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OpenAI bringt erste Hardware für Codex: das Steuerpult Codex Micro

OpenAI steigt mit einem eigenen Eingabegerät in die Hardware-Welt ein. Das Codex Micro richtet sich an alle, die intensiv mit den Agenten des Codex-Coding-Tools arbeiten.

Codex Micro: Tastenblock für Agentensteuerung

Das Codex Micro ist ein kompakter Tastenblock, den OpenAI gemeinsam mit dem Tastaturhersteller Work Louder entwickelt hat. Er ist speziell dafür gedacht, Agenten in OpenAIs Codex zu überwachen und zu steuern. Beide Unternehmen hatten das Zubehör im Juni angeteasert, jetzt lässt es sich bestellen.

Optisch und konstruktiv orientiert sich das Gerät an bestehenden Modellen von Work Louder wie dem Creator Micro 2 oder früheren Spezialpads, die das Unternehmen mit anderen Partnern umgesetzt hat. Laut Marketingmaterialien verfügt das Codex Micro über 13 mechanische Schalter, dazu kommen ein Joystick, ein Drehregler und ein Berührungssensor. Das Gehäuse ist quadratisch gehalten und als frei konfigurierbare Steuerzentrale ausgelegt.

Auffällig sind sechs milchige Tasten mit integrierten LEDs, die den Status von Codex-Agenten anzeigen. Farben signalisieren unter anderem, ob ein Vorgang läuft, abgeschlossen ist, Feedback benötigt oder auf einen Fehler gestoßen ist. Weitere Tasten lassen sich mit häufig benötigten Befehlen belegen, etwa zum Annehmen oder Verwerfen von Code, zum Verzweigen von Threads oder für Push-to-Talk-Sprachsteuerung. Work Louder legt 32 zusätzliche Tastenkappen mit Codex-Symbolen bei, falls Ihr eigene Belegungen umsetzen wollt.

Funktionen, Preis und Verfügbarkeit

Joystick und Drehregler dienen ebenfalls der Interaktion mit Codex. Mit dem Joystick könnt Ihr zwischen Workflows wechseln oder Abläufe starten, während der Regler die jeweils genutzte „Reasoning“-Stufe anpasst. OpenAI betont, dass sich alle Bedienelemente über die ChatGPT-Desktop-App konfigurieren lassen. So soll das Pad eng mit der überarbeiteten Codex-App zusammenspielen, die OpenAI kürzlich zu einer „Super-App“ ausgebaut hat.

Diese kombinierte Anwendung bündelt das klassische ChatGPT, Codex sowie ein neues, arbeitsplatzorientiertes Agentenwerkzeug namens ChatGPT Work. Sie lässt sich grundsätzlich ohne Zusatzhardware nutzen, das Codex Micro soll für besonders intensive Nutzer:innen aber die Navigation und Steuerung erleichtern. Der Einsatz des Pads ist keine Voraussetzung, sondern eine Ergänzung für spezialisierte Workflows.

Das Codex Micro kostet 230 US-Dollar (ca. 210 Euro) und ist laut OpenAI und Work Louder nur in begrenzter Stückzahl verfügbar. Bestellt werden kann es direkt über OpenAI und Work Louder beziehungsweise über die Plattform Supply Co, solange der Vorrat reicht. Wie viele Einheiten insgesamt geplant sind, wurde nicht genannt, beide sprechen von einer limitierten Kooperation.

Getrennt vom Smart-Speaker-Projekt mit Jony Ive

Das Codex Micro ist OpenAIs erstes tatsächlich verfügbares Hardwareprodukt, steht aber getrennt von dem größeren Gerät, das das Unternehmen gemeinsam mit dem früheren Apple-Designer Jony Ive entwickelt. Dieses Projekt soll auf eine Art intelligenten Lautsprecher mit ChatGPT-Sprachschnittstelle hinauslaufen und ist für einen Start im kommenden Jahr im Gespräch. Konkrete technische Details sind bislang nicht veröffentlicht.

Rund um dieses Smart-Speaker-Vorhaben gibt es aktuell rechtliche Auseinandersetzungen. Apple wirft OpenAI in einer Klage vor, Geschäftsgeheimnisse zur Hardwareentwicklung entwendet zu haben, was OpenAI als unbegründet zurückweist. Betroffen sind unter anderem zwei ehemalige Apple-Mitarbeiter, die heute bei OpenAI arbeiten. Das Codex Micro ist von diesen Vorwürfen unberührt und gilt intern als das unkomplizierteste der laufenden Hardwareprojekte.

Via: www.engadget.com · www.theverge.com

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Michael Reimann

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