedoch inhaltlich kaum Klarheit brachte. Sie erklärten so gut wie nichts Konkretes, außer ihrem Anspruch, ein Produkt zu entwickeln, das sich besonders sinnlich anfühlt und das Benutzer:innen offenbar gern mit dem Mund berühren möchten. Altman sagte, das Gerät sei „so einfach, aber dann tut es einfach“, ohne dies näher auszuführen.

Ive ergänzte, er wolle „raffinierte Produkte schaffen, die du berühren möchtest, vor denen du keine Ehrfurcht hast und die du fast achtlos und beinahe ohne nachzudenken verwenden willst“. Mehr Substanz gaben beide nicht preis.

Damit bleibt der Status quo: Ein Gerät, das „einfach tut“, sich offenbar besonders angenehm anfühlen soll, über das ihr beim Nutzen kaum nachdenken sollt – und das möglicherweise noch vor den nächsten US-Zwischenwahlen vorgestellt wird. Konkretere Informationen stehen weiterhin aus.

Via: https://gizmodo.com
Titelbild KI (Zur Illustration)

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Michael Reimann

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