Apples erwarteter Wechsel zu OLED-Displays im MacBook Pro dürfte den Rückgang von Mini-LED-Bildschirmen in Notebooks beschleunigen. Laut Counterpoint Research könnten die jährlichen Auslieferungen entsprechender Panels zwischen 2025 und 2027 um rund 75 Prozent sinken.
Mini-LED-Auslieferungen gehen deutlich zurück
Apple setzt seit 2021 Mini-LED-Displays im MacBook Pro ein. Counterpoint rechnet jedoch damit, dass die Auslieferungen von Notebook-Panels mit dieser Technik 2026 um 38 Prozent und 2027 nochmals um 60 Prozent zurückgehen. Damit lägen sie 2027 nur noch bei etwa einem Viertel des Niveaus von 2025.
Bei OLED erwartet das Marktforschungsunternehmen eine gegenläufige Entwicklung. Die Auslieferungen von OLED-Notebook-Panels sollen in diesem Jahr um 50 Prozent und im kommenden Jahr um weitere 24 Prozent steigen. Gegenüber 2025 entspräche das einem Zuwachs von insgesamt 86 Prozent.
Als Gründe nennt Counterpoint das erwartete OLED-MacBook-Pro sowie die Nachfrage nach hochwertigen KI-PCs. Gleichzeitig dürfte der Markt für Notebook-Displays insgesamt 2026 um drei Prozent schrumpfen.
OLED gewinnt durch Bauweise und Kosten
Die Prognose deutet auf einen schnellen Wandel bei der Wahl von Displaytechnologien hin. Laut Counterpoint sprechen das dünnere Design, die Bildqualität und die zunehmend wettbewerbsfähigen Kosten für OLED. Tandem-OLED-Technik und der Ausbau größerer Produktionsanlagen könnten das Wachstum zusätzlich unterstützen.
Für MacBook-Pro-Nutzer:innen soll der Wechsel auch eine Neuerung bringen: Erstmals könnte ein Mac Touch-Eingaben unterstützen. Wie das Branchenmagazin The Elec berichtet, soll Samsung Display exklusiv die berührungsempfindlichen OLED-Panels für die 14- und 16-Zoll-Modelle liefern. Die Fertigung soll in Asan, Südkorea, auf einer Produktionslinie der 8,6. Generation erfolgen.
Neue Modelle zunächst neben Mini-LED-Versionen
Apple soll die OLED-Modelle am Mittwoch, dem 28. Oktober, bei einer Medienveranstaltung mit dem Titel „Pro and tell“ in Los Angeles vorstellen. Laut Bloomberg-Journalist Mark Gurman werden die Laptops deutlich leichter. Außerdem soll die Display-Notch einer Dynamic Island weichen.
Zunächst sollen die OLED-MacBook-Pro-Modelle oberhalb der bestehenden Mini-LED-Versionen positioniert werden. Käufer:innen hätten während des Übergangs damit die Wahl zwischen beiden Technologien. Gurman zufolge will Apple die Mini-LED-Modelle später einstellen. Die neuen OLED-Geräte könnten allerdings bis zu 500 US-Dollar (rund 430 Euro) teurer starten.
