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Nvidia greift Apple an: RTX-Spark-Arm-Chip soll M5-Macs Konkurrenz machen

Nvidia RTX Spark

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Nvidia hat auf der Computex 2026 seinen neuen Arm-basierten Laptop-Chip RTX Spark vorgestellt. Damit nimmt der Grafikspezialist Apple, Intel und AMD direkt ins Visier.

Arm-Offensive für Windows-11-Laptops

Der RTX Spark ist ein Arm-basierter Chip für kommende Windows-11-Notebooks und markiert Nvidias Einstieg in den Laptop-Prozessormarkt. Bisher verbanden viele Nutzer:innen Nvidia vor allem mit Grafikkarten und KI-Lösungen, doch nun will das Unternehmen auch im Bereich mobiler CPUs punkten. Nvidia positioniert den Chip gemeinsam mit Microsoft und Arm als Startschuss für eine „neue Ära des Rechnens“.

Microsoft arbeitet seit Jahren mit Qualcomm an Arm-basierten Windows-11-Geräten, konnte aber nie an den Erfolg von Apples modernen Macs anknüpfen. Apple war 2020 komplett von Intel-Prozessoren auf die eigenen, sehr erfolgreichen M‑Chips umgestiegen, aktuell mit der M5-Generation. Nvidias Einstieg könnte die bisherige Marktordnung deutlich durcheinanderbringen – und kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der Wettbewerb um energieeffiziente Hochleistungs-SoCs für Notebooks besonders intensiv ist.

RTX Spark: Technische Daten und Zielgruppe

Der RTX Spark kombiniert eine von Nvidia und MediaTek gemeinsam entwickelte CPU mit 20 Kernen und 6.144 CUDA-Kernen auf Basis der Blackwell-Architektur. Laut MSI, einem der ersten Hersteller mit RTX-Spark-Notebooks, erreicht die integrierte Grafik ungefähr das Niveau einer GeForce RTX 5070. Das eröffnet die Perspektive auf sehr dünne und leichte Laptops mit starker GPU-Leistung.

Zum Start richten sich diese Geräte jedoch nicht an Gamer:innen, sondern an Content-Creator. Der Grund: Als Arm-Chip kann der RTX Spark viele klassische PC-Spiele nicht nativ ausführen. Sie müssen über eine Emulationsschicht wie Prism laufen, die Software für x86-Prozessoren von Intel und AMD auf Arm übersetzt – mit entsprechendem Einfluss auf die Performance.

Gerüchte sprechen von einer TDP zwischen 45 und 80 Watt. Da CPU und GPU im gleichen Chip sitzen, besteht die Sorge, dass das mutmaßliche N1X-Derivat bei reinen Gaming-Szenarien ins Schwitzen kommt. Viel hängt davon ab, wie effizient der Chip mit seiner Leistungsaufnahme umgeht. Der RTX Spark unterstützt bis zu 128 GB LPDDR5X-Arbeitsspeicher und kann Nvidias Gaming-Techniken wie DLSS-Upscaling, Raytracing-Effekte und G-Sync nutzen.

Kein N1, Premium-Notebooks und Preisfrage

Im Vorfeld kursierten Gerüchte über einen zweiten, weniger leistungsstarken Nvidia-Arm-Chip namens N1 mit Varianten mit 12 Kernen (2.560 CUDA-Kerne) und 10 Kernen (2.048 CUDA-Kerne) sowie Unterstützung für bis zu 64 GB LPDDR5X. Dieser Chip wurde in der Computex-Keynote jedoch nicht vorgestellt.

Nvidia-Chef Jensen Huang zeigte auf der Bühne mehrere RTX-Spark-Notebooks von MSI, Lenovo und weiteren Hersteller:innen. Die ersten Geräte sollen im Herbst erscheinen, also nicht vor September. Sie sollen dünn und leicht ausfallen, teilweise mit Tandem-OLED-Displays und G-Sync-Unterstützung. Klar ist aber auch: Es handelt sich um Premium-Laptops.

Offene Frage bleibt der Preis. Bisher gibt es keine offiziellen Angaben, doch die Geräte könnten sehr teuer werden. Das würde ihre Verbreitung deutlich einschränken und weckt Erinnerungen an frühere, kostspielige Windows-on-Arm-Laptops. Müssen Käufer:innen mehr bezahlen als für MacBooks mit M5-Max-Chip, die ab 2.199 US‑Dollar (rund 2.030 Euro) starteten, dürfte es für Nvidia schwer werden, sich gegen Apple zu behaupten.

Wie ernst Apple den RTX Spark nehmen muss, wird sich erst zeigen. Weitere technische Details will Jensen Huang gemeinsam mit Microsoft-Chef Satya Nadella auf der Entwicklerkonferenz Build 2026 am 2. Juni vorstellen.

Via: https://www.techradar.com
Titelbild: Nvidia

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Tags: Arm-Chip, Computex 2026, DLSS, G-Sync, Nvidia, Mediatek, Windows 11, Laptop-Prozessor, Apple M5, RTX Spark

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